Frische Balken für Peter und Paul

Die von der Fäulnis befallenen Balken wurden herausgeschnitten und durch neue ersetzt. Atzinger

Feldkirchen-Westerham – Die etwa 570 Jahre alte Peter-und-Paul-Kirche in Westerham soll schon seit langer Zeit renoviert werden.

Dieser zeitaufwendigen Aufgabe stellen sich Kirchenpfleger Martin Atzinger und andere ehrenamtliche Helfer. In diesen Wochen waren erst einmal die Zimmerer an der Reihe. Die von der Fäulnis befallenen Balken wurden herausgeschnitten, die Holzkonstruktion von den Zwischenetagen bis in die Zwiebelspitze des Turms und ein Teil des sogenannten Chorgebälks erneuert. Besonders schwierig war auch die Instandsetzung des Unterbaus des Glockenstuhls. Die Zimmerer mussten samt Werkzeug und Material über ein Gerüst in den Turm einsteigen. An der Zwiebelspitze wurden zudem Sturmschäden behoben und die Entlüftung verbessert, um künftig Feuchtigkeitstaus zu verhindern. Die Dachdecker haben von der Teleskop-Hebebühne aus an der Turmaußenwand Abdeckungen angebracht.

Wie geht es nun weiter mit der Renovierung der Westerhamer Kirche? „Als nächste Etappe soll die Außenwand des Kirchturms saniert werden“, berichtet Martin Atzinger. „Auch die Kosten müssen wir im Auge behalten“, sagt der ehrenamtliche Sanierer. Auch die Conora-Pandemie hat laut Atzinger ihren negativen Einfluss auf die Veranstaltungen in der Gemeinde: „Selbst den Dorfkirta am 29. Juni mit dem gleichzeitigen Patroziniumsfest von Peter und Paul mussten wir absagen.“ Da ist es für den Kirchenpfleger beruhigend, dass er sich zumindest auf die allseits bekannte Spendenfreudigkeit der Westerhamer verlassen kann. Und auf die politische Gemeinde Feldkirchen-Westerham: Die Übernahme von 80 000 Euro – also 20 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten – hat der Gemeinderat einstimmig zugesagt.

Zur Erinnerung: Die Renovierung der Peter-und-Paul-Kirche haben die Westerhamer selbst in die Hand genommen, weil sie auf einen Zuschussantrag an die Erz diözese München-Freising eine ernüchternde Antwort bekamen: „Eine Bezuschussung durch das Ordinariat kann zeitlich nicht abgesehen werden.“ me

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