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PROJEKT VERTEUERT SICH

Feldkirchen-Westerham: Neue Trinkwasser-Hochbehälter in Aschbach kosten 2,25 Millionen Euro

Für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham werden zwei neue Hochbehälter benötigt, die hier entstehen sollen. Die alten Hochbehälter (Gebäude rechts) sollen künftig nur den Löschwasser-Vorrat speichern.
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Für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham werden zwei neue Hochbehälter benötigt, die hier entstehen sollen. Die alten Hochbehälter (Gebäude rechts) sollen künftig nur den Löschwasser-Vorrat speichern.
  • VonManfred Merk
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In die Wasserversorgung von Feldkirchen und die angrenzenden Ortschaften wurden schon in den zurückliegenden Jahren hohe Summen investiert. Nun steht das nächste Projekt an: In Aschbach soll ein neuer Hochbehälter errichtet werden. Der Gemeinderat hat jetzt die Aufträge dafür einstimmig vergeben. Die Kosten: 2,25 Millionen Euro.

Feldkirchen-Westerham – Veranschlagt hatte die Planungsfirma vor einem Jahr noch rund 1,63 Millionen Euro. Inzwischen sind die Preise explodiert, muss mit Mehrkosten in Höhe von 22 Prozent gerechnet werden – mit einer Investitionssumme von insgesamt etwa 2,25 Millionen Euro. Das war das Ergebnis von Ausschreibung und Submission, das jetzt dem Gemeinderat vorgestellt wurde.

Zehn Firmen wurden um Angebote für das „Gewerk Tiefbau“ gebeten. Vier Unternehmen sind dem nachgekommen. Günstigster Bieter war die Firma Wadle aus Essenbach mit rund 207 024 Euro, die diesen Auftrag auch erhielt. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros lag hier höher – nämlich bei 219 048 Euro (brutto).

Angebote liegen 40 Prozent über Kostenschätzung

Auch die Gewerke „Baumeister, Hallenbau und Behälter“ wurden beschränkt ausgeschrieben. Zur Submission Anfang Januar hatten vier Firmen ihr Angebot fristgerecht abgegeben. Der günstigste Bieter – die „Pro Bau, Ingenieure und Rohrleitungsbau“ aus Passau – verlangt für diese Arbeiten 1 584 893 Euro. Diese Summe gewinnt bei der Gegenüberstellung der vom Planungsbüro Aquaforum veranschlagten Kosten von 1 129 775 Euro an Gewicht: Immerhin lag das günstigste Gebot 40,3 Prozent darüber.

Nachfragen der erstaunten Gemeinderäte erübrigten sich, denn: „Eine erneute Ausschreibung lässt keine günstigeren Angebotspreise erwarten“, begründete die Bauverwaltung. Dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch die Liste fast aller eingegangen Angebote für die neuen Hochbehälter.

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Für das Gewerk „Estrich und Fiesen“ war das Interesse mehr als gering: Sechs Firmen wurden angeschrieben, nur eine gab ein Angebot ab, das mit 39 348 Euro immerhin 27 Prozent über der Kostenberechnung liegt.

Mit einer fast 20-prozentigen Kostensteigerung wurde auch der Auftrag für die Hydraulik vergeben. Um den mit rund 124 000 Euro veranschlagten und mit knapp 147 717 Euro vergebenen Auftrag hatten sich vier Firmen beworben.

Ein Angebot kam der Schätzung des Ingenieurbüros sehr nahe. Der mit 171 472 Euro veranschlagte Landschaftsbau wurde an die Firma Endlich aus Aying zum Angebotspreis von 174 786 Euro vergeben.

Nur der Elektriker liegt im Rahmen

Mit den Elektro-Arbeiten wird die Firma Zach aus Grillheim beauftragt. Die Kostenberechnung lag hier bei 164 557 Euro. Vergeben wurde das Los für 95 081 Euro. Diese unerwartete Kostenminderung um 42 Prozent wurde nicht begründet.

In Summe liegen die Angebots- und Vergabepreise etwa 22 Prozent über der Kostenberechnung. Wie die Bauverwaltung erläuterte, sei dies im Wesentlichen der Kostensteigerung im Hochbau zuzuschreiben, die der aktuellen Marktlage zuzuschreiben sei.

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Die Mehrkosten wurden in der Haushaltsplanung bereits berücksichtigt und entsprechend ihrer konkreten Umsetzung auf die kommenden Haushaltsjahre aufgeteilt.

Warum neue Hochbehälter in Aschbach gebraucht werden

Ein Vorrat von 1200 Litern Trinkwasser wird gebraucht, um die Trinkwasserversorgung für Feldkirchen-Westerham für zwei Tage zu sichern. Die alten Trinkwasserhochbehälter in Aschbach fassen jeweils 300 Kubikmeter, können also maximal 600 Kubikmeter speichern. Zudem befinden sie sich dem Planungsbüro Aquaforum zufolge in einem altersbedingten Zustand, der eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr zulässt. Mit einem Neubau hat sich die Gemeinde Feldkirchen-Westerham schon längere Zeit befasst.

Geplant ist nun, mit zwei jeweils 600 Kubikmeter fassenden Edelstahlbehältern ein Gesamtvolumen von 1200 Kubikmetern zu erreichen. Mit diesem Volumen könnte der tägliche Spitzenbedarf von 660 Kubikmetern für fast zwei Tage abgedeckt werden. Den angenommenen Zuwachsprognosen zufolge könnte sich der Tagesbedarf perspektivisch zudem um 300 Kubikmeter erhöhen.

Die beiden alten Behälter sollen nach Inbetriebnahme der neuen als Löschwasser-Vorrat erhalten bleiben.

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