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Er war selbst Bürgermeister in Weyarn

Michael Pelzer kritisiert Umgang mit Schwarzbauten von Bürgermeister-Sohn in Feldkirchen-Westerham

Michael Pelzer
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Michael Pelzer

Die Schwarzbauten, die ein Sohn von Bürgermeister Hans Schaberl im Gemeindeteil Irnberg errichtet hat, sind nach wie vor Gesprächsthema in der Gemeinde. Jetzt äußert sich der ehemalige Weyarner Bürgermeister und stellvertretende Landrat des Landkreises Miesbach, Michael Pelzer, zu dem Vorgang.

Feldkirchen-Westerham – Nachdem die OVB-Heimatzeitungen den vom Landratsamt verhängten Baustopp öffentlich gemacht haben, schreibt nun der ehemalige Weyarner Bürgermeister und stellvertretende Landrat des Landkreises Miesbach, Michael Pelzer, einen offenen Brief zu dem Vorgang. Pelzer, der jetzt in der Gemeinde wohnt, findet in einem offenen Brief deutliche Worte.

Über Vorschriften hinweggesetzt

Nachfolgend der Brief im Wortlaut: „Im Mangfallboten vom 1. März stand folgendes Zitat: ‚Das Gemeindeoberhaupt nutzte die Gelegenheit, alle Gemeinderäte eindringlich zu bitten, Vorbild zu sein……‘

Und kurz zuvor hatten die Bürger aus derselben Zeitung erfahren, dass der Sohn des Bürgermeisters sich über viele Baurechtsvorschriften schlicht hinweggesetzt hat. Man weiß nicht, worüber man fassungsloser sein soll:

- darüber, dass jemand fünf landwirtschaftliche Gebäude (Landwirtschaftliche Maschinen- und Heulagerhalle, Garage, Werkstatt, Schleppergarage, Rinderstall) und ein Wohnhaus erstellt, ohne auch nur zu fragen, ob es dafür eine Genehmigung braucht.

Kritik an Ausreden

- darüber, dass der Bürgermeister und die beiden im Gemeinderat sitzenden Brüder des ‚Bauherrn‘ das bei seinem Sohn oder ihrem Bruder nicht bemerkt haben wollen.

- über die Ausrede, ein Gebäude (Gesindehaus) sei bei der Sanierung zusammengefallen, und man habe über dem schnellen Handlungsbedarf vergessen, das Landratsamt zu informieren und deshalb schnell ein neues Haus gebaut (natürlich auch ohne Baugenehmigung). Welcher schnelle Handlungsbedarf denn bei einem so alten Gebäude? Und wie und was wollte man denn sanieren, dass es gleich „zusammengefallen“ ist?

Nachteil durch Bürgermeisteramt?

- über die Behauptung des Bürgermeisters, dass es für seine Kinder „eher ein Nachteil“ sei, weil er Bürgermeister sei. Dabei geht es doch nur darum, dass sich jeder an Gesetze hält und dass der Bürgermeister darauf achtet. Ein Nachteil?

– und schließlich über das Vertrauen, dass mit solch einem Verhalten zerstört wird, weil jetzt wieder alle Vorurteile über ‚die Politik‘ scheinbar bestätigt werden. Weil der Gesetzestreue sich als ‚dumm‘ vorkommt. Und weil dadurch die Demokratieverdrossenheit zunimmt.

Da fehlt es an vielem, aber vor allem am Anstand und genau an dem, was der Bürgermeister am 1. März. im Mangfallboten angemahnt hatte: Vorbild zu sein.“

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