Geldsegen für Gemeindemitarbeiter

Rund 170 000 Euro pro Jahr kostet die Kommune die „Großraumzulage München“. dpa
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Rund 170 000 Euro pro Jahr kostet die Kommune die „Großraumzulage München“. dpa

Feldkirchen-Westerham – Die rund 35 Kilometer entfernte Landeshauptstadt München strahlt in finanziellen Belangen auch in die westlichste Gemeinde des Landkreises Rosenheim aus.

Mit den im Titel „Großraumzulage München“ zusammengefassten Zahlen und Summen hat sich der Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderat jetzt in seiner jüngsten Sitzung auseinandergesetzt – und letztlich einem Zuschlag von 35 Prozent zugestimmt.

Worum ging es? Sollen die in der Gemeinde angestellten Tarifbeschäftigten und Auszubildenden –  Beamte ausgeschlossen –  zu ihrem Lohn noch eine sogenannte München-Zulage bekommen, wie es der Kommunale Arbeitgeber-Verband Bayern im Sommer des vergangenen Jahres beschlossen hat?

Kostenschon aufgelistet

Das Hauptamt des Rathauses hatte in der Sitzungsvorlage die bei einer möglichen Befürwortung für die Gemeinde dann anfallenden Kosten schon aufgelistet.

Der Vorschlag mit 100 Prozent hätte die Gemeinde jährlich 492 000 Euro gekostet. Offenbar erschien dem Gemeinderat dieser zusätzliche Arbeitgeberaufwand zu hoch, er wurde erst gar nicht diskutiert.

Franz Bergmüller (Pro Bürger) und Anton Kammerloher (CSU) übersprangen gewissermaßen den nächstliegenden Vorschlag mit 50 Prozent und machten sich für die zunächst gar nicht vorgesehene Position 35 stark.

Dem 50-prozentigen Vorschlag gab als Erste Elisabeth Spielmann (Grüne) das Wort, dann folgten ihr Bürgermeister Hans Schaberl, sein Stellvertreter Martin Oswald (Pro Bürger) und die SPD-Räte Heinz Oesterle und Erhard Passauer.

Sie konnten sich aber nicht durchsetzen und mussten sich der Mehrheit beugen. Einstimmig beschlossen wurde dann ein 35-prozentiger Zuschlag. Jährliche Lohn-Mehrkosten für die Gemeinde rund 170 000 Euro.

Die Zulage gibt es rückwirkend ab 1. Januar 2020 – befristet ist sie nach Angaben der Gemeindeverwaltung bis 31. Dezember 2021.

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