Feldkirchen-Westerham: Friedhofsgebühren bleiben konstant

Ganz im Sinn des ökumenischen Zusammenlebens: Der Friedhof „Am Grieblweg“ in Feldkirchen liegt genau zwischen der katholischen Sankt Laurentius- und der evangelischen Emmaus-Kirche.
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Ganz im Sinn des ökumenischen Zusammenlebens: Der Friedhof „Am Grieblweg“ in Feldkirchen liegt genau zwischen der katholischen Sankt Laurentius- und der evangelischen Emmaus-Kirche.

Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, dass die Friedhofsgebühren im Rahmen einer Vertragsverlängerung mit dem Bestattungsunternehmen nicht teurer werden, sondern bleiben wie bisher. Was das in Zahlen bedeutet, lesen Sie hier.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham hat jetzt einstimmig beschlossen, dass die Friedhofsgebühren im Rahmen einer Vertragsverlängerung mit dem Bestattungsunternehmen Schmid konstant bleiben. Das heißt beispielsweise, dass die Einzelgrabstätte jährlich 74 Euro kostet.

Insgesamt sieben Gedenkstätten

Die 11000-Seelen-Gemeinde hat insgesamt sieben Friedhöfe. Die drei fast nahtlos aneinandergereihten in Feldkirchen und je einer in Großhöhenrain, Vagen und Unterlaus werden von den jeweiligen Pfarreien geführt. Der erst im Jahr 2017 mit Kosten in Höhe von 880 000 Euro errichtete „Friedhof am Grieblweg“ in Feldkirchen ist die einzige kommunal geführte Gedenkstätte für die Verstorbenen.

Friedhof wie ein Park angelegt

Das leicht ansteigende Gelände war schon im Besitz der Gemeinde. Als Träger und Betreiber dieses Friedhofs gehört auch die Festlegung der Bestattungs- und Grabgebühren zu den ursächlichen Aufgaben der Gemeinde. Dieser Gottesacker, wie Friedhöfe in Bayern oft genannt werden, ist räumlich großzügig und von der Gestaltung her gesehen parkähnlich angelegt. Mehrere Ruhebänke, junge Bäume, Sträucher und Pflanzen laden zum kurzen Verweilen und Besinnen ein.

Viele Bürger suchen sich zu Lebzeiten ihre letzte Ruhestätte aus

Kein Wunder, dass viele Bürger sich schon zu Lebzeiten ihre letzte Ruhestätte aussuchen und reservieren lassen, wie die Rathausverwaltung auf Anfrage mitteilte. Die Gebühr für eine Erdbestattung beträgt 655 Euro, dazu kommen noch 50 Euro für den Schließdienst und, wenn gewünscht, 120 Euro für die vier Sargträger.

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Bei Urnenbestattungen, ganz gleich ob Urnenendgrab, Kiefernhain oder Grabfach, werden den Hinterbliebenen – ohne Leichenhausdienst und Bestattungsträger – 170 Euro in Rechnung gestellt. Bei Bedarf mit Leichenhausdienst und Reinigung sind zusätzlich 25 Euro fällig.

Urnenträger und Sternengrab

Ein Urnenträger würde 30 Euro kosten. Bei Erdbestattungen am Samstag werden zusätzlich 100 Euro, bei Urnenbestattungen 50 Euro fällig. Für Kinder-Erdbestattungen (bis zum 14. Lebenjahr) beträgt die Gebühr 352,50 Euro. Auch hier sind Urnenbestattungen möglich (170 Euro). Die Grabnutzungsgebühren betragen jährlich: Einzelgrabstätte 74 Euro, Doppelgrabstätte 148 Euro, Kindergrabstätte 64 Euro, Urnenendgrabstätte 62 Euro, Urnengrabstätte im Grabfach 57 Euro, Urnengrabfach im Kiefernhain 68 Euro und eine zusätzliche Urne im Erdgrab 25 Euro. Für eine Bestattung im Sternengrab werden keine Gebühren erhoben.

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