Der geteilte Pater – Baltharaju Banda betreut Feldkirchen-Höhenrain-Laus und Bad Aibling

Pater Baltharaju Banda betreut ab September mit einer 60-prozentigen Stelle den Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus. Mit 40 Prozent bleibt er auch weiterhin den Bad Aiblinger Christen erhalten.
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Pater Baltharaju Banda betreut ab September mit einer 60-prozentigen Stelle den Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus. Mit 40 Prozent bleibt er auch weiterhin den Bad Aiblinger Christen erhalten.

Drei Pfarrstellen werden im September neu besetzt. Bruno Bibinger verlässt Tuntenhausen, wird Stadtpfarrer in Wasserburg. Seine Nachfolge tritt Pater Richard Basta an, der bislang im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus tätig war. Dieser wiederum wird künftig von Pater Baltharaju Banda betreut.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham/Bad Aibling – Abschied nehmen und den Neuankömmling begrüßen. Kurat Pater Richard Basta wechselt Anfang September nach Tuntenhausen (wir berichteten), Pater Baltharaju – in deutscher Sprache Balthasar – Banda von der Indian Missionary Society übernimmt nach Informationen des Erzbischöfliches Ordinariats München ab Mitte September zusätzlich den Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen spricht der50-jährige Inder über Vergangenes und über seine künftige Doppelaufgabe.

60 Prozent für die neue Gemeinde

„Noch bin ich zu 100 Prozent Pfarrer in St. Georg in Bad Aibling, ab Mitte September nur noch mit 40 Prozent“, blickt er voraus. „60 Prozent meiner Schaffenskraft werde ich in meinem neuen Bereich im Westen des Landkreises einbringen“, weiß er schon jetzt.

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Auf die Frage, wie diese wahre Herkulesaufgabe zu schaffen ist, scheint der Pater gewartet zu haben: „Ich habe diese schwere Herausforderung angenommen, denn Gott und die Gottesmutter haben mich noch nie verlassen und werden mir auch dieses Mal beistehen“, ist Pater Banda, wie er genannt werden will, überzeugt. Und auch auf sein eigenes Können könne er sich verlassen.

„Die ersten 13 Jahre in Deutschland waren nicht einfach: Andere Menschen, ihre eigene Mentalität, das im Gegensatz zu Indien ganz unterschiedliche Essen, die Kultur und Sprache – alles war anders und ich musste es kennenlernen“, sagt er und lacht dabei. Zu seinen neuen Erfahrungen zählte aber auch viel Alltägliches: „Heute kann ich selbstständig den Haushalt organisieren und aufräumen, kochen, meine Hemden und Hosen waschen und sogar bügeln.“

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Über seine neue 60-Prozent-Arbeitsstelle in Feldkirchen hat sich Banda schon viele Gedanken gemacht. Ob er ab Mitte September etwas ändern wird? „Erst einmal nicht. Ich will gut ankommen, dann die Leute kennenlernen, zunächst abwarten, mich umschauen und den für mich neuen Mitbrüdern und -schwestern zuhören, um zu erfahren, was sie bewegt. Dann sehen wir weiter“.

Dass die viele Arbeit in seinen beiden Wirkungsstätten nicht auf viele Schultern verteilt werden kann, bereitet ihm natürlich große Sorgen. „Zu Bad Aibling, Willing, Ellmosen, Mietraching, Thann und Berbling kommen jetzt noch Feldkirchen, Westerham, Höhenrain, Laus, Aschbach und Feldolling dazu.“ Dank sagen möchte der Pater dem Stadtpfarrer Georg Neumeier für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zu den Gründen für den akuten Priestermangel in Bayern wollte sich der Pater nicht äußern.

Christliche Wurzeln sind in Indien

Dass Banda seine Berufung zum Priesteramt erkannte, lag an den guten Voraussetzungen in seinem Heimatland Indien: „Der tiefe christliche Glaube in unserer Familie und im ganzen Dorf waren mitentscheidend für meinen Entschluss.“ Die Eltern von Pater Banda sind leider schon verstorben. „In der Heimat habe ich noch drei Schwestern und einen Bruder, die ich einmal im Jahr besuche“, erzählt er.

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Jetzt werden die Weichen für seine neue Tätigkeit im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus gestellt. „Am Mittwoch, 15. Juli, treffen wir uns zu noch anstehenden Entscheidungen und zu klärenden Fragen“, informiert Pater Banda und ergänzt: „Ich freue mich schon riesig auf meine neue Aufgabe.“

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