Feuerstelle statt Brotbackofen – Dorferneuerung Dettendorf beschließt Maßnahmen

Noch liegt die Fläche vor dem Saal des Gemeinschaftshauses brach.Ab der zweiten Sommerhälfte soll hier der neue Spielplatz angelegt werden. Mayr

Im Umfeld des neuen Gemeinschaftshauses in Dettendorf wird nun doch kein Brotbackofen gebaut. Wie in der jüngsten Vorstandssitzung der Dorferneuerung im Gemeinschaftshaus bekannt gegeben wurde, sei der Betrieb eines solchen Ofens so aufwendig, dass er auf Dauer nicht sichergestellt werden könne.

Von Josef Mayr

Dettendorf – Eine extra dafür eingesetzte Arbeitsgruppe habe bei Betreibern solcher Einrichtungen in Erfahrung gebracht, dass beispielsweise das Anheizen über Stunden hinweg überwacht und auch der Brotteig zeitlich abgestimmt dazu hergerichtet werden müsse. Der Arbeitskreis habe sich daher schweren Herzens von der Idee verabschiedet. Als Alternative soll stattdessen eine Feuerstelle zum Grillen und für Lagerfeuer angelegt werden.

Viele tolle Geräte für den Spielplatz

Einen entscheidenden Schritt weitergekommen ist der Vorstand unter der Leitung von Christian Koch vom Amt für Ländliche Entwicklungbei der Ausgestaltung des geplanten Spielplatzes. Zusammen mit dem begleitenden Ingenieurbüro, der Planungsgruppe (PLG) Strasser aus Rosenheim, wurde als Hauptspielgerät eine Kombination aus Spielturm mit kleiner Rutsche und vielen Kletter- und Balanciermöglichkeiten ins Auge gefasst. Das Gerät soll vorwiegend aus Hartholz – wie gewachsen – bestehen.

Daneben sind zwei Jugendbänke, eine sogenannte Lümmelbank, ein Sandkasten, eine Doppelschaukel mit mindestens drei Meter Höhe sowie Federwippen mit Tiermotiven vorgesehen. Am Hang soll eine etwas längere Rutsche samt Aufstiegshilfe aufgestellt werden.

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Mit Blick auf den benachbarten Kaltenbach wurde aus den Reihen des Vorstandes auch ein Wasserspielgerät angeregt. Peter Rubeck von PLG verwies hier jedoch auf gesundheitsrechtliche Regelungen, wonach bei solchen Anlagen Trinkwasserqualität gefordert werde. Damit hatte sich das Thema erledigt.

Gemeinde muss Arbeiten ausschreiben

Der Spielplatz soll zeitlich koordiniert mit den Außenanlagen angelegt werden. Die Ausschreibung und Vergabe für den Spielpatz liegen aus Haftungsgründen – abweichend zu dem von der Dorferneuerung beauftragten Außenanlagen – in der Verantwortung der Gemeinde Bad Feilnbach. Da beide Maßnahmen von der PLG Strasser betreut werden, ist aber für eine einheitliche Ausführung gesorgt und lediglich die Abrechnung getrennt. Die Bauarbeiten sollen Anfang August 2020 starten.

nnerhalb des beschlossenen Gesamtbudgets von rund 500 000 Euro sind für die Spielgeräte vom Amt für Ländliche Entwicklung 79 000 Euro freigegeben worden. Davon werden im Rahmen der Dorferneuerung 59 Prozent, also knapp 47 000 Euro, übernommen. Der für die Gemeinde verbleibende Kostenanteil beläuft sich auf gut 32 000 Euro.

Auch in Sachen Sanierung des Römerrings liegt nach Aussagen von Christian Koch jetzt die Freigabe des Amtes vor. Der Vorstand beschloss eine Kostenvereinbarung mit der Gemeinde Bad Feilnbach.

Von den voraussichtlichen Gesamtkosten von 290 000 Euro werden von der Dorferneuerung rund 177 000 Euro (61 Prozent) und von der Gemeinde rund 113 000 Euro (39 Prozent) übernommen. Wie bei den Außenanlagen wird auch beim Römerring ein Baubeginn Anfang August 2020 angepeilt.

Ein großes Lob zollte Christian Koch dem aktuellen Bebauungsplanentwurf „Dettendorf Oberdorf“. Gemeinde und Planer Werner Schmidt (jetzt PLG Strasser) hätten großen Wert darauf gelegt, die innerörtlichen Baulücken zu überplanen und die wertvollen Außenflächen zu schonen.

Koch betonte die Vorbildwirkung, die Dettendorf dadurch in Sachen Innenentwicklung einnehmen könne. Zudem zeige sich auch im privaten Bereich das besondere Engagement der Dettendorfer Bürger für die Verschönerung und Entwicklung ihres Dorfes. So werden fünf in Privatbesitz befindliche Feldkreuze im Rahmen der Dorferneuerung saniert. Bezuschusst werden die Maßnahmen vom Amt für Ländliche Entwicklung und von den jeweiligen Eigentümern.

Anträge könne weiter gestellt werden

Gut angenommen werden auch die Fördermöglichkeiten von privaten Gebäude- und Zufahrtssanierungen. Aktuell liegen dem Amt 15 Anträge mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 400 000 Euro vor. Dazu werden nach Aussage von Vorstand Koch bis zu 30 Prozent Zuschuss je Antrag ausgereicht.

Die Antragsstellung ist weiterhin möglich. Interessen können sich hierfür direkt an Christian Koch am Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, Telefon 089/12 13 12 60, wenden.

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