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Insgesamt 1123 Betreuungsplätze

Müssen Kinder in anderen Gemeinden betreut werden? So ist die Situation in Bad Aibling

Für das kommende Kindergartenjahr ist die Stadt Bad Aibling mit Betreuungsplätzen gut ausgestattet.
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Genügend Platz in Kindergärten? Bad Aiblinger Sozialausschuss berät über Bedarf und Flüchtlingskinder

Wie viele Betreuungsplätze braucht die Stadt Bad Aibling für das kommende Kindergartenjahr? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Sozialausschuss. Welche Einrichtungsplätze zur Verfügung stehen und inwiefern ukrainische Flüchtlingskinder Einfluss auf die Pläne nehmen.

Bad Aibling – Als einen „eigentlichen Routinevorgang“ bezeichnete Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) die alljährliche Bedarfsplanung, was Kinderbetreuungsplätze in der Stadt angeht. Der Sozialausschuss beriet in seiner jüngsten Sitzung deshalb über genau dieses Thema und ging dabei auch auf neue Entwicklungen aufgrund ankommender Flüchtlingskinder aus der Ukraine ein.

Stadt entscheidet über örtlichen Bedarf

Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz sieht vor, dass die Stadt Bad Aibling regelmäßig darüber entscheidet, welchen örtlichen Bedarf sie unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Eltern und ihrer Kinder für eine kindgerechte Bildung, Erziehung und Betreuung sowie sonstiger bestehender schulischer Angebote anerkennt. Hierbei sind auch die Bedürfnisse von Kindern mit bestehender oder drohender Behinderung an einer wohnortnahen Betreuung in einer Kindertageseinrichtung zu berücksichtigen.

„Die Planungen decken sich mit dem letzten Jahr, es hat sich nichts geändert“, schob Bürgermeister Schlier gleich zu Beginn voraus. Für das Kindergartenjahr 2022/2023 sei man grundsätzlich sehr gut aufgestellt. „Insgesamt bieten die Einrichtungen 1123 Betreuungsplätze“, so Schlier. Diese teilen sich auf in 155 Kinderkrippenplätze, 647 Kindergartenplätze, 289 Kinderhortplätze beziehungsweise Mittagsbetreuungsplätze sowie 32 Tagespflegeplätze. Der Kostenanteil der Stadt Bad Aibling liegt hierfür bei rund 1,9 Millionen Euro.

137 „Gastkinder“ werden in Bad Aibling betreut

Bürgermeister Schlier sprach zudem das Thema „Gastkinder“ an. Demnach hätten 137 Kinder in Bad Aibling einen Betreuungsplatz, obwohl sie ihren Wohnsitz in anderen Gemeinden haben. Dagegen würden gerade einmal 37 Aiblinger Kinder in anderen Kommunen betreut.

Dennoch sei laut Stadträtin Petra Keitz-Dimpflmeier (SPD) klar, dass nicht jeder seinen Kindergartenplatz genau dort bekommt, wo er ihn haben will. Doch gerade weil es freie Plätze gibt, sei die Referentin für Schulen und Kindertagesstätten überrascht gewesen, dass etwa im Waldkindergarten zunächst 21 von 24 Plätzen frei geblieben sind. „Sind zu den vier mittlerweile noch mehr dazugekommen?“, wollte sie wissen.

„Gewisse Skepsis“ ob des Betreuungsansatzes

Auch Bürgermeister Schlier sei zunächst verwundert gewesen, dass nur so wenige Eltern einen dortigen Platz als Wunsch angegeben hatten. Offenbar herrschte ob des Betreuungsansatzes eine „gewisse Skepsis“. Nun seien allerdings noch sieben weitere Kinder hinzugekommen, so Schlier. Oftmals seien Elterngespräche im Vorfeld deshalb besonders wichtig.

Stadtrat Dieter Bräunlich (ÜWG) erkundigte sich indes nach den Flüchtlingskindern aus der Ukraine. „Sie sprachen von einer Punktlandung, was bedeutet, dass wir in Bad Aibling gut dastehen. Lässt sich aber eine Entwicklung durch die ukrainischen Kinder erkennen?“ Laut Schlier betreffe die Flüchtlingsentwicklung den Bereich der Kindergartenplätze noch sehr wenig.

Kindergartenplätze für Ukrainer?

„Hier sehen wir in erster Linie ein Problem in der Beschulung“, so der Bürgermeister. Er begründete dies mit der Schulpflicht, die für die Ukrainer nach drei Monaten eintritt. Für Kindergartenplätze gebe es dagegen kaum Anfragen. „Wenn eine Anfrage kommt, sind wir aber natürlich bemüht, einen freien Platz zur Verfügung zu stellen.“

Mit der Bedarfsplanung, welche die genannten Einrichtungsplätze vorsieht, zeigte sich das Gremium des Sozialausschusses insgesamt einverstanden. Die Räte empfahlen dem Stadtrat deshalb, den örtlichen Bedarfsplan für das kommende Kindergartenjahr zu beschließen und stimmten mit 11:0 Stimmen einstimmig dafür.

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