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Modenschau bei Mitgliederversammlung

Trend zu Second-Hand im Caritas-Laden „Zeile 28“ an der Aiblinger Kirchzeile

Hat für Kunden jeden Alters wirklich topmodische Kleidung zu absolut bezahlbaren Preisen: Anke Dörich von der „Zeile 28“ dem Secondhand-Laden der Bad Aiblinger Caritas.
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Hat für Kunden jeden Alters wirklich topmodische Kleidung zu absolut bezahlbaren Preisen: Anke Dörich von der „Zeile 28“ dem Secondhand-Laden der Bad Aiblinger Caritas.
  • VonJohannes Thomae
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Wer heute in Bad Aibling in der „Zeile 28“ Kleidung einkaufen geht, ist er auf der Höhe der Zeit. Nicht nur modisch, sondern auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit: Kleidung, die oft nur einige Male getragen wurde, wird so nicht einfach entsorgt, sondern dort verkauft.

Bad Aibling – Der Trend zu solchem Secondhand-Einkaufen ist da, nicht zuletzt bei jungen Leuten, doch der Zeile 28, geht es da wie jedem anderen neueröffneten Laden: die Leute, die dort einkaufen sollen, müssen erst mal wissen, dass es den Laden überhaupt gibt. Schließlich hat das Geschäft, das vom Caritas-Zentrum Bad Aibling betrieben wird, erst seit Juni 2020 geöffnet.

Karina Huber zeigt wie schick die Klamotten sind. Ehemalige Gardefrauen aus der Bad Aiblinger Faschingsgarde und der Tanzgruppe der Heufelder Pfarrei führten die Mode vor.

Sechs Monate wegen Corona geschlossen

Und auch das nur theoretisch, denn in dieser Zeit war der Laden coronabedingt sechs Monate zu. Dennoch scheint der Laden ein Erfolg zu werden, der Zulauf wächst seit diesem Frühsommer stetig, so Renate Bruckner vom Caritas-Zentrum.

Um hier noch ein bisschen nachzuhelfen, ist Mund-zu-Mund-Propaganda kein schlechtes Werkzeug und deshalb gab es auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Kuratoriums der Caritas eine kleine Modenschau. Das Kuratorium ist gewissermaßen der Aufsichtsrat des Caritas-Zentrums in Bad Aibling, die Mitgliederversammlung besteht aus Vertretern der katholischen Pfarreien und Verbände.

Das Gremium deshalb ein idealer Multiplikator und eine Modenschau ein ideales Demonstrationsmittel: Zu hören, dass es im Laden modische Sachen zu kleinen Preisen gibt, ist eines, das sozusagen „in echt“ vorgeführt zu bekommen, noch einmal ganz etwas anderes.

Großer Sprung für die Caritas

Man muss dazu auch wissen, dass die Zeile 28 für die Aiblinger Caritas ein großer Sprung gewesen ist. Bis vor eineinhalb Jahren gab es die Kleidung im Caritas-Zentrum selbst zu erwerben. Lager und „Verkaufsraum“ war dort eines und hatte das Ambiente einer Kleiderkammer: Eng, wenig Licht, keine Heizung – nichts wo man gerne einkaufen geht und ganz bestimmt kein Ort, an dem man Schönes und Schickes vermutet, das es natürlich auch damals schon gab.

Besonderer Unterschied

Das alles ist Vergangenheit, denn die Zeile 28 ist ein kleiner Laden. Mit dem einen besonderen Unterschied, dass alles, was dort angeboten ist, auch für den kleinen Geldbeutel bezahlbar bleibt. Das ist möglich, da die Caritas mit den Einnahmen aus dem Verkauf der gespendeten Kleidung nicht auf Gewinn aus ist – der Laden soll sich, so der Wunsch, durch die Verkäufe nach Möglichkeit nur selbst tragen, alles was darüber hinausgeht, fließt den Geldern zu, mit denen die Caritas ihre karitative Arbeit finanziert.

Nicole Schulze schiebt ihre Sonnenbrille herunter und trägt Pilli mit passendem Rock. Auch sie ist eine der ehemalige Gardefrauen aus der Bad Aiblinger Faschingsgarde und der Tanzgruppe der Heufelder Pfarrei.

Ehemalige Gardemädchen

Die Damen, die die Mode aus der Zeile 28 auf der Kuratoriumssitzung vorstellten, waren übrigens keine professionellen Modells, aber dennoch halb vom Fach: Es handelte sich um ehemalige Mitglieder der Bad Aiblinger Faschingsgarde und der Tanzgruppe der Heufelder Pfarrei, „Ex-ex-ex-ex-Gardemädchen“, wie Karina Huber, die die Truppe zusammengeholt hatte, scherzhaft meinte. Und Harald Petersen, der Kuratoriumsvorsitzende sagte dazu: „Was Abba mit seinem Revival kann, können die ehemaligen Gardefrauen schon lang.“

Jede Menge Kindermode

Nicht in der Modenschau zu sehen, aber dennoch wichtig für die Zeile 28 ist die Tatsache, dass es dort nicht nur Kleidung und Accessoires für Erwachsene, sondern auch jede Menge Kindermode sowie Spielsachen gibt und damit eine Angebotspalette, die wirklich Kunden jeden Alters ansprechen kann. Ein Einkaufserlebnis für die ganze Familie und für alle Aiblinger eben, ohne Zeitdruck und ganz bewusst auch auf die Möglichkeit hin angelegt, den einen oder anderen kleinen Ratsch abzuhalten.

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