Feldkirchen-Westerham: Kindergarten Großhöhenrain soll erweitert werden

Der Großhöhenrainer Kindergarten ist im östlichen (rechts) Teil des Gemeindehauses untergebracht.
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Der Großhöhenrainer Kindergarten ist im östlichen (rechts) Teil des Gemeindehauses untergebracht.

Mehr Platz für Nachwuchs: Der Gemeinderat Feldkirchen-Westerham votiert für eine ebenerdige Erweiterung des Kindergartens Großhöhenrain. Jetzt soll eine Architektin mit der Ausarbeitung beauftragt werden. Der Anbau soll im Herbst 2021 fertig sein.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham betreibt vier in eigener Verantwortung stehende Kindergärten. Neben den beiden in Westerham je einen in Feldkirchen und in Großhöhenrain. Dazu kommen die kirchlichen Kindergärten in Feldkirchen und Vagen. Eines haben alle sechs gemeinsam: Sie sind absolut randvoll.

Kosten rund 300 000 Euro

Der aktuelle Fall betrifft den Großhöhenrainer Kindergarten, der im Gemeindehaus untergebracht ist. Mit den 75 Mädchen und Buben ist er ebenfalls voll ausgebucht. Eine Lösung soll gesucht und auch gefunden werden. Der Vorschlag der Bauverwaltung, dieses vollbelegte Gebäude mit einem ebenerdigen Anbau zu erweitern, hat den Bauausschuss überzeugt.

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Mit der einstimmigen Befürwortung wurde am 3. Dezember 2019 beschlossen, dieses mit mehr als 300 000 Euro (absolute Grobschätzung) veranschlagte Vorhaben zeitnah umzusetzen. Dieser Beschluss hatte keinen langen Bestand. „Sollten wir auf den erdgeschossigen Anbau nicht gleich ein Stockwerk draufsetzen?“ fragte der Großhöhenrainer Pro-Bürger-Rat Klaus Samstl bei der nächsten Beratungsrunde des Bauausschusses.

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Aktueller Hintergrund aller Überlegungen ist, dass ein Raum im Erdgeschoss vom Kindergarten genutzt wird, der eigentlich der Kirchenverwaltung zur Nutzung zusteht. Vertraglich befristet bis zum Herbst des kommenden Jahres.

Ausreichend Platz auch ab 2021/2022 sichern

Um auch ab 2021/2022 genügend Räume für den Kindergarten zu haben, wurden daraufhin Gespräche mit allen Beteiligten geführt – zum größten Teil nicht öffentlich.

Laut aktueller Beschlussvorlage wären die örtlichen Vertreter der Kirchenverwaltung mit dieser erweiterten Anbau-Lösung einverstanden, sie würden dann vollständig auf den besagten Raum verzichten. Die Kindergartenleitung dagegen hatte sich schon vorher aus mehreren Gründen dagegen ausgesprochen. Sie schreibt, dass das derzeitige Angebot mitsamt der Nutzung dieses Kirchenraumes ausreicht.

Herbst 2021 soll Anbau fertig sein

Nach erneuten internen Gesprächen beschloss der Gemeinderat jetzt einstimmig, die Planung der Kindergartenweiterung weiter zu verfolgen – derzeit soll es aber dabei bleiben, den Anbau nur ebenerdig zu verfolgen. Eine Architektin soll mit der Ausarbeitung der Leistungsphasen drei und vier beauftragt werden. Bis Herbst 2021 soll das Vorhaben umgesetzt sein.

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