Feldkirchen-Westerham: Gewerbe-Areal wächst ein Stückerl

Die Baugrenzen an der Walter-Gessner-Straße in Westerham können erweitert werden. Das der Bauausschuss ohne Gegenstimme befürwortet.
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Die Baugrenzen an der Walter-Gessner-Straße in Westerham können erweitert werden. Das der Bauausschuss ohne Gegenstimme befürwortet.

Bauausschuss stimmt Erweiterung des Baugebietes Weidach III geschlossen zu – Straße an Areal jetzt offiziell gewidmet

von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Wenn die neueren Baugebiete in Westerham vom Gemeinderat die Namen „Weidach III“ und „Weidach V“ erhalten haben, dann hatte das schon seinen Grund. Weidach, ein beinahe abseits und kaum wahrnehmbarer Ort zwischen Feldolling und Westerham, ist einer der Standorte, an dem das vom Tegernsee abgeleitete Wasser der Mangfall seit Jahrhunderten gewerblich genutzt wird. Nicht auf dem direkten Weg, sondern über den Mühlbach, der westlich von Westerham aus der Mangfall abgeleitet wird.

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Den Namen „Weidach III“ hat ein rund 33 000 Quadratmeter Grundstück schon vor längerer Zeit bekommen. Ursprünglich war es als Fläche für eine damals angedachte Erweiterung des Gore-Werkes in Westerham vorgesehen. Deren Pläne aber haben sich zerschlagen, jetzt wurde dieses große Areal von einem privaten Unternehmer baureif gemacht und dann parzelliert. Die fast rasante Bebauung mit überwiegend Gewerbebauten ist schon in vollem Gang. Jetzt wurde die Gemeinde um eine „geringe Erweiterung“ der Baugrenzen in Richtung Norden – Bahnstrecke/Feldkirchen – gebeten.

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Dazu die Stellungnahme der Bauverwaltung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham wörtlich: „Hier handelt es sich um untergeordnete Änderungen, die städtebaulich absolut vertretbar sind. Und die damit auch im Rahmen eines Bauleitplan-Verfahrens so angepasst werden können, dass die Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Betriebes geschaffen werden können.“

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Dieser detaillierte Beschlussvorschlag wurde von den Mitgliedern des Bauausschusses einstimmig und ohne Wortbeitrag befürwortet. Schlusssatz: „Gemäß dem städtebaulichen Vertrag der Gemeinde müssen die Kosten der Bauleitplanung dem Verursacherprinzip zufolge vom Antragsteller getragen werden.“

Straße gewidmet

Der Name Walter-Gessner-Straße ist mittlerweile offiziell und damit gewidmet: Diese Stichstraße Weidach III hat schon vor längerer Zeit einen Namen bekommen: Walter-Gessner-Straße. Der damalige Antrag wurde ausführlich begründet und ist nach dem Gründervater der Papierfabriken Bruckmühl und auch Weidach benannt worden. Wann immer von Weidach die Rede ist, dann tauchen Namen wie Steinbeis und auch Steiniger auf. Und in neuerer Zeit die der amerikanischen Investoren Fibermark und Neenah. Und immer ist mit Bindestrich der Name Gessner angehängt. Walter Gessner war Geschäftsführer einer gleichnamigen Papierfilterfabrik im Erzgebirge und kam 1953 in den Westen. Bei einer Bergtour lernte er zwei Jahre später Hermann Steinbeis kennen, das war auch das Gründerjahr der Firma Gessner. Der Diplom-Kaufmann war bis zu seiner Pensionierung (Ende 1975) Geschäftsführer von Gessner & Co. GmbH. Gessner starb am 18. Juli 1990 im Alter von 80 Jahren.

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