Rohstoff für Biogasanlagen

Feldkirchen-Westerhamer Landwirte sind mitten in der Maisernte

Mannshohe Schlepper sind in diesen Tagen auf den Äckern in Feldkirchen-Westerham unterwegs. Die Anhänger werden vom parallel daneben fahrenden Häcksler mit Mais gefüllt, einem von den Landwirten und Milcherzeugern geschätzten Futtermittel für die Kühe.
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Mannshohe Schlepper sind in diesen Tagen auf den Äckern in Feldkirchen-Westerham unterwegs. Die Anhänger werden vom parallel daneben fahrenden Häcksler mit Mais gefüllt, einem von den Landwirten und Milcherzeugern geschätzten Futtermittel für die Kühe.

Die Maisernte läuft. Auch die Landwirte in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham bringen derzeit das gesunde Futter für ihre Milchkühe ein. Doch auch als Rohstoff für Biogasanlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung wird der Mais in der Region genutzt.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Der Herbst hat Einzug gehalten. Und wenn sich das Landschaftsbild fast täglich ändert, dann zeigt das auch eines deutlich: Bei den Landwirten ist die Maisernte in vollem Gange und steht kurz vor ihrem Abschluss. Mannshohe und leistungsstarke Schlepper sind in diesen Tagen auf den heimischen Äckern unterwegs.

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Die Anhänger werden vom parallel daneben fahrenden Häcksler mit Mais gefüllt, einem von den Landwirten und Milcherzeugern überaus geschätzten Futtermittel für die Kühe. Denn: Der Mais wird regional angebaut, hat eine hohe Energiekonzentration und ist für Milchkühe besonders gut verdaulich.

Positive Ökobilanz

Dass Weizen-, Gerste- und andere typischen Getreidefelder immer mehr zurückgedrängt werden und hier in der Region fast verschwunden sind, stößt nicht überall auf Begeisterung. Doch Landwirt Martin Weber aus Feldkirchen erklärt: „Die Landwirte in unserer Region sind sehr froh, ein solch wertvolles Futtermittel wie den Mais anbauen zu können. Zudem sind bei uns die klimatischen Voraussetzungen für den Getreideanbau nicht ideal“, erklärt der Landwirtschaftsmeister und Milchviehhalter aus Feldkirchen.

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Dem relativ negativen Ansehen des Mais in der breiten Öffentlichkeit hält Weber die positive Öko-Bilanz entgegen. „Zum einen bindet er in der Wachstumszeit mehr als doppelt so viel an CO2 wie eine vergleichbare Fläche Wald, zum anderen sind es die kurzen Transportwege zu den Silos auf den Höfen.“ Weber verweist auch auf den sehr geringen Aufwand an Pflanzenschutz gegenüber anderen Kulturen.

Ernte in kurzem Zeitfenster

Doch wie sehen Verkehrsteilnehmer den Mais? Die Straßen werden zum Teil unübersichtlich, wenn das Wachstum des Mais dem Ende zugeht und die Fruchthalme höher als zwei Meter sind. Auch dafür hat Weber Verständnis, verweist aber auf die sehr kurze Erntezeit.

Schaut man sich in der Region um, könnte man meinen, dass mittlerweile zu viel Mais angebaut wird. Dem widerspricht der Landwirtschaftsmeister: „Zum einen ist der Anbau in unserer Region rückläufig und zum anderen kann der Bauer auf diesen Anteil an vollwertigem Futtermittel für seine Kühe nicht verzichten“, ist seine feste Überzeugung.

Regenerativer Strom aus Mais

Korbinian Huber aus Aschhofen ist mit Grünland, Getreideanbau und Stromgewinnung aus Mais vielseitig aufgestellt. „Auf rund 60 Prozent unserer Ackerfläche wird Weizen und Gerste angebaut. „Hier ernten wir einen jährlichen Ertrag von jeweils rund acht Tonnen“, erklärt der Landwirt.

„Auf den restlichen 40 Prozent der Ackerfläche bauen wir Mais an, aus dem wir in unserer Biogasanlage Strom erzeugen und ins Netz einspeisen.“ Huber bewirtschaftet auch Grünland, das rund ein Viertel der Betriebsfläche ausmacht. Das Gras wird zum Großteil als Futter verwendet.

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