TUNTENHAUSEN

Gemeinderat entscheidet über Straßensanierungen: 200.000 Euro für das Nötigste

Der Radweg zwischen Jakobsberg und Fischbach soll auf 225 Metern saniert werden. Eventuell könnte auch dieser kleine Anstieg noch mit ausgebessert werden.
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Der Radweg zwischen Jakobsberg und Fischbach soll auf 225 Metern saniert werden. Eventuell könnte auch dieser kleine Anstieg noch mit ausgebessert werden.
  • Kathrin Gerlach
    vonKathrin Gerlach
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200.000 Euro plant die Gemeinde Tuntenhausen in diesem Jahr wieder für die dringlichsten Straßensanierungen ein. Die Prioritätenliste wurde jetzt im Gemeinderat verabschiedet. Mit der Maßgabe, dass das Geld, das übrig bleibt, für den Verbindungsweg zwischen Jakobsberg und Fischbach verwendet wird.

Tuntenhausen – Eigentlich ist die Verbindung von Jakobsberg/Kronbichl nach Fischbach nur ein gemeindlicher Feld- und Radweg. Doch Radfahrer, die von Beyharting kommend links Richtung Jakobsberg abbiegen und dann kurz nach Kronbichl und unmittelbar vor dem Wald rechts gen Fischbach wollen, finden hier eine ziemlich holprige Strecke vor.

Radweg muss sicherer werden

Der Weg gehört der Gemeinde, müsste als Feldweg aber eigentlich von den Anliegern instand gesetzt werden. Da er aber als offizieller Radweg ausgeschildert ist, kommt hier wieder die Gemeinde ins Spiel. Mit den Landwirten, die die anliegenden Felder bewirtschaften, fand sich ein Kompromiss: „Die Landwirte übernehmen das Bankett, wir den Straßenbelag“, informierte Bürgermeister Georg Weigl den Gemeinderat. Da dies der einzige als Radweg ausgeschilderte Feld- und Waldweg in der Gemeinde sei, schaffe man keinen Bezugsfall.

Sanierung vorerst auf 225 Metern

Was ist geplant: Von der Gemeindeverbindungsstraße aus soll auf einer Länge von 225 Metern der bestehende Straßenbelag abgefräst, die Sanierungsfläche gereinigt und vorbehandelt werden. Dann wird eine Tragdeckschicht von acht Zentimetern aufgebracht. Entlang der neu eingebauten Asphaltdecke gleichen die Landwirte den Bankettbereich dann mit einem verdichtungsfähigen Mineralstoffgemisch an. Geschätzte Kosten für die Gemeinde: 27 500 Euro.

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Da von den für alle zehn geplanten gemeindlichen Sanierungsmaßnahmen eingeplanten 200 000 Euro schon in der jetzigen Planungsphase 11 600 Euro übrig bleiben werden, versprach der Bürgermeister, diese ebenfalls für den Radweg einzusetzen. Denn wie der Beyhartinger Gemeinderat Dionis Schweiger anmerkte, sei es wichtig, den Radweg auch aus Richtung Fischbach zu sanieren – wenigstens bis zum Erdbeerfeld. Denkbar wäre es nach Vorstellungen der Verwaltung aber auch, das jetzt geplante Teilstück um 50 oder 100 Meter zu verlängern und die Fischbacher Seite dann in den kommenden Jahren einzuplanen. Die Gesamtlänge des Radweges von Jakobsberg nach Fischbach beträgt 1,5 Kilometer.

Die Antersberger Straße führt von Weiching nach Bach. Sie wird mit einem speziellen Verfahren instand gesetzt. Die Gemeinde plant dafür 93500 Euro ein. Die Arbeiten beginnen dort, wo der asphaltierte Weg in einen Feldweg übergeht. Gerlach

Feldweg von Weiching nach Bach

Das mit Kosten von 93 500 Euro größte Vorhaben der Gemeinde Tuntenhausen ist die Sanierung der Antersberger Straße zwischen Weiching und Bach – ebenfalls ein Feldweg. Die Arbeiten beginnen dort, wo der asphaltierte Bereich in den Feldweg übergeht. Hier werden auf einer Länge von 810 Metern 30 Zentimeter des Belages abgefräst, aufgelockert, mit einem Gemisch aus Zement und Nanopolymer vermengt und wieder eingewalzt und verdichtet. Die Gemeinde hat mit diesem Bearbeitungsverfahren bereits am Fuchsberg gute Erfahrungen gesammelt. Die Arbeiten an der Straße werden höchstens zwei Tage in Anspruch nehmen. Da es sich hier um ein spezielles Verfahren handelt, wird die Sanierung der Antersberger Straße als Einzellos ausgeschrieben.

