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Sonderaktion in Bad Aibling

Fische aus dem Mühlbach evakuiert

Der Fangtrupp des Kreisfischereivereins in Aktion.
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Der Fangtrupp des Kreisfischereivereins in Aktion.
  • VonJohann Baumann
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Im dreijährigen Turnus wird die Abkehr des Mühlbaches durchgeführt. Bevor jedoch für diese Aktion die Bagger anrollen, muss der Fischbestand umgesetzt werden. Der Fangtrupp des Kreisfischereivereins Bad Aibling siedelte die Bachbewohner behutsam um.

Bad Aibling – Den Auftakt hierzu bildete die Schließung des Thürhamer Schottes am sogenannten Ablass, wodurch der Wasserspiegel gesenkt wurde. Anschließend erfolgte die Evakuierung des Fischbestandes, den im Auftrag der Stadt Bad Aibling der Kreisfischereiverein Bad Aibling im Abschnitt zwischen der Asam-Mühle und dem „Ablass“ durchführte. Das ehrenamtliche Team des Vereins rückte zur „Fisch-Evakuierung“ unter anderem mit einem Begleitfahrzeug an, in dem der Wasserbehälter für die „Zwischenlagerung“ der gefangenen Fische untergebracht war.

60 Zentimeter misst diese Barbe, die ebenfalls umgesiedelt wurde.

Fänger und Strom-Mann

Anschließend stiegen die mit Anglerhosen ausgestatteten Akteure in das Bachbett. Die „Protagonisten“ des Trupps sind der „Fänger“ und der „Strom-Mann“. Letzterer trägt auf dem Rücken einen Mini-Generator, der den Kescher des vor ihm gehenden „Fängers“ mit Strom beliefert. Durch den Strom wird ein Spannungsfeld um den Kescher erzeugt, das die Fische anzieht.

Still ruht der Mühlbach. Der Wasserspiegel wurde für die „Fischevakuierung“ stark gesenkt.

Kurzzeitig und schonend betäubt

Die Fische werden dabei nur kurzzeitig und schonend betäubt und bewegen sich nach der temporären Umsiedelung in die Transportwanne alsbald wieder. Das „schwimmende Personal“ des Mühlbachs besteht überwiegend aus Bachforellen, die teilweise bis zu 60 cm lang sind. Zu den umgesiedelten „Bachbewohnern“ zählen viele weitere Fischarten und auch die kleinen Mühlkoppen. „Die Anwesenheit der vielen Bachforellen und Mühlkoppen zeugt von einer sehr guten Wasserqualität“ erläuterte Vereinsvorstand Helmut Maurer dem „Mangfallbote“.

Kritik an amerikanischen Krebsen

Die Mühlkoppe zeugt von guter Wasserqualität.

Nicht begeistert ist man jedoch von den im Bach vorhandenen „amerikanischen“ Krebsen. „Sie wurden irgendwann eingeschleppt und verdrängen zunehmend unsere einheimischen Krebsarten“ beklagt der „Angler-Chef“. Ähnlich verhält es sich mit den Sonnenbarschen. „Diese Fischart hat in unseren Gewässern nichts verloren, sie ruinieren als Laichfresser den einheimischen Fischbestand“. Ein weiterer Dorn im Auge des Vereins sind Aquarienfische, die von ihren Besitzern einfach im Mühlbach entsorgt und damit zu „Nahrungskonkurrenten“ der angestammten Fische werden.

Ein Aal landete im Netz des Bergungstrupps.

Nach rund zehn Stunden endete die „Evakuierungsaktion“ mit einer imponierenden „Rettungsbilanz“: Gefangen wurden rund 250 Bachforellen, jeweils etwa 50 Zander und Aschen, ferner Schleien, Barben und zahlreiche Weißfische wie die Rotfeder. Besonders zu erwähnen ist, dass sich unter den umgesiedelten Bachbewohnern auch zwei etwa 80 Zentimeter lange Graskarpfen und ein ebenso langer Aal befanden. Weniger erfreulich war die „Bergung“ von zwei Fahrrädern aus dem Mühlbach.

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