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Christlich-orthodoxe Bildmalerei

Franz Klinger aus Bruckmühl: Im Selbststudium zum versierten Ikonenmaler

Der Bruckmühler Franz Klinger vor seinem Bildnis der heiligen Corona.
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Der Bruckmühler Franz Klinger vor seinem Bildnis der heiligen Corona.

Es tut sich eine ganz besondere Pracht auf, wenn man das Künstleratelier der Ikonenmaler Monika und Franz Klinger in der Bruckmühler Blumenstraße betritt.

Bruckmühl –Gemeinsam mit den beiden taucht man dort in die Welt der christlich-orthodoxen Bildmalerei in den Ostkirchen ein. Ikone stammt vom griechischen Wort Eikon ab und bedeutet Bild beziehungsweise Abbild.

Blick in die orthodoxe Glaubenstradition

Das fachkundige Künstlerpaar erläutert, dass die Kunstwerke keine Heiligenbilder sind, wie es sie in der christlichen Kultur gibt, sondern dass die orthodoxe Glaubenstradition in den Ikonen „heilige Bilder“ sieht. „Die dargestellte Person ist also für die Orthodoxen allgegenwärtig.“

Die Ikonenmalerei geht zurück bis ins vierte Jahrhundert. Sie entstand wohl im syrisch-palästinensischen Raum, dem Ursprungsgebiet des Christentums. Von Konstantinopel aus gelangte sie über den Balkan nach Russland, wo sie sich zu einer gewaltigen künstlerischen Tradition im orthodoxen Glauben etablierte.

Seit der Kindheit ein begeisterter Zeichner und Maler

Seit seiner Kindheit hat Franz Klinger gerade die Wintermonate mit Zeichnen und Malen verbracht. In der weiteren Entwicklung hat er dabei Blei-, Kohle- und Federzeichnungen sowie Aquarelle von Blumen- und Landschaftsmotiven gefertigt. Eine besondere Faszination übte bei ihm die Verbindung von Edelmetallen – wie Gold und Silber – mit Farben und deren Lichtspielen aus.

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Nach anfänglichem Selbststudium mit einschlägiger Fachliteratur hat er Intensivkurse bei dem Dozenten für Ikonografie an der Universität Sofia und im Kunstzentrum Gera Dr. Scharenkow belegt. Nach einigen Jahren konnte er sich dabei eine gewisse Perfektion aneignen. Auf vielen Reisen sammelte er bei Besuchen von Museen und Klöstern im In- und Ausland, besonders in Jugoslawien und Russland, weitere Eindrücke.

Auch Ehefrau Monika ist mit im Boot

Zum Gelingen seiner Arbeiten leistete seine Ehefrau Monika einen großen Beitrag. Von Jugend an waren das Zeichnen und das Malen auch ihre Lieblingsbeschäftigung. Ihre Arbeiten, die mit konservierten Gräsern, Blüten und Blättern, kombiniert mit Erdfarben, Gold und Silber das Farbenspiel der Natur widerspiegeln, bereiten den Betrachtern besonders viel Freude.

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Enorm viele Bilder im Atelier zeugen von der künstlerischen Schaffenskraft der Eheleute, die gerne über ihre Tätigkeit sprechen, so zum Beispiel auch vor den Teilnehmern der „Kul-Tour“ der Volkshochschule Bruckmühl im vergangenen Herbst.

Auch Monika Klinger liebt die Malerei. Merk

Auf besonderes Interesse nicht nur in diesen Zeiten stößt natürlich die heilige Corona. In einem wunderbaren Bild hat Franz Klinger die Schutzheilige des Geldes, der Metzger und Schatzgräber dargestellt. Ein Tafelbild zeigt in Kreisen dargestellt die Verbindung von Kosmos und Religion: die vier Elemente der Antike, das Planetensystem, die Schöpfung der Lebewesen und Pflanzen und viele weitere Symbole.

Auch humorvollen Illustrationen

Eine andere Facette neben der Ernsthaftigkeit der Ikonenkunst und Klingers Portraitmalerei bilden die humorvollen Illustrationen in den Büchern des Heimatpoeten Sigi Sperber. Klinger war mit seinem ausgeprägten Kunstverstand im Übrigen einer der Gründungsväter der Bruckmühler Freizeitkünstler, die die Besucher seit 40 Jahren mit ihren Ausstellungen im November erfreuen (re)

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