Feldolling: Wildholzrechen in Mangfall hat sich bewährt

Mit tonnenschweren Steinquadern werden die fünf in die Flutmulde eingebauten Rechenpfähle gesichert.
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Mit tonnenschweren Steinquadern werden die fünf in die Flutmulde eingebauten Rechenpfähle gesichert.

Das Mangfall- und Leitzach-Hochwasser am 4. August dieses Jahres hat Erinnerungen wach werden lassen. Im Herbst 2010 wurde in die Mangfall oberhalb von Westerham ein Wildholzrechen eingebaut. Das war dringend erforderlich: Seitdem hält er das bei Hochwasser angeschwemmte Treibholz zurück.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Der Einbau kam damals überraschend, er war erst für das kommende Jahr vorgesehen gewesen. Der offizielle Hintergrund, dass dieses schon länger geplante Projekt vorgezogen werden konnte, war, dass die Regierung von Oberbayern schneller als erwartet die zugesagten 270 000 Euro zur Verfügung stellte.

Die erste Bewährungsprobe bestand der neue Leitzach-Wildholzrechen am Fronleichnamstag 2011: 700 Kubikmeter Treibholz wurden angeschwemmt. Damit haben sich die positiven Erwartungen des Wasserwirtschaftsamtes über die Wirksamkeit dieses Rückhaltebecken bestätigt.

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Auch die Zahlen von Anfang August dieses Jahres beweisen das. Leitzach 600, Mangfall 500 Kubikmeter Äste und Treibholz. Hochwasser können auch künftig nicht ausgeschlossen werden. Mehr noch: Ihre Häufigkeit könnte noch größer werden.

Das Wasserwirtschaftsamt unternimmt alles nur Mögliche, die Auswirkungen eines erneuten Hochwassers für das gesamte Mangfalltal zwischen Gmund am Tegernsee und Rosenheim in Grenzen zu halten.

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Viele Millionen Euro wurden bisher schon für die umfangreichen Schutzmaßnahmen entlang des Flusses verbaut. Auch auf das wirksame Zurückhalten des angeschwemmten Treibholzes wird größter Wert gelegt.

Die wirksamste Schutzeinrichtung soll das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Feldolling und Vagen werden. Fassungsvermögen über sechs Millionen Kubikmeter, Kosten über 70 Millionen Euro.

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