Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Jubiläum in Tuntenhausen

Erinnerungswürdige Momente: Fritz-Schäffer-Grund- und Mittelschule feiert 40. Geburtstag

„Wer ist wer“ war eine schwere Aufgabe für die Schüler. Es galt, die Lehrer an deren ersten Schultag zu erraten.
+
„Wer ist wer“ war eine schwere Aufgabe für die Schüler. Es galt, die Lehrer an deren ersten Schultag zu erraten.
  • VonWerner Stache
    schließen

Gebührend feierte die Fritz-Schäffer-Grund- und Mittelschule kürzlich ihren 40. Geburtstag. Die Feierstunde war sichtlich von Stolz auf das Erreichte geprägt.

Tuntenhausen – Was macht man, wenn das lange herbeigesehnte Jubiläumsfest pandemiebedingt ausfallen muss? Diese Frage stellte sich Rektorin Margaret Careddu-Bayr und beantwortete sie sogleich: Der schon fertige Einladungstext wurde ein wenig abgeändert und einfach für das Folgejahr „präpariert“. So geschehen kürzlich, denn im Juli des Jahres 1981 fand die feierliche Eröffnung der Grund- und Mittelschule Ostermünchen statt.

Landrat Otto Lederer ließ es sich als „Politiker, Vater und ehemaliger Schüler“ nicht nehmen, per Video-Botschaft die Verdienste dieser „herausragenden Schule“ zu würdigen – sei es aufgrund des Inklusionsprofils, der Praxisklasse, der Offenen Ganztagesschule (OGTS) oder des Leseclubs, einzigartig in der Region.

Inklusion wird hier ernst genommen

Dass es auch weitere Gründe gibt, die die Fritz-Schäffer-Schule besonders machen, zeigte das anrührende Grußwort eines Schülers. Artem Svyrydov, der seit April zur Schulfamilie gehört, erzählte den Gästen auf Ukrainisch, seiner Muttersprache, wie froh und dankbar er ist, aktuell die achte Klasse in Ostermünchen besuchen zu dürfen. Das ist dank des Inklusionsprofils kein Problem, obwohl der 15-Jährige durch seine spastische Lähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist. Auch sprachlich ist man in der Grund- und Mittelschule auf die ukrainischen Schüler gut vorbereitet: Eine der Referentinnen des Offenen Ganztags, Iryna Spaun, kommt ursprünglich aus Lviv. Sie ist es auch, die Artems Worte ins Deutsche übersetzt.

Auch musikalische Beiträge untermalten die Feierstunde: Trompetenklänge von Chiara Supieszkowski und eine zünftige Begrüßung durch die Schüler in Form eines Diavortrags mit Gesang und auf „Boarisch“. Illustrationen zeigten auf, warum die aktuell 284 Kinder in 14 Klassen ihre Schule so schätzen.

Redner blicken auf Entstehungsgeschichte

Die Wertschätzung der Gemeinde zeigte Bürgermeister Georg Weigl auf. Nach einem kurzen Rückblick in die Historie unterstrich er die Bedeutung der Mittelschule, die man als Standort unbedingt erhalten müsse. Auch Ehrenbürger und Altbürgermeister Josef Haas ließ es sich nicht nehmen, einen Abriss der Entstehungsgeschichte aufzuzeigen. Und Schulamtsdirektor Herbert Unterreiner blickte in seiner Zeitreise auf das auf dem Schulhof erworbene Wissen fürs Leben ein. Besonderen Applaus erhielt Angela Eder, als Vertreterin der Wirtschaft. Eine Mittelschule vor Ort sei essenziell, denn solche künftigen Mitarbeiter wie die explizit gelobten Schülersprecher, die frei von der Leber weg zum Publikum gesprochen hätten, brauche man, meinte sie.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Tuntenhausen finden Sie hier. +++

Die Schülerschaft präsentierte dann noch ihre Wünsche für die Zukunft. Vorschläge von „Musikpause“ über „Aquarium“ und „Monatshygiene- Artikel auf den Toiletten“ bis zu einmal pro Woche keine Hausaufgaben sowie einen „Schulhund“ lasen sich dort. Den Abschluss bildete die Rede der Schulleiterin Careddu-Bayr und ihrer Stellvertreterin Birgit Decker. Tief ins Archiv hatten sich die beiden begeben, denn die Gründungszeit der allerersten „Volksschule“ im alten Schulgebäude liegt schon 175 Jahre zurück. Und sie wurden fündig: In den Zeugnisübersichten von 1847 traten da höchst interessante Schulfächer zutage: Neben Sitten, Lesen, Schönschreiben, und Tafelrechnen gab es nämlich auch den Lehrgegenstand Nützliche Kenntnisse.

Nach einem abschließenden Klarinettenvortrag der Achtklässlerin Hannah Jungermann wurde das große Schulfest eröffnet, bei dem sich sämtliche Schulkinder mit ihren Familien tummelten und so den Tag aktiv abschlossen.

Mehr zum Thema

Kommentare