Einstimmiger Beschluss

Gemeinderat Tuntenhausen: 23 neue E-Screens für die Schulen

Alte Tafeln wie diese, vor der hier die Ostermünchner Konrektorin Birgit Decker unterrichtet, gehören in den Schulen der Gemeinde Tuntenhausen bald der Vergangenheit an. Jetzt werden E-Screens – also interaktive Tafeln – angeschafft.
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Alte Tafeln wie diese, vor der hier die Ostermünchner Konrektorin Birgit Decker unterrichtet, gehören in den Schulen der Gemeinde Tuntenhausen bald der Vergangenheit an. Jetzt werden E-Screens – also interaktive Tafeln – angeschafft.

Mit großen Schritten werden die Schulen in der Gemeinde Tuntenhausen immer digitaler: Nach 40 Laptops für Ostermünchen werden nun noch 26 Tablets (leihweise) und sechs Laptops für Schönau sowie 23 E-Screens angeschafft.

Tuntenhausen – Über die künftige Ausstattung zur Digitalisierung der Schulen unterhielt sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung in einer lebhaften Debatte. Fazit: Interaktive Tafeln, sogenannte E-Screens, werden sofort angeschafft – Tablets zu einem späteren Zeitpunkt.

„Der Staat nimmt zurzeit viel Geld in die Hand für die Digitalisierung unserer Schulen“, meinte Bürgermeister Georg Weigl eingangs der Beratungen. Drei Förderprogramme stünden dafür zur Verfügung. Aus dem Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer wurden für die Schule in Ostermünchen kürzlich bereits 40 Tablets angeschafft.

Sechs Laptops für die Schule in Schönau

Aus der noch freien Fördersumme werden für die Schönauer Schule sechs Laptops beschafft. Aus dem Sonderbudget Leihgeräte (maximale Förderung hier 7930 Euro, kein gemeindlicher Eigenanteil) ordert man für die Schule Schönau noch weitere 26 Tablets.

Zu erörtern war dann vor allem das dritte Förderprogramm, die Digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen (maximal 149.317 Euro Förderbetrag, Eigenanteil der Gemeinde zehn Prozent). Wie Weigl erläuterte, habe man hier aufgrund der technischen Komplexität der Beschaffungen und der vielen technischen Details in den Förderrichtlinien die Firma Poscimur aus Schwabach mit der Beratung und Betreuung des Beschaffungsvorganges eingeschaltet. „Die dafür entstehenden Kosten sind förderfähig.“

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Zusammen mit der Firma fanden an den Schulen auch schon Ortstermine zur Bedarfsabklärung statt. Dabei ergaben sich laut Weigl folgenden Zahlen für eine „optimale“ Ausstattung: Grundschule Schönau: sechs E-Screens und 50 Tablets jeweils mit Zubehör. Kosten zusammen 91.444 Euro. Grund- und Mittelschule Ostermünchen: 17 E-Screens und 88 Tablets mit Zubehör. Kosten: 196.401 Euro.

Zahlenspiele rund um die Anschaffung

Mit der Anschaffung der E-Screens sind laut Weigl die förderfähigen Kosten allerdings bereits ausgeschöpft. Die Gemeinde müsste hier 37.129 Euro zusätzlich aufbringen. Bei einer Komplettbeschaffung würde das die Gemeinde 138.528 Euro zusätzlich kosten.

„Wir haben das mit den beiden Schulleiterinnen besprochen“, meinte Weigl. Man wolle vorerst nur die E-Screens ordern. „Bei weiteren Förderprogrammen im kommenden Jahr können wir dann die restlichen Tablets anschaffen.“ Zumindest für zwei Klassen stehe beiden Schulen bereits jetzt eine entsprechende Tablet- Ausstattung zur Verfügung.

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„Wir müssen auch auf die laufenden Kosten schauen“, meinte Andreas Gigglinger (CSU/FWG). Ob alle Klassenzimmer dann E-Screens haben, wollte Johann Stürzer (CSU/FWG) wissen – was Weigl bejahte. Das Strecken der Anschaffung der Tablets auf 2021 fand Anton Messerer (FWG Beyharting) gut. Was mit den alten Whiteboards an der Schönauer Schule geschieht, wollte Josef Friesinger (PF Schönau) wissen. „Die werden nach wie vor verwendet“, meinte Weigl.

Heuer keine Probleme mit den Einnahmen

Ob der Haushalt diese Investitionen hergibt war die Frage von Josef Bodmaier (WG Hohenthann). „2020 haben wir bisher noch kein Einnahmenproblem“, meine dazu der Bürgermeister. Die Lage im Jahr 2021 könne schwer eingeschätzt werden. Mit 21:0 Stimmen beschloss der Gemeindrat letztlich, zur Gestaltung des digitalen Unterrichts für die Schule Schönau sechs und für Ostermünchen 17 E-Screens zu beschaffen. Die Tablets werden gegebenenfalls später angeschafft.

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