Förderverein der Galerie Markt Bruckmühl besteht seit 25 Jahren

Die „Große Herzliche“ von Christian Heß ziert den Skulpturenweg 2019/20. Der Künstler zerteilte den eingefärbten Beton in Herzform mehrfach, rotierte und montierte ihn dann zur Blütenform. Bößwetter

Bruckmühl. – Leise und unbemerkt ist der Förderverein der Galerie Markt Bruckmühl im März 25 Jahre alt geworden.

Wegen der zu dieser Zeit rapide ansteigenden Krankheitszahlen wurde keine Jahresversammlung abgehalten, sodass auch das Jubiläum zunächst unerwähnt blieb.

Im Jahr der Galerieeröffnung im März 1994 kam es sechs Monate später zur Gründung des Fördervereins. 29 Gründungsmitglieder trafen zusammen und bestätigten die damals vorgelegte Satzung. Dass der Verein erst im März 1995 in das Vereinsregister eingetragen wurde, lag an einer kleinen Ergänzung, die der Satzung auf Anweisung des Amtsgerichts hinzugefügt werden musste.

Der Vorstand des Vereins besteht aus vier Personen, gewählt wird im Zweijahresrhythmus der oder die Erste Vorsitzende, Schriftführer und Schatzmeister. Zweiter Vorsitzender des Vereins ist laut Satzung immer der Bürgermeister. So haben in den vergangenen 25 Jahren Eduard Bergmüller, Franz Xaver Heinritzi und aktuell Richard Richter die Aktivitäten des Vereins begleitet und unterstützt.

Der Förderverein zeichnet unter anderem für die Wahrung und Mehrung der Dorrer-Stiftung verantwortlich. So wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Zukäufe vorgenommen, die die Kunstsammlung um neue Aspekte der regionalen Kunst erweiterten.

Zudem lädt der Vorstand die fünf künstlerischen Beiräte ein und legt ihnen einmal im Jahr die eingetroffenen Ausstellungsbewerbungen vor. Dass es den Beiräten immer gelingt, aus den vorliegenden Katalogen und aus eigenen Vorschlägen ein bemerkenswertes, stimmiges Jahresprogramm zu gestalten, ist eines. Dass diese Arbeit in einer von gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre stattfindet, muss besonders hervorgehoben werden.

Eine wesentliche Aufgabe des Fördervereins ist es, für Zusatzveranstaltungen zu sorgen, die das Ausstellungsgeschehen ergänzen und abrunden.

So gab es zwischen 2003 und 2020 vier Skulpturenwege, die einen Blick auf die zeitgenössische Kunst ermöglichten. Zahlreiche Führungen entlang der Exponate wurden wahrgenommen, wobei Schulklassen besonderes Interesse zeigten. Noch ist der vierte Skulpturenweg zu sehen.

Reisen in europäische Kulturstädte gaben nicht nur wesentliche Einblicke in das Kulturgeschehen anderer Regionen, sondern schufen Verbindungen und Freundschaften, die später zu Hause für die Galerie einen Gewinn an weiteren Kunstfreunden brachten.

Ein Beispiel für Vorträge in den Räumen der Galerie sind regelmäßig wiederkehrende Referate zur Kunstgeschichte. Für den 17. Mai war ein solcher Vortrag geplant, aber der muss jetzt auf bessere Zeiten warten.

Viele Konzerte und musikalische Darbietungen wurden organisiert. Seit dem Sommer 2007 hat sich die Kostprobe der jährlichen Maxlrainer Opernaufführungen in der Galerie etabliert und beiden Vereinen viel Freude und Nutzen gebracht.

In Zusammenarbeit mit der VHS Bruckmühl vermittelte der Verein im Laufe der Jahre ein wahres Kaleidoskop an künstlerischen Darbietungen.

Zahllose Sommerfeste, in Abstimmung mit der Galerieleitung und mit deren Unterstützung, säumten vom ersten Jahr seit Vereinsbestehen das Ausstellungsgeschehen.

Bereichert wurden diese Feste durch besondere musikalische Einlagen und nicht zuletzt durch kulinarische Köstlichkeiten, mit denen die Vereinsmitglieder zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen.

Alle Aktivitäten des Vereins ruhen derzeit, aber die Verantwortlichen hoffen auf ein Wiedersehen in nicht allzu ferner Zeit bei guter Gesundheit aller.

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