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170 Teilnehmer begeisterten mit ihrem Gesang

„Frieden“ als Begleiter - So lief die 58. Chorwoche in Bad Feilnbach

„Frieden ist ein kleines Wort mit großem Sinn“ präsentierten alle Chorwochen-Teilnehmer gemeinsam zum Abschluss eines geistlichen Konzerts in der Pfarrkirche Herz Jesu.
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„Frieden ist ein kleines Wort mit großem Sinn“ präsentierten alle Chorwochen-Teilnehmer gemeinsam zum Abschluss eines geistlichen Konzerts in der Pfarrkirche Herz Jesu.
  • VonPeter Strim
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Ganz im Zeichen des Friedens und der Hoffnung auf Einigkeit in Europa fand die 58. Bad Feilnbacher Chorwoche statt. Welche Besonderheiten es gab, und wie die Veranstalter den Herausforderungen begegnet sind.

Bad Feilnbach – Im Zeichen des kleinen Wortes „Frieden“ mit umfänglich großer Bedeutung – in Anlehnung an das Friedenslied des Komponisten Peter Schindler mit Text von Maik Brandenburg – stand die 58. Bad Feilnbacher Chorwoche. Der sehnsüchtige Wunsch nach „Schweigen aller Waffen und Ende aller Gewalt und Zerstörung im Osten Europas und weltweit“ zog sich als bunter Faden durch eine, nach Aussage von Alexander Seebacher, Präsident des Bayerischen Sängerbundes (BSB), durch eine kurzweilige Woche. Höhepunkte waren dem Leitthema gerecht werdend, zwei geistliche Konzerte in der Pfarrkirche Herz Jesu Bad Feilnbach sowie eine Abschlussveranstaltung im Bad Aiblinger Kurhaus.

Karl Weindler, Ehrenpräsident des BSB, und die Lübeckerin Ingrid Kunstreich, Leiterin des Frauenjazzchors.

„Wer singt, wandelt mit dem Herzen“

Treffender hätte es Pfarrer Ernst Kögler zu Beginn des letzten geistlichen Konzerts in seiner Pfarrkirche Herz Jesu nicht ausdrücken können: „Wer singt, wandelt mit dem Herzen auf dem Weg des Friedens.“ Vor allem an diesem umjubelten Abend mit stehenden Ovationen zogen die Teilnehmer in den Kategorien „Kinder-, Jugend-, Männer-, Frauen-, Frauenjazz- und Jazzchor“ mit einer Vielfalt an Liedern alle Register ihres in wenigen Tagen erlernten Könnens. Höhepunkt war jenes Friedenslied aller Beteiligten unter der Leitung von Roland Buchner, der schon zuvor mit dem „Gemischten Chor“ auf sich aufmerksam machte.

Vor allem war die Freude unter den Akteuren groß, nach zweijähriger Zwangspause endlich wieder öffentlich singen zu dürfen. Der Geist der Chorwoche sei nach gefühlt endlosem Stillstand endlich wieder nach Bad Feilnbach zurückgekommen, wie Bürgermeister Anton Wallner vor gut 170 Teilnehmern in der Turnhalle betonte.

Die Bad Feilnbacher Chorwoche setzt seit Jahrzehnten Akzente für vorbildliche Chor- und Chorleiterausbildung. Veranstalter ist der BSB, mit Sitz in Bad Feilnbach, und ihm gelingt es stets, Mitglieder aus allen Teilen des Landes und darüber hinaus sowie sangesfreudige Interessierte aus der Region für die Fortbildungsveranstaltung zu gewinnen. Wie Karl Weindler, Ehrenpräsident im BSB, gegenüber des Mangfall-Boten erklärte, lernen sich die Teilnehmer zu Beginn kennen, schließen Freundschaften und gehen am Ende der Abschlussveranstaltung ihre eigenen Wege, meist in Richtung ihrer Chorgemeinschaften.

Gut die Hälfte der Nachwuchssänger aus Bad Feilnbach

Nach Auskunft von Vroni Bertsch, Leiterin des Kinderchors, war die 22-köpfige Gruppe von Nachwuchssängern mit gut der Hälfte an Buben und Mädchen aus Bad Feilnbach. Wie Dr. Hans Billo, der zusammen mit Iris Rößler in Sachen Chorwochenbüro und Organisation beschäftigt war, betonte, schätzten die Sänger sowie namhafte nationale und internationale Dozenten das familiäre Flair und die blühende Landschaft des kleinen Ortes.

Ein Kinderchor eroberte beim Lied „Kusimama“ die Herzen der Zuhörer.

Bestens bewährt habe sich die Unterstützung vom Team der Bad Feilnbacher Kur- und Gästeinformation etwa bei der Unterbringung von Gästen. Die Chorwochenteilnehmer würden sich meist selbst versorgen oder nutzen die Probenpausen für einen Besuch der örtlichen Lokalitäten. Dank zollte das Präsidium des BSB ebenso dem gemeindlichen Bauhof in Punkto „Bühnen“ sowie Pfarrer Ernst Kögler zur Bereitstellung der Herberge für die geistlichen Konzerte. Seit Oktober 2020 steht Alexander Seebacher aus Bad Aibling als Präsident und Nachfolger von Karl Weindler dem BSB vor und hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit der großen Herausforderungen „Corona“ zu kämpfen. Die Pandemie, die die Chöre allgemein schwer traf, bekam der BSB auch in der Planung der 58. Bad Feilnbacher Chorwoche zu spüren.

Herausfordernde Planung durch Corona

Vor allem die ständig wechselnden Auflagen ließen die Frage nach einer Neuauflage der Zwangspause offen. Ausschreibungen mussten verschoben werden und eine vertretbare Vorbereitungsphase gab es nicht. Auch Absagen einiger Dozenten in Folge von Infektionen blieben nicht aus und führten zu Abweichungen des ursprünglichen Rahmenprogramms. Der Situation geschuldet, hatten sich gut 170 Akteure, (2019 waren es etwa 290 Teilnehmer) angemeldet. In Anlehnung an die landesweit noch geltende Infektionsschutzverordnung und offener Fragen zum Luftaustausch in der Turnhalle wurde die Abschlussveranstaltung ins Bad Aiblinger Kurhaus verlagert. Alexander Seebacher bat angesichts der bestehenden Situation um Verständnis und bezeichnete die Auslagerung als Ausnahmeregelung.

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