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ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DER „SENDLINGER MORDWEIHNACHT“

Gebirgsschützenkompanie Aibling feiert die Segnung der Glocke für die Kapelle

Die Glockensegnung feierten die Aiblinger Gebirgsschützen mit den Abordnungen das Bataillons Inn-Chiemgau.
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Die Glockensegnung feierten die Aiblinger Gebirgsschützen mit den Abordnungen das Bataillons Inn-Chiemgau.

Bereits im Jahr 1984 errichtete die Gebirgsschützenkompanie Aibling die Kapelle unterhalb der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zum Gedenken an die Opfer der „Sendlinger Mordweihnacht“ von 1705. Seither fehlte eine Glocke. Diese wurde nun angeschafft und im Rahmen eines Gottesdienstes gesegnet.

Bad Aibling – Das Vorhaben schien aufgrund der üblicherweise hohen Kosten nahezu nicht durchführbar. Nun ging der lange gehegte Wunsch doch noch in Erfüllung. Die „treibende Kraft“ war dabei der derzeitige Leutnant Waffenmeister der Kompanie, Pascal Geiger. Er wusste von einer Firma in der Schweiz, die in der eigenen Gießerei hauptsächlich Türbeschläge für Kirchen, aber auch Glocken – wenn auch größtenteils Kuhglocken – gießen. Geiger nahm außerdem die Technische Universität München mit ins Boot, um das Logo in CAD aufzubereiten. Dank der Sonderkonditionen der Schweizer Firma an die Kompanie war auch die Finanzierung gesichert.

Schützen und Ehrengäste füllten die Kirche Mariä Himmelfahrt in Bad Aibling.

Zum Gottesdienst fanden sich nicht nur die Abordnungen der Kompanien des Bataillons Inn-Chiemgau mit Bataillons-Kommandant Hans Rucker und Ehrenhauhauptmann Anton Greimel in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ein. Auch Ehrengäste kamen zur Feier, darunter neben Bürgermeister Stephan Schlier und den Vorgängern Felix Schwaller und Dr. Werner Keitz auch stellvertretender Landrat Josef Huber und in Begleitung der Ehrenkompanie Raubling auch deren Dritter Bürgermeisterin Monika Marx.

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Kaplan Baltharaju Banda feierte den von der „Auer Musi“ musikalisch umrahmten Gottesdienst und segnete die Glocke sowie die Erinnerungsbänder, die Hauptmann Manfred Ortner und Oberleutnant Hermann Bogner an Abordnungen und Ehrengäste übergaben. Geiger schlug erstmals die Glocke an.

Die Nachbarn aus Raubling fungierten als Ehrenkompanie und nahmen Aufstellung zum Ehrensalut. Hecht

Anschließend gab es einen Festzug zur Kapelle. Dort wurde die Glocke an der von Christian Schönberger gefertigten Aufhängung befestigt. „Die Glocke wird nun nicht nur jeweils am zweiten Weihnachtsfeiertag um 10.30 Uhr geläutet, dem Zeitpunkt, an dem der letzte Oberlandler 1705 bei Sendling sein Leben lassen musste, sondern auch jedes Mal, wenn ein aktiver Schütze der Kompanie stirbt, am Tag dessen Beerdigung sowie an jedem Jahrtag zu Ehren aller verstorbenen Mitglieder“, erklärte Ortner. Unter dem von der Auer Musi intonierten Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“ hallte ein dreifacher Salut der Raublinger Kompanie vom Totenberg herunter über die Stadt.

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