Georg Weigl wirft Hut in den Ring

Der faire Verlierer Siegfried Franke (rechts) gratulierte als erster dem Kandidaten zur Bürgermeisterwahl Georg Weigl. Foto  Lösch
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Der faire Verlierer Siegfried Franke (rechts) gratulierte als erster dem Kandidaten zur Bürgermeisterwahl Georg Weigl. Foto Lösch

CSU und Freie Wählergemeinschaft Tuntenhausen ziehen mit Georg Weigl ins Rennen, um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde. Bei den Kommunalwahlen im März wird er antreten und sich als Nachfolger von Otto Lederer bewerben. Bei der Versammlung setzte er sich gegen den Gegenkandidaten Siegfried Franke durch.

Tuntenhausen - Mit einem so großen Interesse hatten die Verantwortlichen von CSU und Freier Wählergemeinschaft für die Kandidatenaufstellung in Tuntenhausen nicht gerechnet und nur den kleinen Raum im Gasthaus "Zur Post" vorgesehen. Bei letztendlich 165 stimmberechtigten Bürgern musste aber dann in den großen Versammlungssaal im ersten Stock umgezogen werden.

Auch sonst lief nicht alles reibungslos bei der von Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner geleiteten Wahl zur Aufstellung eines Kandidaten für die Nachfolge des in den Landtag gewählten Bürgermeisters Otto Lederer. Aber nachdem der Ablauf der Kandidatenwahl endgültig festgelegt war, waren die meisten Hindernisse beseitigt.

Vorsitzender Franz Reil, übergab nach einigen einführenden Worten und der Bestätigung des vorgeschlagenen Wahlausschusses das Wort an CSU-Landtagsabgeordneten Stöttner. Danach konnten dann Kandidaten vorgeschlagen werden. Reil schilderte vorab die Suche nach einem geeigneten Bewerber, die bei der CSU begann, als Lederer mitteilte, dass er für den Landtag kandidieren wolle. Der stellvertretende Vorsitzende Hans Thiel ging dann nochmals ausführlich auf die Einzelheiten der Kandidatenauswahl ein, was offensichtlich erforderlich war, weil erstmals ein Kandidat zur Bürgermeisterwahl von der CSU unterstützt werden sollte der nicht Parteimitglied ist.

Er schlug Georg Weigl, der seit 2008 für die parteifreie Wählergemeinschaft Schönau und Umgebung im Gemeinderat sitzt, als Kandidaten vor. Als weiterer Kandidat wurde dann Siegfried Franke aus Tuntenhausen, langjähriges CSU-Mitglied, von Thomas Buchner nominiert.

Die beiden Kandidaten stellten sich daraufhin den Mitgliedern vor und warben um deren Stimmen. Da beide mit 53 beziehungsweise 51 Jahren beachtliche berufliche Werdegänge und einige Ehrenämter vorzuweisen hatten, hat wohl die kommunalpolitische Erfahrung von Weigl und die von ihm entwickelten Vorstellungen über den weiteren Weg der Gemeinde Tuntenhausen den Ausschlag dafür gegeben haben, dass er die Abstimmung mit 96 zu 66 Stimmen für sich entscheiden konnte.

Die CSU und Freie Wählergemeinschaft Tuntenhausen wird deshalb mit Weigl als Bürgermeisterkandidaten erstmals kein CSU-Mitglied zur Kommunalwahl am 16. März unterstützen. ol

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