Vier Fragen an

Georg Weigl. Bürgermeister.

von Tuntenhausen

Herr Weigl, haben sich die Wogen in Schönau nach der Aufregung um die Eröffnung des Hells-Angels-Clubheims wieder geglättet?

Ich würde schon sagen, dass sie sich einigermaßen geglättet haben. Der große Zauber ist jetzt wohl vorbei. Klar, ich werde immer wieder darauf angesprochen, die Menschen sind sensibilisiert, aber prinzipiell ist es so, dass wir alle die Sache einfach mal beobachten. Die Polizei kontrolliert ja auch fleißig. Das ist etwas, was man im Ort bisher gar nicht kannte: dass hier bei uns Polizeistreifen unterwegs sind.

Polizisten sieht man auf Schönaus Straßen. Wie schaut es mit den Bikern aus?

Mit Motorradtreffen als solches haben wir ja kein Problem. Aber wir sind froh, wenn die Hells Angels nicht kommen. Wir wollen das hier nicht, das haben wir auch bei der Informationsveranstaltung mit der Polizei deutlich zum Ausdruck gebracht.

Wie haben Sie die Reaktionen auf diese Informationsveranstaltung erlebt?

Die Veranstaltung war sehr wichtig. Man hat gesehen, dass ein riesiger Informationsbedarf seitens unserer Bürger da war. Aber ich denke, dass viele Ängste an diesem Abend abgebaut werden konnten. Auch die jetzige Präsenz der Polizei trägt zu einem beruhigenden Gefühl bei.

Sie hatten damals auch von Bemühungen des Vermieters gesprochen, das Mietverhältnis mit den Rockern wieder aufzulösen. Wissen Sie dazu etwas Neues?

Nein, davon habe ich bis jetzt nichts gehört, das liegt ganz in den Händen des Gebäudeeigentümers. Auch hier werden wir sehen, wie sich das entwickelt. Aber es ist natürlich schwierig, auf dem Land so eine Immobilie wie eine ehemalige Metzgerei zu vermieten beziehungsweise eine vernünftige Nutzung hineinzubringen. Aber ich hoffe, dass sich das doch etwas finden lässt.

Interview: Eva Lagler

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