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130 Feuerwehrleute in Au im Einsatz

Brandursache noch unklar: Schaden auf Bauernhof in Bad Feilnbach in sechsstelliger Höhe - fünf Rinder sterben

Völlig zerstört wurden die Wirtschaftsgebäude des Bauernhofes bei einem Großbrand in Au.
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Völlig zerstört wurden die Wirtschaftsgebäude des Bauernhofes bei einem Großbrand in Au.
  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstand nach Polizeiangaben am Mittwochabend bei einem Großbrand auf einem Bauernhof in Au in der Gemeinde Bad Feilnbach. Verletzt wurde niemand, jedoch kamen fünf Rinder durch das Feuer ums Leben.

Bad Feilnbach – Meterhohe Flammen sowie eine gewaltige Rauchsäule, die zum Himmel emporstieg und weithin sichtbar war, wiesen den Einsatzkräften den Weg zur Brandstelle in der Ortsmitte von Au. Die Ortsfeuerwehr, deren Gerätehaus nach Auskunft von Kreisbrandrat Richard Schrank nur 300 Meter vom Brandort entfernt liegt, nahm bereits kurz nach der gegen 20.30 Uhr erfolgten Alarmierung den Kampf gegen die Flammen auf.

Lob vom Kreisbrandrat

Wenig später waren unter Schranks Führung rund 130 Feuerwehrleute in die Löscharbeiten eingebunden. Neben der Ortsfeuerwehr waren Kräfte der Wehren aus Bad Feilnbach, Dettendorf, Berbling, Bad Aibling und Kolbermoor im Einsatz. Aus dem Nachbarlandkreis Miesbach kamen Löschfahrzeuge aus Wörnsmühl und Hausham zur Untersützung.

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„Stall, Tenne und ein Nebengebäude standen beim Eintreffen der Feuerwehren bereits im Vollbrand. Da gab es nichts zu retten“, berichtet der Kreisbrandrat. Entscheidend sei gewesen, dass die Brandmauer gehalten habe, die das Wohnhaus von den Wirtschaftsgebäuden trennt.

Die Auer Feuerwehr habe sofort nach ihrem Eintreffen damit begonnen, die Mauer von der Brandseite her zu kühlen und vom Wohnhaus aus zu beobachten. „Dadurch konnte das Wohnhaus gerettet werden“, weiß Schrank, Durch Kühlung mit Wasser habe auch das Übergreifen der Flammen auf ein gegenüberliegendes Wohngebäude mit Anbau verhindert werden können.

Auch von der Drehleiter aus kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen.

Gegen 22.30 Uhr hatten die Löschkräfte das Feuer unter Kontrolle. Um das Aufkeimen von Glutnestern zu verhindern, blieb eine Brandwache bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Keine Probleme bei der Wasserversorgung

Mit der Wasserversorgung gab es keine Probleme. Unmittelbar am Brandort befindet sich ein Hydrant, ein weiterer am nahen Auer Feuerwehrhaus. Zusätzliches Wasser bezogen die Feuerwehren von Tanklöschfahrzeugen, vom örtlichen Schwimmbad und aus dem Auerbach, der nahe dem Brandort verläuft.

Laut Polizei kam noch in der Nacht ein Bagger zum Einsatz. Er begann mit dem Abriss der durch das Feuer schwer beschädigten Gebäudeteile und half beim Auseinanderziehen des Heus, damit die Feuerwehren Glutnester ablöschen konnten. Wegen der anfangs starken Rauchentwicklung bat die Polizei die Anwohner in der näheren Umgebung des Brandortes, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für die Löschkräfte bedeutete dieser Umstand, dass sie sich vielfach nur mit schwerem Atemschutz der Brandbekämpfung widmen konnten.

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Lob hat der Kreisbrandrat nicht nur für seine Kameraden „für den sehr gut gelaufenen Einsatz“ übrig, es gilt auch den Nachbarn der betroffenen Familie. „Die haben alle zusammengeholfen, die Tiere aus dem brennenden Stall zu retten und ins Freie zu bringen.

Nachbarn halfen, die Tiere aus dem brennenden Stall zu befreien und ins Freie zu bringen.

Gegen 22.30 Uhr war bereits eine Unterstellmöglichkeit in einem anderen Stall für sie geschaffen. Trotz aller Bemühungen konnten laut Polizei vier Kälber nicht mehr gerettet werden. Eine Kuh erlitt so schwere Brandverletzungen, dass sie auf Bitte des Landwirts von der Polizei erschossen werden sollte. Da dies nicht gelang, erlöste sie ein wenig später eintreffender Tierarzt von ihrem Leid.

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Mit einem Großaufgebot von 17 Einsatzkräften, darunter zwei Notärzte, und mehreren Fahrzeugen war auch das Rote Kreuz im Einsatz. Glücklicherweise waren die Helfer nicht gefordert, wie Sebastian Kleiber zu berichten weiß, der als Einsatzleiter des Rettungsdienstes vor Ort fungierte. „Wir mussten niemanden behandeln“, so sein Fazit. Sechs Anwohner klagten wegen der Rauchgasentwicklung zwar über leichte Atembeschwerden, bedurften nach Angaben der Polizei jedoch keiner medizinischen Versorgung. Dennoch war der Einsatz auch für den Rettungsdienst erst nach Mitternacht beendet.

Ursache noch unklar

Noch in den Abendstunden übernahm der Kriminaldauerdienst beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim die Ermittlungen am Brandort, die vom zuständigen Fachkommissariat fortgesetzt werden. Laut Polizei werden auch speziell geschulte Brandfahnder zur Spurensicherung hinzugezogen. Erkenntnisse zur Brandursache gibt es derzeit noch nicht. Auch die genaue Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

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