Feldkirchen-Westerham: Versorgung der Bürger im Notfall gewährleistet

Jürgen Dräger(rechts) leitet die First-Responder-Gruppe Feldkirchen-Westerham, links sein Stellvertreter Andreas Boschert. Im Moment können die Mitglieder aufgrund der aktuellen Lage nicht ausrücken. Doch das BRK steht für die Versorgung parat. Merk
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Jürgen Dräger(rechts) leitet die First-Responder-Gruppe Feldkirchen-Westerham, links sein Stellvertreter Andreas Boschert. Im Moment können die Mitglieder aufgrund der aktuellen Lage nicht ausrücken. Doch das BRK steht für die Versorgung parat. Merk

Auch wenn die Mitglieder der First-Responder-Gruppe aktuell wegen der Corona-Pandemie nicht mehr asurücken dürfen: Für die Versorgung der Bürger von Feldkirchen-Westerham im Ernstfall ist gesorgt.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Das Positive zuerst: Allen Menschen, bei denen sich oft völlig überraschend gesundheitliche Probleme einstellen, kann weiterhin schnell geholfen werden. Mit einer wesentlichen Einschränkung allerdings: Die First-Responder-Gruppen, mit die wichtigsten Ehrenamtlichen in der mehrgliedrigen Kette der Rettungskette, dürfen derzeit nicht mehr eingesetzt werden. Doch die BRK-Bereitschaft ist gerüstet.

Sorge wegen Ansteckungsgefahr

Diese seit dem 20. März landkreisweit geltende Anordnung hat die integrierte Leitstelle Rosenheim erlassen. Hintergrund: Es kann bei einem Einsatz vorab nicht absolut sichergestellt werden, dass beim betreffenden Patienten keine Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus besteht.

Örtliche Rettungswache ist besetzt

Oberste Priorität hat laut Leitstelle die absolute Einsatzbereitschaft der örtlichen Feuerwehren. Auch ihre aktiven Mitglieder sind aktuell vom – im personellen Notfall bedingten – Einsatz bei den First Respondern befreit. Welche Auswirkungen hat das auf die Bürger und Bürgerinnen von Feldkirchen-Westerham? Grundsätzlich gilt weiterhin, bei einem Notfall die Nummer 112 anzurufen. Die integrierte Rettungsleitstelle Rosenheim beauftragt dann die BRK-Rettungswache am Schulgelände in Feldkirchen. Sollten diese Kräfte schon anderweitig im Einsatz sein, dann sucht die Leitstelle nach einem anderen Trupp.

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Geografisch bedingt könnte dieser auch aus einem der angrenzenden Landkreise Miesbach, München oder Ebersberg kommen. Dennoch könnte es im Ausnahmefall – dienstzeitbedingt – zu Verzögerungen kommen. Zum Beispiel dann, wenn zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens ein Notruf abgesetzt wird. In diesen acht Stunden ist die BRK-Rettungswache Feldkirchen- Westerham selbst nicht besetzt, die Rettungskräfte müssen von außerhalb anfahren. Diese Zeitspanne wurde bislang von der First-Responder-Gruppe übernommen, von ausgebildeten Helfern vor Ort, die die Lücke zwischen Laienhelfern und dem Eintreffen der Rettungskräfte füllen. Ihr Leiter Jürgen Dräger und sein Stellvertreter Andreas Boschert erinnern daran, dass ihre Mitglieder aus dem Westen des Landkreises Rosenheim seit 20 Jahren nicht mehr wegzudenken sind.

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„Gerade an der Grenze zu den Landkreisen Miesbach, München und Ebersberg sind unsere 34 aktiven, ehrenamtlichen Mitglieder lebenswichtig“, sagen sie unisono. „Von großem Vorteil ist, dass die Frauen und Männer über das ganze Gemeindegebiet verstreut wohnen, 14 in Feldkirchen, elf in Westerham, vier in Höhenrain und drei in Feldolling.“

Helfertruppe vor Ort bestens organisiert

In gewisser Weise sind sie alle – ebenfalls ehrenamtlich – vorbelastet. 22 von ihnen sind Mitglieder bei den örtlichen Feuerwehren und zwölf bei der Rot-Kreuz-Bereitschaft. Die Helfer-vor-Ort-Gruppe ist bestens organisiert, die aktiven Mitglieder werden ständig aus- und weitergebildet und geschult.

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