Feldkirchen-Westerhamer Spendenaktion: Schon 20 Kilo D-Mark für Tafel gesammelt

Auch diese stacheligen Freunde gibt es für einen kleinen Obulus, der für die Tafel gespendet wird.
+
Auch diese stacheligen Freunde gibt es für einen kleinen Obulus, der für die Tafel gespendet wird.

Wenn es darum geht, in Not geratenen Menschen zu helfen, dann sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ein aktuelles Beispiel ist die pensionierte Lehrerin Irmgard Verstegen aus Westerham. Sie hat eine besondere Spendenaktion ins Leben gerufen, die alt und stachelig ist.

Feldkirchen-Westerham – Sie ist fest davon überzeugt, dass in vielen schon längst beiseitegelegten Geldbeuteln und Einkaufstaschen noch Papiergeld und Münzen aus der D-Mark-Zeit liegen. Dieses seit der Einführung des Euro nicht mehr gültige Bezahlmittel soll gesammelt, umgetauscht und der Tafel Feldkirchen zur Verfügung gestellt werden.

Die erste Frage, wo dieses möglicherweise schon vergilbte Papiergeld, die Eine-Mark-Stückl, die Fuchzgerl, Zehnerl, Fünferl und die Pfennige gesammelt werden sollen, war schnell beantwortet: Im ehemaligen Petzinger-Haus, in dem seit mehr als 30 Jahren die Gemeinde-Bücherei eingerichtet ist.

Von Vorteil ist dabei, dass diese Medien-Ausleihe-Stelle einen regen Zulauf hat und mit Brigitte Paul und Andrea Seeger zwei kompetente Ansprechpartnerinnen fast immer anzutreffen sind. Diese Aktion soll bis kurz vor Weihnachten laufen, dann könnte der (hoffentlich stattlich) Erlös ein willkommenes Geschenk für die Tafel werden.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Wie viel Geld zusammenkommen könnte, lässt sich kaum erahnen. „Der erste Glasballon ist fast voll und etwa 20 Kilo schwer“, sagt Bücherei-Mitarbeiter Oswald Passauer. Die Vorfreude auf das Zählen der Papier- und Metallwährung ist bei den Bücherfreunden schon jetzt zu spüren.

Passend zum Herbst: Wer für stachelige und vielfarbige Kakteen in seinem Haus noch Platz hat, kann diese in der Bücherei für einen geringen Betrag erwerben, der der Tafel gespendet wird. Umgetopft und gesponsert wurden die stacheligen Freunde von Irmgard Verstegen.

Schon gut gefülltmit D-Mark-Scheinen ist dieser Glasballon.

Kommentare