Gebaut wird von April bis Oktober

Alle anderen neun gemeindlichen Sanierungsmaßnahmen werden in einem Los ausgeschrieben. Sie sollen in die Hand eines Unternehmens gelegt werden. Die Verwaltung bereitet derzeit die Ausschreibungsunterlagen vor. Am 5. Februar erfolgt die Ausschreibung, am 9. März ist die Submission geplant. Die Bauarbeiten finden – abhängig von den Terminen der beauftragten Firma – zwischen Ende April und Mitte Oktober statt.

Neun weitere Straßensanierungen werden in diesem Jahr in Angriff genommen

Gehwegverbreiterung an der Fritz-Schäffer-Straße Ostermünchen: 20 Meter Länge, Ausbau des Asphaltdeckenbelags, Feinplanie auf vorhandener Kiesschicht, Einbau einer zweilagigen Asphaltdecke von 13 Zentimetern Stärke, Voraussichtliche Kosten: 4600 Euro.

Asphaltdeckensanierung im Bereich des Buchfeldweges in Ostermünchen: 35 Meter, Asphaltdeckenbelag wird abgefräst, Einbau einer Asphaltfeinschicht von vier Zentimetern, Kosten: 4300 Euro.

Asphaltdeckensanierung an der Eichenstraße 5 und 12 in Schönau: Ausbesserung von Schadstellen, Fällung einer Eiche, um Schäden durch das Wurzelwerk künftig zu verhindern, Ersatz der Kiesschicht durch eine neue Frostschutzschicht, Asphalt- und Pflasterarbeiten, Kosten: 6300 Euro.

Asphaltdeckensanierung an der Ortsstraße in Antersberg: 16 Meter, Ausbau alter Asphaltdecke, Einbau neuer Asphaltschicht mit einer Stärke von vier Zentimetern, Angleichung der Bankettbereiche, Kosten: 4700 Euro.

Asphaltdeckensanierung an den bestehenden Wasserschiebern am Haus 9 in Maxlrain: Ausbesserungen auf einer Fläche von 1 x 1,50 Meter, Wasserschieberkappen werden ausgebaut und durch neue höhenverstellbare Schieberkappen ersetzt, Kosten: 1400 Euro.

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Schadstellenasphaltierung im Ortsteil Haus, an der Zufahrt zu Haus 11: Oberflächenwasser läuft hier nicht ab, sondern aufs Grundstück, Abfräsen des Belages, Neuasphaltierung und Einbau einer Asphaltwulst als Wasserführung, Kosten: 3700 Euro.

Straßenasphaltierung im Ortsbereich von Fischbach:55 Meter, stark beschädigter Asphaltbelag wird komplett ausgebaut, teerhaltiges Material gesondert aufgenommen und entsorgt, Feinplanie auf der vorhandenen Frostschutzschicht, Einbau einer Asphaltdeckschicht von zehn Zentimetern, Angleichung der Wasserschieberkappen und Kontrollschächte, Einbau einer 30 Meter langen Asphaltwulst zur Wasserführung, Angleichen der Bankette, Kosten: 17 500 Euro.

Asphaltdeckensanierung an der Verbindungsstraße von Schönau nach Oed: 180 Meter, Abfräsen des Straßenbelags, Aufbringen einer neuen Tragdeckschicht von zehn Zentimetern, Angleichen der Bankettbereiche, Schächte und Wasserschieberkappen, Anschluss der angrenzenden Straßen und Grundstücke, Kosten: 21 000 Euro.

Randstreifenasphaltierung im Birkenweg 9 in Ostermünchen: Ausbesserung von Schadstellen –private Baumaßnahme, die die Gemeinde auf Wunsch mit übernimmt, die aber privat finanziert wird, Kosten: 3900 Euro.

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