Geldsegen fürs Aiblinger Heimatmuseum - Nach kurzer Öffnung im September folgt Umgestaltung 

Die Restaurierungs-Experten (von links) Andreas und Susanne Scheuch sowie Gabriele Unruh haben noch alle Hände voll zu tun. baumann

Die Dachsanierung des Heimatmuseums einschließlich sonstiger baulicher Maßnahmen ist abgeschlossen. Im Gebäude laufen aber noch Restaurierungsarbeiten, die von den Münchener Konservierungs- und Restaurierungsexperten Andreas und Susanne Scheuch und Gabriele Unruh ausgeführt werden.

Bad Aibling – So werden an verschiedenen Exponaten unter anderem Holzteile neu verleimt, Reinigungen vorgenommen, Goldbeschichtungen verfestigt, störende Fehlstellen retuschiert und Vitrinen neu ausgelegt.

60 000 Euro von Landesstiftung für Denkmalpflege

„Andreas Scheuch und sein Team sind ein Glücksgriff für das Heimatmuseum“, betont Dr. Wolfgang Bloch, Zweiter Vorsitzende des „Historischen Vereins“. „Einige Ausstellungsstücke werden ins Depot wandern, die damit zusammenhängende Platzfrage ist jedoch noch nicht endgültig geklärt“, berichtet Museumsleiter Hans Michael Stratbücker.

Abgeordneter Klaus Stöttner (rechts) übergab für den Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung einen Scheck über 60000 Euro fürs Heimatmuseum an Bürgermeister Stephan Schlier (links) und Landrat Otto Lederer.

Was die Kosten für die Sanierung angeht, gab es jetzt frohe Kunde – gleich in mehrfacher Hinsicht. Von der Bayerischen Landesstiftung für Denkmalpflegeerhalten die Stadt Bad Aibling und der Landkreis Rosenheim für die gemeinsame Maßnahme 60 000 Euro. Den symbolischen Scheck übergab Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner an Landrat Otto Lederer und Bürgermeister Stephan Schlier.

 „Das Heimatmuseum bekam mehr als einen neuen Anstrich“, erklärt der Rathauschef und ergänzt: „Wir wollen, dass das Gebäude neu strahlt und unsere Historie an diesem Ort lebendig bleibt.“ „Wir brauchen Orte, die unsere kulturelle Geschichte sichtbar und erlebbar machen“. Der Parlamentarier zeigte sich zufrieden, dass es gelungen sei, bei der Landesstiftung Mittel zu akquirieren. „Damit unterstützt der Freistaat dieses tolle Vorhaben.“

Finanzielle Unterstützung von der Regierung von Oberbayern

Finanzielle Unterstützung hatte bislang auch die Regierung von Oberbayern geleistet. Als weitere Sponsoren konnten die „Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim“ und die „Ernst-von-Siemens-Kunststiftung“ gewonnen werden. Dr. Wolfgang Bloch zufolge plant das Heimatmuseum eine Vernissage, bei der in Anwesenheit von Landrat Otto Lederer die Leistung der Sponsoren gewürdigt werden soll.

„Die „Schwarzkuchl“ ist schon komplett restauriert“, freut sich Museumsleiter Hans Michael Stratbücker. Die Exponate sind schon wieder eingeräumt und geben ein beeindruckendes Zeitzeugnis ab.

Anschließend ist eine Wiedereröffnung des Museums an den vier darauffolgenden Wochenenden geplant. „Allerdings nur temporär“, so Bloch. Danach soll es für die Umgestaltung des Erdgeschosses schließen. „Da derzeit an einem Konzept der Darstellung der Geschichte des Altlandkreises gearbeitet wird“, erläutert Dr. Bloch. Ist alles fertig, soll es wieder öffnen.

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