Aus der Corona-Challenge der Soli Bruckmühl werden wahre Kunstwerke

In der Themenwoche „Stützen und Halten“entschied sich die Jury für das Foto von Marinus Kraus mit einer Stützwaage auf dem Vagner Dorfbrunnen. RE
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In der Themenwoche „Stützen und Halten“entschied sich die Jury für das Foto von Marinus Kraus mit einer Stützwaage auf dem Vagner Dorfbrunnen. RE

Not macht erfinderisch. Die Radsportleiter der Soli Bruckmühl – Daniela Anderl, Nicole Pfann und Andreas Pfliegl – haben Solidarität und Sport im Kontext der Corona-Pandemie neu interpretiert. Sie stellten ihren Sportlern Trainingsaufgaben für daheim. Und dabei entstanden wahre Kunstwerke.

Bruckmühl– Viele Kunstradsportler der Soli Bruckmühl und deren Eltern haben mit den „Hausaufgaben“ fünf Wochen lang viel Spaß gehabt, aber auch hart trainiert und dabei auch den Nachbarverein, die Soli Hausham, integriert. Sie trieben unablässig und in virtueller Gemeinschaft Sport, blieben fit und haben Anschauliches geschafft.

Sehen Sie mehr: Hier geht es zur Webseite der Soli Bruckmühl - mit allen Fotos! 

Aus Enttäuschung wächst Kreativität

„Eigentlich wollten wir in dieser Zeit von erfolgreichen Sportlern bei Bezirks- und Landesmeisterschaften, von Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften für Junioren und Schüler berichten, von Junior Masters und der Quali für die Junioren Hallenrad-EM“, erklärt Hubert Dandl, im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Mit diesem Spagatsprung bei Sonnenuntergang wurde Nationalkadersportlerin Ramona Dandl (Elite) Siegerin in der Kategorie „Spagat“.

Chance auf den EM-Titel

Jana Pfann von der Soli Bruckmühl hatte heuer die Pole-Position auf den EM-Titel. Es war niemand in Sicht, der ihr ernsthaft hätte Paroli bieten können. Und dann das Aus. Die Junioren-EM fällt coronabedingt aus – so wie alle anderen Meisterschaften und das Training der Kunstrad- und Rollsportler bis Ende Mai.

Übungen für alle Altersklassen

Doch die Sportler der Soli Bruckmühl lassen sich nicht erschüttern: Nicole Pfann hat für fünf Wochen je eine für alle Altersklasse taugliche Trainingsübung ausgesucht und sie als Motto an alle Sportler, Trainer und Eltern ausgegeben. Und so wurden Frust und mangelnde Motivation durch Whats-App-Kommunikation oder Videochats wirksam bekämpft und am Ende siegte der Spaß- und Trainingsfaktor.

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Fotos zeugen von Kreativität

Die Sportler machten Fotos von ihren kreativen Übungen und Figuren. Diese wurden über einen Link auf einen Server – eingerichtet von Louis Dandl – von allen Sportlern hochgeladen. Die Jury – bestehend aus Daniela Schenk und Andreas Pfliegl – hat jeweils die drei besten Sportler und den besten Trainer-Elternteil ausgewählt.

Jury hat die Qual der Wahl

Und das war gar nicht so einfach bei den vielen tollen Ideen und fotografischen Talenten, die in der Soli Bruckmühl schlummern. In die Bewertung flossen Einfallsreichtum, sportliche Ausführung, Farbkombination, Kameraeinstellung, Outdoorfaktor, Ungefährlichkeit, Kunstradbezug, Themenbezug und Action ein.

Die schönste „Brücke“ auf dem Kunstrad kam von Josephine März – unterstützt von Mama Andrea Barth.

Die Siegerehrung erfolgte per Whats-App-Chat jeweils sonntags, um 18 Uhr, und wurden anschließend auf der Soli-Bruckmühl-Homepage veröffentlicht.

Das Programm für die nächsten Wochen

Inzwischen gibt es eine neue Challenge. Die Sportler bekommen jeden Morgen per Sprachnachricht Kraft- und Ausdauerübungen, die sie im Laufe des Tages erfüllen sollen. Als Beweis müssen sie ein Foto und dazu einen passenden zweizeiligen Vers – selbstverständlich selbstgereimt – an die Trainer schicken. Für jede erfüllte Aufgabe erhalten sie einen Stempel. Wer fleißig ist, kann sich auf eine Überraschung beim ersten richtigen Kunstradtraining in der Halle freuen.

In der „Familienakrobatik“überzeugten Regina, Tobias, Benni und Lisa Lechner (von unten) mit einem Turm.

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