Ganz besondere Weihnachtsgrüße: Bruckmühler Realschüler schreiben an einsame Menschen

Die Weihnachtskarten, die Maxi Grimm in den Händen hält, sollen einsamen und bedürftigen Menschen eine kleine Freude bereiten.
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Die Weihnachtskarten, die Maxi Grimm in den Händen hält, sollen einsamen und bedürftigen Menschen eine kleine Freude bereiten.

Das Team der Staatlichen Realschule Bruckmühl hat die Adventszeit für ein neues, kontaktloses soziales Miteinander genutzt. So schrieben die Schüler Weihnachtsgrüße, die in den nächsten Tagen mit den Weihnachtspaketen der Bruckmühler Tafel bedürftigen Menschen eine Freude bereiten werden.

Bruckmühl– Vieles ist nicht oder nicht so wie gewohnt möglich . Trotzdem versuchte das Team der Staatlichen Realschule Bruckmühl, mit verschiedenen Aktionen auch zu Corona-Zeiten Akzente zu setzen. Ganz egal, wie alt ein Kind ist – über einen Adventskalender freut es sich immer. Deshalb durften die Schüler an jedem Tag im Dezember ein Türchen ihres Adventskalenders öffnen, und hinter jedem verbarg sich eine besondere Überraschung der Schulfamilie.

„Dahinter versteckten sich verschiedene Aktionen, mit denen wir versucht haben, uns gegenseitig aufzubauen und Mut zuzusprechen“, erklärt Schulleiterin Andrea Ranner. Einmal sang die Klasse 6a für alle ein Weihnachtslied. „Ein Musiklehrer komponierte den Corona-Song, mit dem es ihm hoffentlich über kurz oder lang gelingt, das Virus zu vertreiben“, blickt Ranner voller Hoffnung auf die kommenden Wochen.

Jedes Wiedersehen macht jetzt Freude

Die Schüler durften einer Weihnachtgeschichte lauschen. „Und damit wir uns alle auch mal wiedersehen, wurden Weihnachtsbäume mit Fotokugeln in der Aula an die Fensterscheiben geklebt, damit endlich mal wieder unsere ganze große Schulfamilie sichtbar ist“, so Ranner.

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Da die Schüler in diesem Jahr auf ihren traditionellen Weihnachtsbasar verzichten mussten, bastelten sie mehr als 500 Weihnachtskarten und verkauften sie an Eltern, Familie und Freunde. Die Einnahmen kommen dem Förderverein zugute. Doch nicht nur das: Weihnachtskarten entstanden auch im Religionsunterricht der fünften, siebten und neunten Klassen. Diese sind für bedürftige Bruckmühler gedacht und werden von den Mitarbeitern der Tafel in die Weihnachtspakete gelegt, die in den nächsten Tagen verteilt werden. „Mit diesem Projekt erfuhren unsere Schüler, wie nah und unmittelbar Not und Einsamkeit in unserer Gesellschaft verankert sind“, betont die Schulleiterin.

Wie jedes Jahr haben die Bruckmühler Realschüler auch wieder Päckchen für den Johanniter-Weihnachts-Trucker gepackt, wenn diesmal aufgrund von Wechsel- und Distanzunterricht auch weniger Päckchen zusammenkamen.

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Dass das Miteinander in diesen Zeiten wichtig ist, zeigte auch die Nikolausaktion, bei der sich die Schüler gegenseitig so viele Nikoläuse wie noch in keinem anderen Jahr schenkten.

Ausbildungsberatung einmal ganz anders

Die neunten und zehnten Klassen bekamen virtuellen Besuch von den Ausbildung-Scouts der IHK. Das sind Botschafter, die von ihren Erfahrungen und Eindrücken in der dualen Berufsausbildung berichten. Zudem hatten die Schüler die Möglichkeit, direkt Fragen an Auszubildende zu stellen, denn an zwei Tagen haben die IHK-Ausbildungs-Scouts virtuelle Klassenbesuche für Präsenzklassen sowie für die Schüler im Homeschooling durchgeführt.

„Dieses Jahr hat uns gezeigt, dass die Schulfamilie trotz aller Widrigkeiten füreinander da ist und wir diese Krise gemeinsam meistern können“, ist Andrea Ranner dankbar für Engagement und Zusammenhalt von Pädagogen, Schülern und Eltern.

Mit einem Baum aus Fotokugeln sorgen die Realschüler für ein kontaktloses Wiedersehen.

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