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KEIN RADWEG ZUM EINKAUFSZENTRUM

Feldkirchen-Westerhamer Bauausschuss lehnt Wünsche des Ortsrates Feldolling ab

Die Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Weidach II hat der Bauausschuss jetzt beschlossen. Dabei wurden auch die Einwände von Trägern öffentlicher Belange abgewogen: Die vom Ortsrat Feldolling angedachte Gleisunterführung für einen Geh- und Radweg wurde aber abgelehnt.
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Die Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Weidach II hat der Bauausschuss jetzt beschlossen. Dabei wurden auch die Einwände von Trägern öffentlicher Belange abgewogen: Die vom Ortsrat Feldolling angedachte Gleisunterführung für einen Geh- und Radweg wurde aber abgelehnt.
  • VonManfred Merk
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Die Aiblinger Straße zwischen Westerham-Ost und Feldolling ist hoch frequentiert. Der Gehweg ist zu eng, ein Radweg fehlt fast völlig. Eine gut ausgebaute Straße ist hier dringend erforderlich, doch dafür muss die Gemeinde noch Grundstücke erwerben. Indes wurde die Idee des Ortsrates Feldolling, für Fußgänger und Radfahrer die Bahnlinie zu unterqueren, abgelehnt.

Feldkirchen-Westerham – „Ausnahmen bestätigen die Regel“ sagt ein altes Sprichwort. Das scheint bei der Gewerbeansiedlung auch in derGemeinde Feldkirchen-Westerhamder Fall zu sein. Zwar wurde in Großhöhenrain vor zwei Monaten eine rund 30 000 Quadratmeter große Wiese für die Ansiedlung einheimischer Handwerksbetriebe auf den Weg gebracht. Ansonsten aber ist Westerham mit seinen großen und leistungsstarken, aber überwiegend produzierenden Firmen längst die „Nummer eins“ in der Gemeinde.

Eine Medaille mit zwei Seiten

Fast unausweichlich mit allen sich daraus ergebenden Vor- und Nachteilen. Auch für Bürgermeister Hans Schaberl und seine 24 Gemeinderäte eine Medaille mit zwei Seiten. Positiv zu sehen ist, dass weit über 1000 Männer und Frauen sich ihr tägliches Brot in Westerham verdienen. Des Weiteren sind es die Ausbildungsplätze, die für den gut ausgebildeten Nachwuchs sorgen. Zum anderen die Firmen selbst mit den vielen Arbeitsplätzen, die der Gemeinde hohe und zuverlässige Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer bringen.

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Dem gegenüber steht auf der negativen Seite das zum Teil extrem hohe Verkehrsaufkommen, ganz speziell in den stark frequentierten Gewerbegebieten östlich von Westerham. Zudem ist mit dem neuen Einkaufszentrum ein sogenannter Frequenzbringer entstanden, der weiter zum schon hohen Quellverkehr beiträgt. Absoluter Schwerpunkt ist dabei die Aiblinger Straße zwischen Westerham-Ost und Feldolling. Sehr hoch frequentiert, weitgehend zu enge Geh- und fast völlig fehlende Radwege. Das heißt im Klartext, dass diese Straße komplett ausgebaut werden muss, um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden. Komplett heißt aber auch durchgehend, nordseits von Westerham bis zum Gewerbegebiet Müllerland.

Grundstückserwerb ist eine „Herkulesaufgabe“

Wenn Bürgermeister Schaberl auf die dabei anstehenden Verhandlungen zum Erwerb der erforderlichen Grundstücke zu sprechen kommt, dann hat er den Begriff „Herkulesaufgabe“ schon auf den Lippen. „Mit sechs oder gar sieben Grundstückbesitzern müssen wir verhandeln, und was das bedeutet, kann sich jeder leicht vorstellen“, sagt er ohne Umschweife. Und hat schon im nächsten Satz die Grundstückspreise im Visier.

Schaberl nennt keine Zahlen, verweist nur auf die umgebende Bautätigkeit entlang der Aiblinger Straße. Erschwerend kommt hinzu, dass die Straße in einem Zug ausgebaut werden muss. „Entweder in einem Zug oder ohne einen einzigen Euro an Zuschuss“, erklärt der Rathauschef die Fördermodalitäten. Das heißt im Alltag, dass dieser Einkaufsmarkt auch von den Westerhamern nur mit dem Auto erreicht werden kann. Nicht aber mit dem Fahrrad oder fußläufig.

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Wie auch die Feldollinger davon betroffen sind, zeigte sich schon bei der im Juli vergangenen Jahres beschlossenen Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Weidach III“. Im Rahmen der jetzt anstehenden Beratung zum Billigungs- und Auslegungsbeschluss wurde als Träger öffentlicher Belange auch der Ortsrat Feldolling um seine Meinung gefragt.

Sein Wunsch: „In der Planung sollte eine direkte Verbindung zwischen dem Geh- und Radweg nördlich der Bahnlinie und dem Nahversorgungszentrum hergestellt werden. Zur Querung der Bahnstrecke sollte eine Unterführung vorgesehen werden. Sie sollte großzügig dimensioniert sein, damit auch Fahrräder mit Anhänger durchfahren können.“

B-Plan-Änderung befürwortet

Diesen Vorschlag hat der Bauausschuss einstimmig abgelehnt. „Schon die Beantragung einer Durchfahrt unter der Bahnstrecke wäre völlig aussichtlos“, meinte der Bürgermeister. Sein Sohn Vinzenz, Freier-Wähler-Rat, geißelte den Vorschlag als „keine allzu gute Idee“. Die beantragte Änderung des Bebauungsplanes aber wurde sogar ohne eine Gegenstimme befürwortet.

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