„JUMP-AND-RUN“-PROJEKT HEUTE UND MORGEN AM JUGENDZENTRUM „MOSAIK“

Freunde und Fitness kombiniert

Sport der Gruppe „Bra-Brothers“ ist nicht nur Fitness, sondern auch gelebte Integration.
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Sport der Gruppe „Bar-Brothers“ ist nicht nur Fitness, sondern auch gelebte Integration.

Sie laufen Wände hoch, balancieren auf dünnen Bändern oder machen Fitnessübungen, bei denen das eigene Körpergewicht genutzt wird. Heute und morgen ist Premiere für das „Jump an run“-Projekt im und um das Jugendzentrum „Mosaik“. 16- bis 27-Jährige können sich dort an zahlreichen Stationen in den verschiedensten Trendsportarten versuchen. Angedacht ist, die Veranstaltung künftig einmal pro Jahr auszurichten.

Bad Aibling– Die Macher hinter „Jump and run“ sind neben der Mannschaft des Jugendzentrums um Mira Struckmeier die „Bar-Brothers“ vom Team „Bavaria“ um Alex Rotar. Demnächst steht die Vereinsgründung des Teams an, denn die Resonanz auf das Training der besonderen Art begeistert mehr und mehr Personen.

Heute und morgen sind jeweils ab 10 Uhr an der Westendstraße unter anderem geboten: Breakdance, Freerunning, Parkour, Slacklinen, Tricking und Calisthenics (Übungen, die das eigene Körpergewicht nutzen). „Die Teilnehmer können sowohl im Jugendzentrum als auch außerhalb unter Aufsicht von mindestens zwei Betreuern pro Sportart ihre Trendsportarten ausüben“, erläuterte Alex Rotar gegenüber unserer Zeitung.

Er ist einer der Gründer der Sportgruppe „Bar-Brothers“. Angefangen hat dabei alles mit einer P-Seminararbeit seines Freundes Harry Frank. Er errichtete 2015 im Rahmen der Arbeit am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim einen Sportpark für jedermann hinter der Schulmensa. Schon damals half Rotar mit, denn die Idee dieses Kraft- und Beweglichkeitstrainings begeisterte den heute 18-Jährigen.

Bei den Trainingsmöglichkeiten – ähnlich einem Trimm-Dich-Pfads nur moderner – treffen nun viermal die Woche Gleichgesinnte aufeinander. Gerade die Trendsportarten wie Parkour und Slackline sind angesagt. Die Neuheit von Rosenheim erreichte rasch Kolbermoor und Bad Aibling. Mittlerweile gibt es in der Kurstadt freitags von 18 bis 20 Uhr beim Jugendzentrum schon eine feste Gruppe, die sich einmal pro Woche trifft.

Rotar ging mit den „Bar-Brothers“ aber noch einen Schritt weiter: Er entwickelte aus seiner Initiative ein Integrationsprojekt mit Flüchtlingen. „Denn Sport verbindet“, betont der 18-Jährige. Auch Asylbewerber in Bad Aibling trainieren bereits mit.

60 bis 70 Personen gehören schon den „Bar-Brothers“ an. Zehn bis 15 davon trainieren bei den jeweiligen Einheiten à zwei Stunden mit. „Das Angebot ist freiwillig, je nachdem wer Zeit hat und ist kostenlos“, so der Gymnasiast. Ziel der Veranstaltungen wie „Jump and run“ ist eine generelle Förderung von Freizeitsport bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Ich will zudem Kontaktpunkte zwischen Jugendtrendsportarten schaffen und Impulse zur überregionalen Vernetzung von verschiedenen Gruppen in ganz Oberbayern setzen“, betont Rotar. Wer Spaß an den Trendsportarten findet, kann das Jahr über bei den „Bar-Brothers“ mitmachen. „Jump and run“ (Hüpfen und Laufen) wiederum soll eine feste Einrichtung im Jahreskalender der Stadt werden.

„Künftig ist aber ein Termin in den Sommermonaten anvisiert“, so Rotar. Denn diese Art von Trainingseinheiten sind für an der frischen Luft konzipiert. „Denn schließlich gehört es dazu, dass man bei Übungen am Reck eins mit der Natur wird“, beschreibt der 18-Jährige. Dennoch hat er bereits für den Winter vorgesorgt. Hallenzeiten in der Gaborhalle stehen den jugendlichen Sportlern zur Verfügung.

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