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Gemeinschaftshaus für Berbling: Ein Dorf braucht einen Treffpunkt

Eva Lagler, Leitende Redakteurin Mangfall-Bote
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Eva Lagler, Leitende Redakteurin Mangfall-Bote
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An den Plänen zum Berblinger Dorfgemeinschaftshaus scheiden sich einige Geister. Doch hat der Stadtrat letztlich grünes Licht gegeben. Die richtige Entscheidung, denn ein Dorf braucht einen Treffpunkt, findet Eva Lagler, Leitende Redakteurin des Mangfall-Boten, in ihrem Kommentar zur Rats-Debatte .

Es ist wahrlich eine enorme Gratwanderung für die Stadt: Das Großprojekt „Schulhausneubau“ mit einem Eigenanteil von rund 25 Millionen Euro überlagert (auch ohne die erwartbaren Mindereinnahmen aufgrund der Coronakrise) den kompletten Spielraum, den man bei Planungen überhaupt noch hat. Hier sind die Kommunalpolitiker ganz klar in der Pflicht, jede freiwillige Leistung doppelt und dreifach auf den Prüfstand zu stellen. Den Vorwurf, der Stadtrat sei in Sachen Dorfgemeinschaftshaus nicht immer auf dem aktuellen Stand gehalten worden, müssen sich die federführenden Verantwortlichen wohl gefallen lassen.

So soll der neue Treffpunkt für die Berblinger aussehen

Gleichwohl ändert das nichts an der Tatsache, dass Berbling dieses Dorfgemeinschaftshaus dringend braucht. Gerade eben weil es dort schon seit Jahren kein Wirtshaus mehr gibt und sich das Vereinsleben teils sogar in andere Ortschaften verlagern musste. Ohne einen zentralen Treffpunkt für gemeinschaftliche Aktivitäten ist es kaum möglich, ein vernünftiges gesellschaftliches Leben aufrecht zu erhalten. Doch genau das ist es, was unsere Dörfer ausmacht. Wenn es nach den Unmutsäußerungen jener Berblinger, die sich über mangelnde Information beschweren, gelänge, durch gemeinsames Weiterarbeiten an dem Projekt doch ein wenig zusammenzurücken, wäre auf dem Weg dorthin schon etwas gewonnen.

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