Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Spatenstich am Mareisring – Wann startet der Betrieb?

Feldkirchen-Westerham denkt an die Zukunft - 8,1 Millionen Euro für neue nachhaltige KiTa

Gut gelaunt beim Spatenstich (von links): Projektleiter Andreas Hanrieder, zweite Bürgermeisterin Christiane Noisternig, stellvertretende Kämmerin Andrea Schnofl, Architekt Rüdiger Pöhlmann, Bürgermeister Hans Schaberl, Architekt Stefan Wolf, Peter Holzner (Baufirma), Christian Pfeuffer und Dimitri Solowjew (beide Elektroplanung).
+
Gut gelaunt beim Spatenstich (von links): Projektleiter Andreas Hanrieder, zweite Bürgermeisterin Christiane Noisternig, stellvertretende Kämmerin Andrea Schnofl, Architekt Rüdiger Pöhlmann, Bürgermeister Hans Schaberl, Architekt Stefan Wolf, Peter Holzner (Baufirma), Christian Pfeuffer und Dimitri Solowjew (beide Elektroplanung).
  • VonManfred Merk
    schließen

Um der gesetzlich vorgeschriebenen Kinderbetreuung gerecht werden zu können, wird in Feldkirchen eine neue Kindertagesstätte errichtet. Warum man bei dem Bau besonders auf Nachhaltigkeit achtet und was die Einrichtung bieten soll.

Feldkirchen-Westerham – Die westlichste Landkreisgemeinde denkt an die Zukunft. Um der gesetzlich vorgeschriebenen Kinderbetreuung gerecht werden zu können, wird am Mareisring in Feldkirchen eine neue Kindertagesstätte errichtet. Direkt gegenüber dem bestehenden Kindergarten Bucklberg soll sie mit einer Nutzfläche von 990 Quadratmetern und zusätzlichen, großzügigen Räumlichkeiten mit 297 Quadratmetern, die die Volkshochschule (VHS) mitnutzen kann, entstehen.

Nachhaltiges Gebäude mit großer Flexibilität

Auch eine Tiefgarage mit 357 Quadratmetern Nutzfläche ist ins Ensemble eingebunden. Nach den Vorstellungen und Wünschen des Gemeinderats und der Bauverwaltung hat das Münchner Architekturbüro Pöhlmann Architekten & Ingenieure ein nachhaltiges Gebäude mit größtmöglicher Flexibilität für die interne sowie die gemeindliche Nutzungsvielfalt entworfen.

Geplant sind vier Betreuungsgruppen für jeweils zwölf Kindern im Alter von bis zu vier Jahren. Drei davon befinden sich im Erdgeschoss samt den dazugehörenden Sanitäranlagen und Nebenräumen sowie Schlaf- und Versorgungsräumen.

Im Obergeschoss sind der vierte Gruppenraum und zwei große Multifunktionsräume für die Volkshochschule, ebenfalls mit Sanitäranlagen und Personalräumen untergebracht. Alle Ebenen können neben den beidseitigen Treppenhäusern auch über einen Aufzug barrierefrei erschlossen werden.

Im Untergeschoss entstehen eine Mitteltiefgarage mit 22 PKW-Stellplätzen, zwei davon sind rollstuhlgerecht angelegt, ebenso sind die gesamte Haustechnik sowie Lagerräume untergebracht. Das neue Gemeindegebäude weist insgesamt 2662 Quadratmeter Nettoraumfläche auf. Und die Gesamtkosten werden laut Planungsbüro auf rund 8,1 Millionen Euro geschätzt.

Energie- und CO2-sparend gebaut

Das Gebäude hat zwei Vollgeschosse und ist komplett unterkellert. Der Baukörper ist nord- und südwestlich ausgerichtet und bekommt ein ziegelgedecktes Satteldach mit großzügigem Dachüberstand als sogenannter konstruktiver Wetterschutz.

Die Außenwände im Erdgeschoss bestehen aus verputztem Dämmziegelmauerwerk, im Obergeschoss kommt ein regional erzeugtes Vollholzwandsystem zum Einsatz, das mit unbehandeltem Lärchenholz verschalt wird.

Die Giebelseiten sind großflächig verglast. Ein umlaufender Balkon mit Holzgeländer und Holzbelag dient als konstruktiver zweiter Rettungsweg aus dem Obergeschoss, das zudem die Möglichkeit einer flexiblen und offenen Gruppen- und Flurbereichsnutzung schafft. Die Kindertagesstätte wird im nachhaltigen „KfW-40-Niedrigenergiehausstandard“ für den zukünftigen Betrieb energie- und CO2-sparend gebaut und betrieben.

Verzicht auf Erdgas als Energieträger

Auch soll ein Nachhaltigkeitszertifikat angestrebt werden. Aktuell wurde nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine eine nochmalige Umplanung der Anlagentechnik vorgenommen. Mit dem Ergebnis, dass auf Erdgas als Energieträger und Spitzenlastversorger komplett verzichtet werden kann.

Ergänzt wird die bereits geplante Holzpelletanlage (60 Kilowatt) als Spitzenlastversorger jetzt durch eine Luft-Wärmepumpe als Grundlastversorger (17 Kilowatt) in Verbindung mit einer gekoppelten kleineren Brauchwasser-Wärmepumpe (11 Kilowatt).

Eine bereits geplante Photovoltaikanlage mit einer Auslegungsfläche von 235 Quadratmetern wird für die größtmögliche Eigenstromnutzung ausgelegt. Die Fertigstellung der neuen KiTa ist für das Frühjahr 2024 geplant.

Mehr zum Thema

Kommentare