Gegen den Stillstand

Rund 200 Bürger kamen ins Schützen- und Trachtenheim in Westerham, um sich über die möglichen Trassen zu informieren. Merk
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Rund 200 Bürger kamen ins Schützen- und Trachtenheim in Westerham, um sich über die möglichen Trassen zu informieren. Merk

Feldkirchen-Westerham –  Volles Schützen- und Trachtenheim in Westerham: Etwa 200 Bürger wollten wissen, ob Feldkirchen vom Straßenverkehr mit Hilfe einer Umgehungsstraße entlastet werden könnte.

Aber was ist möglich? Die Umgehung zwischen Feldkirchen-Wes terham, die sogenannte Eichberg-Variante? Tunnellösung direkt durch den Ort oder durch die nördliche Hangbebauung?

Entscheidung liegtbei Behörden

Das „Bürgerforum zur Verkehrsplanung von Feldkirchen und Westerham“ hatte ein umfangreiches und anschauliches Bildmaterial zusammengestellt und den Besuchern detailliert erläutert. Schnell zeigte sich wie weit Wunsch und Machbarkeit auseinander liegen. Die von einigen Seiten favorisierte Straße zwischen Feldkirchen und Westerham wurde kategorisch abgelehnt.

Der Westerhamer Holger Baumgartner bezeichnete beide Ortschaften von der Einwohnerseite gesehen als „dominierende 3000er, die damit nicht auf alle Ewigkeit getrennt werden dürfen“. Die Tunnellösungen scheinen finanziell nicht machbar zu sein. Hintergrund: Die Planung wird vom Straßenbauamt erstellt und das sucht angeblich die preisgünstigste Lösung.

Hans Jehle, der zusammen mit Florian Geiger, Frank Eckstein, Vanessa und Kaspar Körner diese Bilderpräsentation zusammengestellt hatte, betonte mehrmals, dass den Besuchern lediglich eine Übersicht gezeigt werden sollte. „Jede Entscheidung obliegt dem Straßenbauamt und letztendlich dem Gemeinderat“, sagte Jehle. Welche das sein könnte, ist derzeit unbekannt.

Bürgermeister Hans Schaberl berichtete, dass im Straßenbauamt wegen personeller Engpässe mit der Planung noch gar nicht begonnen werden konnte. Um zu einer verträglichen Lösung zu kommen, würde er ein Gesamtkonzept für am besten halten. Das heißt, dass auch die an Feldkirchen-Westerham angrenzende Gemeinde Aying eingebunden werden sollte.

„Ob allerdings die Zusammenarbeit der Straßenbauämter Freising und Rosenheim möglich wäre, kann ich nicht sagen“, so Schaberl. Er weiß aber, dass ein Projekt dieser Bedeutung, noch dazu landkreisübergreifend, wahrscheinlich mehre Jahrzehnte auf sich warten ließe.

In diese Kategorie dürfte auch der Vorschlag eines Feldkirchners fallen: „Ab Aschbach über Buchberg, Aufham und Wertach und wieder zurück zur Staatstraße, 8,5 Kilometer, wäre machbar“, meinte er. Viele Bürger quittierten diesen Vorschlag mit Kopfschütteln.

Wie soll es weitergehen: „Wir müssen die Planungen vom Straßenbauamt abwarten und uns dann entscheiden“, sagte der Bürgermeister. „Und hellwach sein, dass wir nichts versäumen oder falsch machen.“

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