Trinkwasser für den Garten?

Feldkirchen-Westerham lehnt neue Wasserleitungen für Hobbygärtner ab

Ein Großteil der Haushalte in Feldkirchen und der näheren Umgebung bezieht das Trinkwasser aus diesem Hochbehälter in Aschbach. Im kommenden Jahr soll er ersetzt werden.
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Ein Großteil der Haushalte in Feldkirchen und der näheren Umgebung bezieht das Trinkwasser aus diesem Hochbehälter in Aschbach. Im kommenden Jahr soll er ersetzt werden.
  • vonManfred Merk
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Der Gemeinderat Feldkirchen-Westerham lehnt eine neue Gartenbewässerung ab. Wegen welcher Gefahren sich das Gremium so entschieden hat, wurde in der jüngsten Sitzung diskutiert.

Feldkirchen-Westerham – „Trinkwasser ist und bleibt das Lebensmittel Nummer eins.“ An dieser grundlegenden Lebensweisheit hat sich nichts geändert. Entsprechend sensibel gehen die fünf eigenständigen Wasserbeschaffungsverbände in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham damit um. Neben Feldolling, Höhenrain, Vagen und Westerham ist das die kommunal geführte Versorgung Feldkirchen, zu der auch der westliche Bereich mit Unter- und Oberreit, Altenburg und Aschbach und nördlich Percha gehören.

Heimisches Grün bewässern

Im Gemeinderat musste die Frage diskutiert werden, wie Gartenbewässerung mit Trinkwasser bewertet werden soll. Aktueller Hintergrund laut Bauverwaltung ist, dass von Hausbesitzern, vor allem von Hobbygärtnern, vermehrt Anträge für eine ausschließliche Gartenbewässerung gestellt werden.

Abwassergebühren sparen

Das heißt: Sie wollen den Garten gießen und somit die Abwassergebühren sparen. Dafür benötigen sie allerdings neue Leitungen, die sie ausschließlich zur Gartenbewässerung verwenden.

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Die Verwaltung schreibt, dass diese aus mehreren, vor allem hygienischen Gründen generell abgelehnt werden sollen. „Bei längerem Stillstand des Wassers in den Leitungen die Gefahr einer Verkeimung, die sich auf das gesamte Versorgungsgebiet auswirken kann.“

Zisternen einbauen

Bei einer gewerblich genutzten Bewässerung, beispielsweise Gärtnerei oder Baumschule sei das nicht der Fall. Hier sei das Wasser im ständigen Fluss, da können sich keine Keime ansetzen oder gar verbreiten. Ein Vorschlag der Gemeinde wäre, Regenwasser-Zisternen einzubauen.

Finanziell bezuschusst

Diese werden von der Kommune gefördert, das heißt finanziell bezuschusst. Bei diesem extern gewonnenen Wasser fallen – im Gegensatz zum Leitungs-Wasser – keine Entsorgungsgebühren an. Die vorliegende, detaillierte Beschlussvorlage hat der Gemeinderat einstimmig abgesegnet,

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