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REKORD-INVESTITIONSPROGRAMM

Gemeinde Feldkirchen-Westerham investiert bis 2024 mehr als 47 Millionen Euro

Der neue Bauhof in Feldolling ist Bestandteil des Investitionsprogrammes der Gemeinde. Er kostete insgesamt 4,8 Millionen Euro und wurde 2020 mit einer Ausgabe von 470.000 Euro abgeschlossen.
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Der neue Bauhof in Feldolling ist Bestandteil des Investitionsprogrammes der Gemeinde. Er kostete insgesamt 4,8 Millionen Euro und wurde 2020 mit einer Ausgabe von 470.000 Euro abgeschlossen.
  • Kathrin Gerlach
    vonKathrin Gerlach
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Ein Rekord-Investitionsprogramm von 47,7 Millionen Euro hat die Gemeinde Feldkirchen-Westerham für die Jahre 2020 bis 2024 aufgestellt. Der Gemeinderat stimmte den Investitionen und der Haushaltssatzung für das aktuelle Jahr einstimmig zu. Alle Fraktionen hatten in den Vorberatungen einen Konsens gefunden.

Feldkirchen-Westerham – Kämmerer Johannes Lang präsentierte den Gemeinderäten ein ausgeglichenes Zahlenwerk mit einem Gesamtumfang von 35 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 25,5 Millionen Euro.

Nach den Steuerschätzungen des Statistischen Landesamtes kann die Kommune davon ausgehen, dass die Einnahmen aus der anteiligen Einkommenssteuer trotz der Corona-Pandemie stabil bleiben.

Die Bürger retten den Haushalt

Sie wurden mit 8,7 Millionen Euro veranschlagt. Zudem wird mit 6,5 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer gerechnet. Nach einem Rekord-Jahr 2019 mit Einnahmen von 8,9 Millionen Euro zeigt die Corona-Krise hier deutliche Auswirkungen.

2020 betrugen die Steuereinnahmen 7,2 Millionen Euro. In diesem Jahr wird mit 6,5 Millionen gerechnet – also mit 2,4 Millionen Euro weniger als noch vor zwei Jahren. Die Gemeinde muss allerdings auch eine Gewerbesteuerumlage abführen. Diese beträgt in diesem Jahr voraussichtlich 571 .000 Euro.

Schlüsselzuweisungen erhält die Kommune aufgrund ihrer Finanzkraft nicht. Dafür muss sie eine Kreisumlage von 6,8 Millionen Euro zahlen – diese ist der zweitgrößte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt. Die Kreisumlage erhöht sich von Jahr zu Jahr. Lag sie 2010 noch bei fünf Millionen Euro, stieg sie in zehn Jahren um 35 Prozent (1,76 Millionen Euro) auf 6,76 Euro (2020) und liegt aktuell bei 6,8 Millionen Euro.

Der größte Ausgabe-Posten im Verwaltungshaushalt sind mit 8,1 Millionen Euro die Personalkosten. Davon fallen 4,9 Millionen Euro in der Verwaltung an und 3,2 Millionen Euro in den Kindereinrichtungen.

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Zum Vermögenshaushalt können in diesem Jahr nur 630.000 Euro zugeführt werden – der geringste Betrag in den vergangenen acht Jahren. 2019 betrug die Zuführung noch 7,1 Millionen Euro, ein Jahr zuvor 6,3 Millionen Euro. Der aktuelle Vermögenshaushalt umfasst insgesamt 9,5 Millionen Euro.

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt in der Gemeinde 346 Euro und konnte damit seit 2018 weiter abgebaut werden. Damals lag sie bei 481 Euro pro Einwohner.

Der Gemeinderat beschloss die Haushaltssatzung einstimmig. Diese definiert die Hebesätze für Grundsteuer A und B jeweils mit 330 von Hundert sowie die Gewerbesteuer mit 380 von Hundert. Der Höchstbetrag für Kassenkredite wurde auf 600.000 Euro beschränkt.

