Gemeinde gibt Machbarkeitsstudie für Schwimmbad in Feldkirchen in Auftrag

Hoffnungsschimmer: Wäre für das ersehnte Naturschwimmbad möglicherweise in der Schwaig bei Feldolling ein geeigneter Platz? Dort ist auch das Einlassbauwerk für das Hochwasser-Rückhaltebecken vorgesehen. Merk

Ein Naturschwimmbad in Feldkirchen wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Zumindest in nächster Zeit. Ein Hoffnungsschimmer aber bleibt: Die Erstellung einer Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat mit 16:5 Stimmen befürwortet.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Beantragt hatte sie Josef Kammerloher (Pro Bürger) auch im Namen der Ratsmitglieder Elisabeth Spielmann (Grüne) und Heinz Oesterle (SPD).

Eingeschlafenes Thema wachgerüttelt

Kammerloher schreibt an die Gemeinde, dass das Thema „Schwimmbad/Naturschwimmbad“ wieder eingeschlafen sei, „obwohl es bei den Gemeinderatswahlen vor sechs Jahren von fast allen politischen Parteien und Gruppierungen angesprochen worden war“. In seinem schriftlichen Rückblick erinnert Kammerloher auch daran, dass schon 2015 ein Projekt-Ausschuss „Schwimmbad“ mit eben diesen drei, jetzt wieder genannten Befürworten initiiert worden sei. +++

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+++„Obwohl eine große Mehrheit den Wunsch für ein Schwimmbad mittrug, blieb es bei einem Workshop im März 2016“. Und weiter erinnert Josef Kammerloher daran, dass die Mehrheit sich damals für einen Standort „nahe der Schule“ aussprach. Der Feldkirchner Pro Bürger-Rat erinnert daran, dass „vor weiteren Überlegungen die Raumwiderstandsanalyse für die Umgehungsstraße abgewartet werden sollte“. Und weiter: „Diese Bestandsaufnahme liegt nun vor, das heißt, dass damit die reservierten Flächen für die möglicherweise in Frage kommende Umgehungsstraße jetzt jedem bekannt sein müssten.“ Das Projekt „Schwimmbad“ wurde auch im Gemeinderat als einerseits „absolut wünschenswert“ bewertet und andererseits aus verschiedenen Gründen als „derzeit kaum machbar“ angesehen.

Probleme scheinen unüberwindbar

Martin Faltlhauser (Pro Bürger) betonte mit Nachdruck, wie wichtig es sei, dass alle Kinder wieder das Schwimmen lernten, dazu aber auch die Gelegenheit bekommen müssten. Grundsätzlich derselben Ansicht ist auch Günther Rutz (CSU), der aber fast unüberwindbare Probleme und Schwierigkeiten auf die Gemeinde zukommen sieht: „Der von Kammerloher angedachte Standort ist ungeeignet, die Vorschriften und Auflagen in Bezug auf Sicherheit wären sehr hoch, die erforderliche Wasserqualität müsste gewährleistet sein, auch die Beaufsichtigung, kurzum alles zusammen muss genau und auf längere Sicht überlegt werden.“

Für Bürgermeister Hans Schaberl würden konkrete Überlegungen erst dann einen Sinn machen, wenn ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stünde. Dennoch: Die Erstellung einer Machbarkeitsstudie wurde vom Gemeinderat mit 16:5 Stimmen in Auftrag gegeben.

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