Nachruf auf Karl-Josef Domke aus Feldkirchen-Westerham

Karl-Josef Domke

Ideen einbringen, Vorschläge machen, Pläne zeichnen, Häuser bauen und betreuen, das war das berufliche Leben des Architekten Karl-Josef Domke.

Feldkirchen-Westerham – Immer da sein für die große Familie mit der Ehefrau, den drei Kindern samt Partnern, den sechs Enkeln und zwei Urenkeln, das war seine große Herzenssache.

Jetzt ist „Kajo“ Domke, wie viele den Diplom-Ingenieur nannten, im Alter von 91 Jahren verstorben. Den Rosenkranz, den ihm seine Mutter 1944 mitgab, als er als knapp 17-Jähriger zum Arbeitsdienst eingezogen wurde, hielt er in seiner Sterbestunde fest in seinen Händen.

Ab 1944 verlief das noch junge Leben in damals nicht ungewöhnlicher Ausnahmeform: Ausbombung der Familie in Berlin, Umzug nach Bayern, Einberufung zur Wehrmacht und später blieb Domke auch die bittere Kriegsgefangenschaft nicht erspart. Nach diesen Wirren hat er das Abitur nachgeholt und ab 1947 in München mit dem Architektur-Studium begonnen.

Die folgenden Jahre waren ereignisreich: Gründung einer eigenen Familie, Umzug nach Westerham, Neubau eines Hauses mit Büro, berufliche Selbstständigkeit. Domke-Projekte waren der Kindergarten an der Höhenkirchner Straße in Westerham, die Ladenzeile an der Münchner Straße in Feldkirchen oder Umbau des alten Krankenhauses in ein Seniorenheim, ebenfalls in Feldkirchen, um nur einige zu nennen.

„Seine Arbeit war sein Leben“, sagt seine Ehefrau Waltraud, mit der er vor zwei Jahren goldene Hochzeit feiern konnte. An seiner letzten Ruhestätte im Friedhof in Feldkirchen erinnern mehrere Kränze an Kajo Domkes tiefe Verbundenheit mit den Westerhamer Ortsvereinen. Zu Ehren des ehemaligen Kriegsteilnehmers intonierten die Blechbläser die Melodie vom „Guten Kameraden“ und donnerten ein Böllersalut über den Friedhof. Die den gegebenen Umständen entsprechende Trauerfeier hielt Kurat Richard Basta. Manfred Merk

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