Eckpunkte des Investitionsprogrammes für die Jahre 2020 bis 2024

• Das Investitionsprogramm der Gemeinde für die Jahre 2020 bis 2024 umfasst 47,7 Millionen Euro. Zu den größten Investitionen gehört die Gestaltung der Ortsmitte mit der Erweiterung und Sanierung der Bücherei. Dafür sind in diesem Jahr 900.000 Euro und im kommenden Jahr 750.000 Euro eingeplant.

• Am Mareisring soll eine Kindertagesstätte für vier Gruppen entstehen. Dafür wurden für dieses Jahr eine Million, für das kommende Jahr drei und für 2023 weitere 3,5 Millionen Euro eingeplant.

• Der Zuschuss zum Neubau des Katholischen Kindergartens in Feldkirchen lag im vergangenen Jahr bei 900.000 Euro und wird für dieses Jahr mit 600.000 Euro eingeplant.

• Der Neubau des Hochbehälters in Aschbach kostet insgesamt 2,5 Millionen Euro, davon sind 700.000 in diesem Jahr vorgesehen.

• Für den Neubau des Wertstoffhofes sind in diesem Jahr 762.000 Euro und im kommenden Jahr 1,2 Millionen Euro eingeplant.

• Für den Breitbandausbau gibt die Gemeinde in diesem Zeitraum zwei Millionen aus.

• Für die Kanalsanierung stehen in diesem Jahr 356.000 Euro zur Verfügung, in den Folgejahren jeweils 200.000 Euro.

• Die Sanierung der gemeindlichen Straßen wird mit 297.000 Euro vorangetrieben und in den kommenden Jahren jeweils mit 250.000 Euro.

• Für den Ausbau der Aiblinger Straße sind im Finanzplan mehr als drei Millionen Euro eingeplant. Die Mammutausgaben stehen ab 2022 an.

• Der Mangfallsteg schlägt sich mit Planungskosten nieder: Heuer 45.000 Euro, in den kommenden beiden Jahren insgesamt 765.000 Euro.

• Der Hochwasserschutz in der Gemeinde spielt auch in den nächsten vier Jahren ein Rolle. Für Dämme am Kellerberg, Abschnitte am Feldkirchener Bach, Klingerbach und Asterbach sowie das Hochwasserrückhaltebecken zur Leiten und die Erweiterung des Beckens in der Glonner Straße sind über die Jahre insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro eingeplant.

• Das Projekt „Fernwärme aus Industriewärme“ schlägt in den kommenden Jahren mit 2,6 Millionen Euro zu Buche.

Kämmerer Johannes Lang verlässt Feldkirchen-Westerham

Mit dem aktuellen Haushalt und Investitionsprogramm verabschiedete sich Kämmerer Johannes Lang nach sechs Jahren aus der Verwaltung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Der Diplomverwaltungswirt ist seit dem 1. Januar als Geschäftsleitender Beamter in der Gemeinde Riedering tätig und war noch bis zum 28. Februar für die Haushaltsplanung nach Feldkirchen-Westerham abgeordnet.

Kämmerer Johannes Lang hat sich aus der Gemeindeverwaltung Feldkirchen-Westerham verabschiedet.

Fraktionsübergreifend dankten ihm die Gemeinderäte für seine Arbeit. Er hatte nicht nur in drei Sondersitzungen den Haushalt erläutert, sondern den Neulingen im Gemeinderat mit Schulungsveranstaltungen auch das Abc der Haushaltsplanung erläutert.

Noch gibt es keinen Nachfolger für Lang. Die Stelle ist derzeit zum zweiten Mal ausgeschrieben. Wie Geschäftsleiterin Ines Bertozzi informierte, gab es bereits Vorstellungsgespräche. Bislang sei die oder der Richtige aber noch nicht gefunden worden. Dennoch sei die Finanzverwaltung derzeit bei der stellvertretenden Kämmerin Andrea Schnofl in guten Händen.

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