Feldkirchen-Westerham: Für neuen Verwertungshof gibt es nach 19 Monaten einen Plan

Im Bereich der ehemaligen Tennisplätze und eines angrenzenden Grundstücks in Feldkirchen-Westerham soll der neue Verwertungshof entstehen. Die Baukosten trägt das Landratsamt.
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Im Bereich der ehemaligen Tennisplätze und eines angrenzenden Grundstücks in Feldkirchen-Westerham soll der neue Verwertungshof entstehen. Die Baukosten trägt das Landratsamt.
  • vonManfred Merk
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Der Verwertungshof in Feldolling wird den Anforderungen nicht mehr gerecht. Das hat sich in den vergangenen Wochen wieder deutlich gezeigt. Doch die Auslagerung des Wertstoffhofs ins Gewerbegebiet Müllerland verzögert sich weiter. Nach 19 Monaten Planung gibt es erst zwei „Handskizzen“.

Feldkirchen-Westerham – Dabei geben sich die Mitarbeiter alle Mühe, ihre Aufgabe zur vollen Zufriedenheit aller Anlieferer zu erledigen. Das Problem ist der Anfahrtsweg über die Breitensteinstraße und den schmalen Dammweg entlang der Mangfall. Diese Situation wird sich auch so schnell nicht ändern, denn die Auslagerung des Wertstoffhofs ins Gewerbegebiet Müllerland verzögert sich weiter.

Schmale Wege, lange Schlangen

An den vergangenen Samstagen herrschte – wieder einmal – Hochbetrieb am Feldollinger Verwertungshof. Wenngleich der Ausnahmezustand auch dem milden Herbstwetter und den Entsorgen der wahrscheinlich letzten Rasenschnitte und des Laubs zugeschrieben werden könnte: Die vielen Autos der Anlieferer sprengten die zumutbaren Wartezeiten. Zeitweise standen bis zu 50 Fahrzeuge in der Warteschleife. Jeder musste auf ein Handzeichen warten, ehe er auf das Gelände fahren durfte. Übrigens: Die coronabedingten Hygienemaßnahmen müssen auf dem gesamten Platz weiterhin eingehalten werden.

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Die Möglichkeiten der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, eine spürbare Entlastung zu erreichen, sind begrenzt. In der besonders angespannten Zeit zu Beginn der Corona-Pandemie wurden an den Dienstagen und Donnerstagen die Öffnungszeiten um jeweils eine Stunde verlängert. In der am 27. Oktober beginnenden Winterzeit hat der Verwertungshof dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Die entscheidende Entlastung aber wäre die geplante Verlegung des Wertstoffhofes ins Gewerbegebiet Müllerland. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham stellt mit den ehemaligen Tennisplätzen und einem angrenzenden Grundstück die erforderliche Fläche zur Verfügung. Planung und Bauausführung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Landkreis Rosenheim. Dieser übernimmt auch die gesamten Kosten.

19 Monate für erste Handskizzen

Den aktuellen Sachstand hat die Bauverwaltung den Gemeinderäten jetzt vorgelegt: „Die Vergabe der Planleistung an das Büro AU Consult in Augsburg ist am 5. Februar 2019 erfolgt. Erste Handskizzen wurden dem Landratsamt und der Bauverwaltung am 10. September vorgelegt.“

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Nach 19 Monaten gibt es nun zwei Varianten. Nach langer Diskussion und Erläuterung des logistischen Konzepts zur Entladung der Container wurde der Architekt aufgefordert, Variante zwei zu verfeinern und davon unterschiedliche Möglichkeiten zu erstellen. Die Bauverwaltung hofft, dass ein Termin für die nächste Gesprächsrunde mit Architekten und Landratsamt zeitnah anberaumt wird.

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