Freibad Harthausen in Bad Aibling öffnet wieder – nur die ersten 450 Besucher kommen rein

Matthias Hehn, Fachangestellter für Bäderbetrieb, bereitet die Liegewiese im Freibad Harthausen vor.
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Matthias Hehn, Fachangestellter für Bäderbetrieb, bereitet die Liegewiese im Freibad Harthausen vor.
  • vonWerner Stache
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Auf diesen Tag haben viele Bürger gewartet: Das Schwimmbad in Harthausen öffnet am Samstag, 25. Juli, seine Pforten. Ab 9 Uhr sind die Badegäste willkommen. Die Corona-Bestimmungen lassen insgesamt nur 450 Besucher zu. Die Stadt hat die Eintrittspreise angepasst.

Bad Aibling – Bis zu 40 Bürger haben in den vergangenen Wochen fast täglich im Freibad angerufen, um den Öffnungstermin zu erfragen. Jetzt endlich kann das Familienbad in Harthausen öffnen – trotz Corona. Das steht erst seit Juni fest. Die Corona-Pandemie schien das für lange Zeit unmöglich zu machen.

„Das Freibad Harthausen ist ein wichtiger Baustein der Familienfreundlichkeit Bad Aiblings“, betont Bürgermesiter Stephan Schlier. In seinen Augen ist es die einzig richtige Entscheidung, es trotz Corona und noch rechtzeitig vor den Sommerferien aufzumachen. Dabei will die Stadt den Gästen auch preislich entgegenkommen, „denn viele unserer Bürger leiden unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie“ so der Bürgermeister.

Kühles Nass jetzt auf Beckenfolie

„Wir haben selbst lange nicht an eine Öffnung geglaubt“, sagt Schwimmmeister Lutz Haagen. Doch dann kam grünes Licht und damit galt es anzupacken. Denn vieles musste noch gemacht werden. Das Wichtigste: Eine neue Beckenfolie wurde eingezogen. Damit ist der Untergrund nicht mehr rau und für Badegäste angenehmer. „Es muss auch nicht mehr gestrichen und nicht mehr ausgebessert, sondern nur noch geputzt werden“, so Matthias Hehn, der Fachangestellte für Bäderbetriebe. „In Großholzhausen haben sie so eine Folie schon fast 20 Jahre“ ergänzt er. „Mit gutem Erfolg.“

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Seit letzter Woche ist das Becken mit Wasser gefüllt. Still breitet sich das kühle Nass nun im gepflegten Wasserbecken aus, und lockt zu einem Sprung ins Becken. Doch noch ist es nicht ganz soweit. Erstens liegt die Wassertemperatur bei 18 Grad Celsius. „Bis zur Eröffnung wird es dann 22 bis 23 Grad haben“, prophezeit Haagen.

Und dann steht noch das Hygienekonzept auf dem Plan: Maskenpflicht, die Aufnahme der Kontaktdaten und einiges mehr wird die Aufsichtspersonen vor große Aufgaben stellen. Eines weiß der Schwimmmeister allerdings schon. Maximal 450 Personen dürfen aufs Schwimmbadgelände. In guten Zeiten sind an sonnigen Tagen schon mal 600, an Wochenenden sogar mehr Badelustige zu Gast. Dennoch, schränkt Hehn ein: „Wir müssen erstmal abwarten, wie unsere Gäste das Angebot im Schatten von Corona annehmen.“

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Für den Sanitätsraum im Harthauser Bad steht inzwischen ein eigener Container in der Größe von sechs mal drei Metern zur Verfügung. Er ist mit einer Dusche und einem Mitarbeiter-WC ausgestattet. „Er steht direkt neben dem Kiosk“, so Hehn. Dort ist wesentlich mehr Platz, und er steht etwas abseits, nicht zu nahe am Wasser. Alles ist also schon hergerichtet für die erste Corona-Freiluft-Badesaison. Noch aber haben Haagen und Hehn mit den Vorbereitungen alle Hände voll zu tun.

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