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LESERFORUM

Gewerbe in Bad Aibling: Kind mit dem Bad ausgeschüttet

Leserbrief zu „Bestehendes Gewerbe an Ludwig-Thoma-Straße schützen“ im Lokalteil:

Es ist schon eigenartig: Zuerst genehmigt der Stadtrat von Bad Aibling 18 Sozialwohnungen im Gewerbegebiet Ludwig-Thoma-Straße, wobei er sämtliche Einwände der ansässigen Gewerbebetriebe missachtet. Die einzige Information, die man sich eingeholt hatte, war die Meinung eines Aushilfs-Hausmeisters, während er den Hof kehrte. Nachdem dann der Prachtbau stand, fingen erwartungsgemäß die nachbarschaftlichen Probleme aufgrund der ausgestoßenen Emissionen (Lärm und Geruch) an. Daraufhin musste unser Betrieb in ein gewerbefreundliches Gebiet umsiedeln. Der Versuch, die leere Gewerbeimmobilie an einen anderen Betrieb zu vermieten, scheiterte immer aufgrund der neuen Nachbarschaft. Gerichtliche Anordnung, eine Schallschutzmauer zu errichten, wurden im Stadtrat abgeblockt mit dem Vorschlag, stattdessen eine Hecke zu pflanzen.

Nach zwei Jahren Leerstand der Gewerbeimmobilie wurde dann ein Investor gefunden, der auf dem bestehenden Grundstück dringend benötigte Wohnbebauung errichten will. Dies missfällt dem linken Stadtrat Lechner, da der Verkäufer des Grundstückes ja einen Gewinn machen könnte. Darauf belegt er das Grundstück mit seinem Bann mithilfe einer Veränderungssperre. Der Entwurf der renommierten Stadtplanerin Petzenhammer, das gesamte Gebiet südlich der Ludwig-Thoma-Straße in ein urbanes Gebiet umzuwandeln – mit dem damit verbundenen größeren Schutz der noch bestehenden Gewerbebetriebe – wird abgeschmettert. Aufgrund mehrerer Schallschutzuntersuchungen ist davon auszugehen, dass kein Gewerbetreibender das Risiko auf sich nehmen wird, sich dort anzusiedeln.

„Wir machen Gewerbe platt, eliminieren gewachsenes Gewerbe; das habe mit Stadtplanung nichts zu tun.“ Dies hätte sich der Stadtrat vor der Baugenehmigung der 18 Sozialwohnungen überlegen sollen, nicht erst dann, wenn das Kind mit dem Bad ausgeschüttet ist

Michael Thurm

Ostermünchen

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