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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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DAS NEUE LF 20

Feuerwehr Feldolling ist jetzt schneller, schlagkräftiger und effektiver

Feldolling ist eine Chemiestützpunktfeuerwehr: Kommandant Robert Weber, Stellvertreter Manuel Mayer und stellvertretender Vereinsvorsitzender Thomas Hupfauer (von links) zeigen die Ausrüstung für einen Chemieeinsatz.
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Feldolling ist eine Chemiestützpunktfeuerwehr: Kommandant Robert Weber, Stellvertreter Manuel Mayer und stellvertretender Vereinsvorsitzender Thomas Hupfauer (von links) zeigen die Ausrüstung für einen Chemieeinsatz.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Die Feuerwehr Feldolling ist jetzt schneller, schlagkräftiger und effektiver. Vor 14 Tagen stellten die Kameraden ihr neues LF 20 in Dienst – ein Hightech-Löschfahrzeug und „ein Quantensprung“, wie es der stellvertretende Kommandant Manuel Mayer ausdrückt.

Feldkirchen-Westerham – Wenn die Feldollinger Wehr in den vergangenen Jahren nicht einsatzbereit war, dann lag das nicht an den Kameraden, sondern am LF 8/6, das sie seit 1997 in Dienst hatten.

„Es schränkte unsere Einsatzbereitschaft teilweise ein“, beschreibt Kommandant Robert Weber. Immer wieder kam es zu Ausfällen. Mal war es der Motor, mal ein Kabelbrand, mal versagte die Heckpumpe ihren Dienst. Mal konnten die Feldollinger nicht zum Einsatz ausrücken, mal blieben sie auf dem Rückweg liegen.

LF8/6 schränkte Einsatzbereitschaft ein

„Da fehlte einfach das Vertrauen in die Einsatzsicherheit“, beschreibt Weber das mulmige Gefühl. Eine Ersatzbeschaffung war in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham schon angedacht.

Da die Wehren in Föching und Holzkirchen auch nach neuen Fahrzeugen suchten, schlossen sich die Feldollinger an. „Es war eine wirklich zukunftsorientierte Entscheidung der Gemeinde, der gemeinschaftlichen Beschaffung zuzustimmen“, betont Weber. Damit wurde nicht nur der Feuerwehrstandort Feldolling gesichert. Auch die Kosten konnten reduziert werden. Die Ersparnis der Sammelbestellung: zehn Prozent.

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Am 22. Februar war es endlich soweit. Kommandant Robert Weber, stellvertretender Vereinsvorsitzender und Maschinist Thomas Hupfauer sowie Gruppenführer und Maschinist Markus Albrecht machten sich mit einer Sondergenehmigung auf den Weg ins österreichische Leonding.

Auf Testfahrt mit dem LF 20: Lisa Hupfauer, Monika Schmelmer, Bernhard Peschke und Felix Rieß (von links).

Eintägige Schulung beim Hersteller

Im Rosenbauer-Werk, das den Aufbau des MAN-Fahrgestells übernahm, erhielten sie eine eintägige umfassende Fahrzeugeinführung. Jetzt geben sie ihr Wissen an die 40 aktiven Kameraden und die Jugendfeuerwehr weiter. „Wir hatten mit unserem neuen Löschfahrzeug noch keinen Einsatz. Das ist aber auch gut so, denn wir schulen gerade intensiv, coronabedingt immer nur in kleinen Gruppen“, informiert Weber.

Technik, die begeistert

Das neue LF 20 ist ein Hightech-Fahrzeug. „Wir haben jetzt 3000 Liter Löschwasser statt bisher 600 Liter und einen 125-Liter-Schaumtank mit automatischer Schaumzumischanlage“, beschreibt der stellvertretende Kommandant Mayer. „Die maximale Förderleistung liegt bei 3500 Litern pro Minute.“ Statt mit Hebeln wird die neue Heckpumpe per Knopfdruck bedient. Doch nicht nur das. Bei der oft schwierigen Löschwasserversorgung im Einsatzgebiet macht ein 3000-Liter-Tank einen weitaus effektiveren Erstangriff möglich.

Besseres Equipment

Das neue Fahrzeug hat zudem mehr Equipment als das alte, darunter eine 14 Meter lange Schiebeleiter und ein Teleskoplichtmast, der per Fernbedienung schwenkbar ist und den Einsatzort sofort ausleuchtet. „Bisher waren bei Ankunft vier Kameraden erst einmal damit beschäftigt, die Stative aufzubauen, um den Einsatzort auszuleuchten“, so Weber.

Für Chemieeinsätze gewappnet

Ein weiterer Vorteil: Das LF 20 verfügt über ein zusätzliches mobiles Sonderlöschgerät MicroCafs, vier Chemieschutzanzüge und vier Spritzschutzanzüge. „Wir sind eine Chemiestützpunktfeuerwehr, haben gemeinsam mit der Feuerwehr Feldkirchen ein Chemieschutzkonzept aufgestellt, vor allem um für Einsätze in der Papierfabrik Nenaah Gessner gewappnet zu sein“, erklärt der Kommandant.

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Verbesserungen gibt es auch im Mannschaftsraum: „Wir haben jetzt fünf Atemschutzgeräte. Damit können wir künftig mit einem Dreier-Stoßtrupp und einem Zweier-Sicherungstrupp taktisch viel besser vorgehen“, erläutert der Kommandant und fasst zusammen: „All das bringt einen extremen Zeitgewinn im Einsatz. Dank der neuen Technik sind wir schneller, schlagkräftiger und effektiver.“

Machen sich mit dem Neuen vertraut: Die Machinisten Maximilian Lehmann und Thomas Hupfauer (von links).

Motivation für persönlichen Einsatz

Die Feldollinger Kameraden sehen das neue Fahrzeug als eine Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Arbeit. „Das LF 20 ist eine Motivation für alle Kameraden“, so Manuel Mayer.

Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham hat 525 000 Euro für das Fahrzeug in ihren Investitionsplan eingestellt. Zuschüsse in Höhe von 110 000 Euro kommen von der Regierung Oberbayern.

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