Hilfe im Erdbebengebiet

Feuerwehren aus Gemeinde Feldkirchen-Westerham sind aus Kroatien zurück

Sie waren beim Hilfseinsatz in Kroatien mit dabei: Herlinde Weis, Werner Bader, Alexander Heimerl, Andres Heimerl und Azra Halsinger (Dolmetscherin, von links) von der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham.
+
Sie waren beim Hilfseinsatz in Kroatien mit dabei: Herlinde Weis, Werner Bader, Alexander Heimerl, Andres Heimerl und Azra Halsinger (Dolmetscherin, von links) von der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham.
  • vonManfred Merk
    schließen

Drei Feuerwehren aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham waren beim landkreisweiten Hilfseinsatz im Erdbebengebiet in Kroatien dabei. Jetzt sind sie zurückgekehrt und berichten von ihren Erfahrungen.

Feldkirchen-Westerham – Neben Löschen, Retten und Bergen gehört das Helfen zu den ursächlichsten Aufgaben der Feuerwehren. Dass dabei die Kameraden auch vor größeren und außergewöhnlichen Herausforderungen dieses Ehrenamts nicht zurückschrecken, das haben sie am vergangenen Wochenende erneut eindrucksvoll bewiesen: Unter den 42 Feuerwehren des Landkreises Rosenheim, die den Erdbebenopfern in Kroatien Hilfe leisteten, waren auch Feldkirchen-Westerham, Höhenrain und Vagen.

Lesen Sie auch:

Grenzenlose Hilfsbereitschaft: Rosenheimer Feuerwehren in kroatischem Erdbebengebiet im Einsatz

Jetzt sind die Kameraden wieder zurück in der Heimat und berichten von ihren Erfahrungen. Werner Bader, der die Feldkirchen-Westerhamer Gruppe geleitet hat, spricht von einer großen Kraftanstrengung, aber auch von einem Einsatz, der bei den Teilnehmern in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird. „Um 0.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag haben wir uns zwar angespannt, aber dennoch zuversichtlich auf den Weg gemacht“, erzählt Bader. „Dass in unserem Team drei Männer und zwei Frauen dabei waren, hatte seinen besonderen Grund: Eine von unseren Frauen ist Mitglied der First-Responder, die andere Dolmetscherin.“

Zutiefst beeindruckende Begegnungen

Kurz vor Antritt der Reise haben die Kameraden noch Lebensmittel, Kleidungsstücke, Schuhe und Spielwaren gesammelt: „Unser Mannschaftswagen war bis zur Oberkante voll beladen.“ Treffpunkt der gesamten Landkreis-Delegation war Bernau. Dann ging es mit mehr als 40 Fahrzeugen, Blaulicht und im Konvoi auf nach Kroatien. Die Rosenheimer wurden dort in mehrere Gruppen aufgeteilt.

Die Kameraden aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham durften ihre Spenden selbst verteilen. „Die Menschen warteten schon. Wir wurden mit berührenden Dankesworten, mit vielen Tränen und herzlichen Gesten belohnt. Es war zutiefst beeindruckend“, erzählt Bader. Nach der achtstündigen Rückfahrt in die Heimat folgte ein Corona-Test. Das Ergebnis war zum Glück bei allen negativ.

Das könnte Sie auch interessieren:

Feldkirchen-Westerham: Darum musste die alte Eiche gefällt werden

Auch die Vagener Feuerwehr war mit drei Mann und einem vollbepackten Mannschaftswagen in Kroatien dabei. Kommandant Matthias Danner war erschüttert vom immensen Schaden an den Häusern und der ausweglosen Situation für die Menschen, die weiterhin darin wohnen müssen. „Unvorstellbar groß waren aber auch die Herzlichkeit und die Dankbarkeit der Leute, denen wir Essen und Kleidung brachten“, erzählt Danner.

Unglaublich beeindruckt waren auch die drei Höhenrainer Feuerwehrmänner, die mit einem Auto voller Lebensmittel, Kleidungsstücke und Toilettenartikel ins kroatische Erdbebengebiet gereist waren. „Die Menschen dort haben sich über das von uns Mitgebrachte unendlich gefreut. Sie haben gelacht und gleichzeitig geweint“, berichtet Kommandant Horst Genge.

Kommentare