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Produktion seit 2002 klimaneutral

„Für die Zukunft unserer Kinder“: Salus investiert 7,5 Millionen Euro für die Unabhängigkeit vom Gas

Ein Blick in die Zukunft: So wird das neue Biomasse-Heizkraftwerk aussehen, das schon im kommenden Jahr ans Netz gehen und das Unternehmen von Erdgas unabhängig machen soll.
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Ein Blick in die Zukunft: So wird das neue Biomasse-Heizkraftwerk aussehen, das schon im kommenden Jahr ans Netz gehen und das Unternehmen von Erdgas unabhängig machen soll.
  • VonJohann Baumann
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Der Bruckmühler Naturarzneimittel-Hersteller Salus produziert schon seit 2002 klimaneutral. Nun folgt der nächste Schritt, um Emissionen zu vermeiden. Wie Salus künftig Wärme erzeugen will.

Bruckmühl – Seit Jahrzehnten ist die Firma Salus Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das Unternehmen geht mit einem Biomasseheizwerk jetzt den nächsten Schritt, um seine Emissionen weiter deutlich zu reduzieren. Der Bruckmühler Marktausschuss hat kürzlich grünes Licht für das Bauvorhaben gegeben.

Wasserkraft als Standortentscheidung

Seit 1968 produziert Salus Tee und Tonika in Bruckmühl. Damals war das vorhandene Wasserkraftwerk der entscheidende Faktor für die Wahl des Standorts. Damit war es möglich, eigene, saubere Energie zu erzeugen. Bis heute steht das Thema Emissionsreduktion auf der Agenda von Salus ganz weit oben. Der Naturarzneimittelhersteller hat sich einer Klimaschutz-Strategie verschrieben, die besagt: „Emissionen vermeiden – nicht vermeidbare Emissionen reduzieren – alle übrigen Emissionen neutralisieren.“

Produktion ist seit 2019 klimaneutral

Die Erfolge sind messbar: Die Stromversorgung von Salus ist seit 2002 vollständig regenerativ und CO2-neutral. Seit 2019 produziert das Unternehmen klimaneutral. In allen Bereichen ist umweltschonende Technik im Einsatz.

Das Unternehmen setzt sich weiter ambitionierte Ziele, darunter die eigene Wärmeerzeugung durch nachwachsende Rohstoffe. Der größte Anteil der Emissionen, die derzeit noch nicht vermieden werden können, stammt aus der Wärmeversorgung durch Erdgas. Und genau hier setzt das neue Bauprojekt an: Mit einem eigenen Biomasseheizwerk am Standort Bruckmühl können jährlich rund 1500 Tonnen CO2 eingespart werden.

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Das fossile Erdgas wird durch den nachwachsenden Rohstoff Holz ersetzt. Salus verwendet dafür unter anderem Altholz, das anderweitig nicht mehr genutzt werden kann. Zum Einsatz sollen außerdem Siebgutreste aus einer regionalen Kompostieranlage kommen. Die Gemeinde Bruckmühl hat Mitte März grünes Licht für das Projekt gegeben. Der Spatenstich ist noch in diesem Jahr geplant, die Inbetriebnahme des Biomasseheizwerks bereits 2023.

Geschäftsführer Dr. Florian Block geht mit dem Bau der Anlage den nachhaltigen Weg, den Firmeninhaber Otto Greither jahrzehntelang verfolgte, konsequent weiter: „Mit dem Bau des neuen Biomasseheizwerks wollen wir unseren Standort Bruckmühl stärken. Die Investition von 7,5 Millionen Euro ist eine der größten Investitionen in der Geschichte unseres Unternehmens“, betont er.

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„Zugleich ist es eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder“, bekräftigt Block. Denn nur, wenn man jetzt so schnell wie möglich handle, könnten die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht und die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine macht Dr. Block zugleich klar: „Der Verzicht auf Erdgas als Energieträger und eine unabhängige Energieversorgung sind so aktuell wie lange nicht.“

Auf diesem Areal des Salus-Firmengeländes wird das BHKW gebaut.

Bauliche Maße des BHKW

Das Biomasseheizkraftwerk (BHKW) soll mit einer Länge von 56,25 Metern und einer Breite bis zu 12,35 Metern errichtet werden. Die Wandhöhe der Containerhalle soll 18,50 Meter betragen.

Die angrenzenden Gebäudeteile erreichen eine maximale Wandhöhe von zehn Metern. Der Kamin weist eine Höhe von 24 Metern auf. Die Gebäude sollen ein Flachdach erhalten.

Die neue Anlage besitzt eine Feuerungswärmeleistung von 3200 Kilowatt. Für die zweistufige Rauchgasreinigung kommt ein Multizyklon als Vorabscheider in Kombination mit einem Gewebefilter und Additivdosierung zum Einsatz.

Natur, Innovation und Qualität

Die Salus Gruppe erzielt mit mehr als 400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. Salus-Produkte werden in mehr als 65 Länder der Welt exportiert. Das Erfolgsrezept des Unternehmens basiert seit 100 Jahren auf der Kombination aus Natur, Innovation und Qualität.

Als einer von wenigen Naturarzneimittel-Herstellern in Europa deckt Salus den Großteil des Herstellungsprozesses selbst ab. Dabei unterzieht sich Salus den höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards und den Bio-Qualitätsstandards für Lebensmittel. Die Rohstoffe werden größtenteils aus kontrolliert ökologischem Anbau bezogen. Auf Konservierungsmittel, künstliche oder naturidentische Aromen wird verzichtet.

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