Früher Bierlager, heute Wohnraum: Im Westerhamer Bahnhofsviertel wird gebaut

Im Hintergrund des ehemaligen Bräu Kellers soll ein Doppelhaus mit Garagen entstehen.
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Im Hintergrund des ehemaligen Bräu Kellers soll ein Doppelhaus mit Garagen entstehen.

Der Wohnungsnot begegnen will ein Bauwerber aus Feldkirchen: Dazu soll ein weiterer Teilbereich des Bahnhofsviertels in Westerham nachverdichtet werden. Deshalb ist die erste Änderung des Bebauungsplanes „Schierbachweg“ beschlossen worden. Planänderungen wurden jetzt im Bauausschuss zu erörtern.

Feldkirchen-Westerham – Ein Rückblick: Die bis dahin geltenden Festsetzungen waren: Ein Haus mit zwei Wohneinheiten, 20 mal neun Meter, Wandhöhe 6,80 Meter, überbaubare Grundstücksfläche 130 Quadratmeter, Abstand zur nördlichen Grundstückgrenze vier Meter. Den im Januar beantragten Änderungen wurde stattgegeben: Die überbaubare Grundstücksfläche wurde um zehn auf 140 Quadratmeter erhöht, der Grenzabstand auf drei Meter reduziert und Bauraum für Doppelgarage eingeplant.

Bebauung im „Bräu-Keller“

Die jetzt erneute Änderung des Bebauungsplanes Schierbachweg betrifft im Wesentlichen einen anderen Standort für die Doppelgarage. Dies wurde vom Bauaussschuss ohne Gegenstimme befürwortet.

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Die vorgesehene Bebauung liegt im rückwärtigen Teil des „Bräu Kellers“.

Und wenn in Westerham von ihm die Rede ist, dann werden bei vielen älteren Bürgern Erinnerungen wach. Dieses stattliche Gebäude hat eine lange Vergangenheit. Das in der Westerhamer Ortsmitte gebraute Bier wurde hier im Sommerkeller gelagert.

Bewegende Geschichte

Zur Bahnhofstraße hin ist es ortsprägend und wenn die Straße rechterhand nach dem im 19. Jahrhundert lebenden Banker Friedrich Wilhelm Raiffeisen benannt ist, dann ist das kein Zufall. Bis Anfang der 60-er Jahre war hier eine Raiffeisen-Geschäftsstelle eingerichtet.

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Auch der ehemalige Zweite Bürgermeister Georg Hau hatte in diesem Haus seine Schneider-Werkstatt. Viele Jahre später hat es ein Mann gekauft, der als Schmiedemeister in den ersten Nachkriegsjahren nach Feldkirchen gekommen, und dann zu einem der bekanntesten Unternehmer im Mangfalltal geworden ist: Josef Bader.

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