Feldkirchen-Westerham: 70 Wohnungen scheinen zuviel

Auf dem Areal zwischen Rathaus und Seniorenwohnheim könnten Wohnungen entstehen. Ein Planer stellte dem Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderat jetzt seine Ideen vor.
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Auf dem Areal zwischen Rathaus und Seniorenwohnheim könnten Wohnungen entstehen. Ein Planer stellte dem Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderat jetzt seine Ideen vor.

In der ersten Sitzung des Gemeinderats war ein Beratungspunkt mit „Flurnummer 84“ überschrieben. Unter diesem Titel soll ein neues Wohnprojekt entstehen. Schon länger amtierende Räte wissen, dass damit die rund 8000 Quadratmeter große Fläche zwischen dem Rathaus und dem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt gemeint ist.

von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Erworben hat sie die Gemeinde im Tauschverfahren in den ersten Amtsjahren des damaligen Bürgermeisters Bernhard Schweiger. Wenngleich diese ebene Wiese jahrelang brachgelegen ist, rankten sich die Gedanken immer um eine Wohnbebauung schon lange Zeit. Vor eineinhalb Jahren tauchte der bis dahin selbst Fachleuten nur wenig bekannte NameBayernheim auf. Die angedachte Zusammenarbeit brachte nicht den gewünschten Erfolg und wurde deshalb wieder beendet (wir berichteten). Jetzt soll es wieder weitergehen mit der Verwendung dieser Fläche. Die Frage stellte sich: Was soll mit diesem Grundstück passieren, wie soll es sie verplant und bebaut werden. Der von der Gemeinde beauftragte Stadtplaner Gerhard Hajer von der Planungsgruppe Strasser aus Traunstein hat dem Gemeinderat ein Planungskonzept vorgestellt.

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Die Überlegungen in Kurzform: Fünf Häuser in unterschiedlicher Größe, Erd-plus zwei Obergeschosse, 50 bis maximal 60 Wohnungen, 120 Stellplätze, eine Tiefgarage und ein Parkhaus. „Wir sind mit der Fläche rundherum begrenzt, können mit den Zufahrten nicht nach Norden oder Westen ausweichen“, sagte der Planer.

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Sollte auf jedes der fünf Häuser noch ein bewohnbares Dachgeschoss aufgesetzt werden, dann wären es maximal 70 Wohnungen und würden 140 Stellplätze erfordern. Ob alle baulichen Vorstellungen, Tiefgaragen und ein Parkhaus auf diesen 8000 Quadratmetern untergebracht werden können, will Gerhard Hajer jetzt am Zeichenbrett prüfen. Diesen Auftrag hat er vom Gemeinderat bekommen. Nach welchen Kriterien dann ein Bebauungsplan aufgestellt werden könnte, ist derzeit noch ungewiss. Schaberl warnte: „Wir müssen den Rotstift ansetzen, sonst kommen weitere Förderungen. Diese Dichte der Bebauung und Ausmaß der Wünsche sind nicht machbar.“ Er ist der Ansicht, dass die maximal 70 Wohnungen zu hoch sind.

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