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Interview

Feriennormalität für Aiblinger Kinder

Die Vorstandsmitglieder Konstanze Baier-Heimstädt und Christian Schönberger vom Fokus-Organisationsteam ziehen – trotz Corona – eine erfolgreiche Bilanz übers Ferienprogramm 2021.
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Die Vorstandsmitglieder Konstanze Baier-Heimstädt und Christian Schönberger vom Fokus-Organisationsteam ziehen – trotz Corona – eine erfolgreiche Bilanz übers Ferienprogramm 2021.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Bad Aibling – Auf Hochtouren und unter besonderen Vorzeichen wegen Corona entstand und läuft das Aiblinger Ferienprogramm. Die Vorstandsmitglieder Konstanze Baier-Heimstädt und Christian Schönberger vom Fokus-Organisationsteam geben gegenüber die Mangfall-Boten Einblick in Planung, Erfahrungen, Probleme und Resonanz.

Das Ferienprogramm ist gerade heuer in Corona-Zeiten für die Kinder wichtiger denn je. Wie ist hier das Feedback aus den bisherigen Angeboten?

Konstanze Baier-Heimstädt: Nach all dem Trubel und dem ständigen Homeschooling ist es für unsere Kinder enorm wichtig, ein Stückchen Normalität und Sicherheit, wenigstens in den Ferien, zurückzubekommen. Vieles war über lange Zeit nicht durchführbar. Das Vereinsleben, der Musikunterricht sowie der Breitensport ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Somit war es für uns ein großes Anliegen, ein umfangreiches und individuelles Ferienprogramm auf die Beine zu stellen.

Christian Schönberger: Das Feedback der Eltern ist durchweg positiv. Das unser Ferienprogramm stattfinden kann, ist ein großer Verdienst unsere Programmanbieter, die trotz dieser erschwerten Umstände bereit sind, die Programme durchzuführen. Dieser Dank wird uns nahezu täglich von den Eltern erteilt. Auch für uns ist es ein schönes Gefühl wieder Kinder lachen und spielen zu sehen.

Wie sehen die Auflagen dazu aus?

Schönberger: Bisher können die alle Angebote mit individuellen Hygienekonzepten durchgeführt werden.

Wird jetzt angesichts der steigenden Inzidenzen nachgebessert oder fallen gar Angebote aus?

Baier-Heimstädt: Selbstverständlich haben wir die neuen Auflagen im Blick und informieren alle Anbieter darüber. Hygienekonzepte müssen angepasst werden und bei Bedarf die Teilnehmerzahl reduziert werden.

Das Aiblinger Ferienprogramm ist eine Erfolgsgeschichte. Seit wie vielen Jahren ist es unter der Führung des Fokus-Familiennetzwerkes? Was ist dem Verein dabei besonders wichtig?

Baier-Heimstädt: Seit 2013 organisiert das Fokus-Familiennetzwerk das städtische Ferienprogramm. Unser Ziel ist es jedem Kind an jedem Ferientag ein Angebot zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist uns dabei eine Vielfalt an Angeboten und die Nähe zu den Familien.

Schönberger: Auch wollen wir unseren Vereinen eine Möglichkeit bieten, bei der sie sich mit einem Angebot vorstellen können. Besonders wichtig ist uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Vereinen, Einrichtungen und Ferienprogrammanbietern.

Vielfalt ist ein gutes Stichwort. Woher kommt diese immer wieder?

Schönberger: Unser guter Ruf eilt uns voraus. Mittlerweise kommen neue Veranstalter von selbst auf uns zu und wollen ihre Angebote mit uns durchführen. Neue Ideen sammeln wir auch durch eigene Erlebnisse und Ausflüge mit der Familie und Freunden. Wir gehen mit einem offenen Auge durch die Welt. Des Weiteren kommt uns noch zugute, dass wir so stark mit unseren Veranstaltern vernetzt sind. Wir haben gelernt, dass es nur gemeinsam geht.

Wie wichtig ist die Vielfalt, und auch, dass sich Vereine keine gegenseitige Konkurrenz machen…

Baier-Heimstädt: Die Vielfalt in unseren Angeboten ist wichtig. Sie ermöglicht uns alle Kinder, selbst mit unterschiedlichen Interessen zu erreichen. Der Zeitplan und die terminliche Planung sind eines der wichtigsten und zeitaufwändigsten Prozesse. Unsere Vereine und Veranstalter stecken so viel Energie und Zeitaufwand in ihre Angebote. Wir sind es ihnen schuldig den nötigen und verbindlichen Rahmen zur Verfügung zu stellen, um ihr Angebot so gut wie möglich zu präsentieren. Auch für die Eltern ist ein klarer Ansprechpartner unabdingbar.

Hier gab es heuer bei einem Angebot ein Problem, nämlich beim Mittelalterlager für Kinder.

Schönberger: Ja. Bei uns haben sich Menschen gemeldet, die von einem anderen Träger Werbung für eine Konkurrenzveranstaltung bekommen hatten. Das hat uns überrascht und erstaunt, weil diese Menschen bisher mit diesem anderen Träger nie etwas zu tun hatten. Wir sind noch dabei, zu klären, woher dieser Träger die Adressen hat. Dem gehen wir nach.

Wie viele Kinder werden immer beim Aiblinger Ferienprogramm bespaßt?

Baier-Heimstädt: Dieses Jahr beteiligen sich ungefähr 530 Kinder am Bad Aiblinger Ferienprogramm.

Wie viele Betreuer sind ehrenamtlich dazu im Einsatz?

Schönberger: Das ist uns nicht bekannt. Wir wissen nicht, wie viele Ehrenamtlichen im Hintergrund mit agieren, um die Angebote durchführen zu können. Jedoch haben wir eine vage Vorstellung, dass es viele sein müssen.

Was sind Zukunftsvisionen für das Programm?

Baier-Heimstädt: Unser Bestreben ist, ein noch breiteres Angebot auf die Beine zu stellen, um noch mehr Plätze für interessierte Kinder zur Verfügung zu stellen. Unsere Vision ist es, dass an jedem Ferientag des Schuljahres ein Angebot stattfindet und die Kinder das ganze Jahr über sich an unseren Veranstaltungen erfreuen können.

Wenn Sie eine Halbzeitbilanz ziehen müssten. Wie sieht diese aus?

Schönberger: Durchwergs positiv. Wir hatten bisher keinen gemeldeten Unfall und auch keinen Corona-Fall. Bisher konnten 70 Angebote durchgeführt werden.

Nach dem Ferienprogramm ist ja bekanntlich schon vor dem nächsten Ferienprogramm… Wann starten die Planungen 2022 und wie?

Baier-Heimstädt: Das Ferienprogramm 2022 geht nahtlos über. Allein mit der Reflektion vom Ferienprogramm 2021 und den daraus resultierenden Nacharbeiten, erarbeiten wir schon im Herbst neue Prozesse, Konzepte und Verbesserungen für das kommende Jahr.

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