Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Benefizkonzert am Sonntag, 15. Mai, in Feldkirchen-Westerham

„Bei der Ukrainehilfe ziehen alle an einem Strang“ – Doch wie kann Musik helfen?

Freuen sich auf das Benefizkonzert am Sonntag, 15. Mai, im KuS: Büchereileiterin Lena Reichl und Tom Zimmer von „Levantino“ haben den Ball ins Rollen gebracht und mit vielen Helfern einen Familiennachmittag organisiert.
+
Freuen sich auf das Benefizkonzert am Sonntag, 15. Mai, im KuS: Büchereileiterin Lena Reichl und Tom Zimmer von „Levantino“ haben den Ball ins Rollen gebracht und mit vielen Helfern einen Familiennachmittag organisiert.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
    schließen

Ein Konzert mit sechs Künstlern auf die Beine zu stellen, wäre für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham organisatorisch, technisch und finanziell normalerweise so schnell nicht machbar. Warum es trotzdem gelungen ist? Lesen Sie selbst.

Feldkirchen-Westerham – Darüber berichten Büchereileiterin Lena Reichl und Tom Zimmer von der Band „Levantino“ im Interview mit dem Mangfall-Boten.

Der Helferkreis Ukraine hat ein Benefizkonzert auf die Beine gestellt. Wie kam es dazu?

Lena Reichl: Wir dachten zuerst an einen Familiennachmittag mit ein bisschen Musik. Da ich Tom gut kenne, habe ich ihn gefragt, ob „Levantino“ spielen könnte.

Tom Zimmer: Für einen guten Zweck machen wir – Michl und Max Blochin und ich von „Levantino“ – das natürlich gern. Aber wir wollten einen Nachmittag oder Abend nicht allein stemmen. Deshalb habe ich bei anderen Künstlern aus der Gemeinde angefragt, und es setzte ein richtiges Schneeballprinzip ein. Jetzt freuen wir uns auf ein Benefizkonzert mit sechs Acts.

Wer ist dabei?

Lena Reichl: Jürgen Schubert, der Chef unserer Musikschule, mit den Jugendblaskapellen Großhöhenrain und Vagen. Sie werden ab 14 Uhr garantiert schon viele Besucher anziehen. Der russische Konzertgitarrist Dimitri Lavrentiev lebt und arbeitet in Bayern. Er spielt ab 15.30 Uhr für die Menschen in der Ukraine. Um 17.10 Uhr lädt der evangelische Pfarrer Samuel Fischer zum Friedensgebet ein. Anschließend werden 99 biologisch abbaubare Luftballons mit dem passenden Song von Nena in den Himmel entsendet.

Ab 17.30 Uhr sind dann wieder drei Lokalmatadore zu erleben.

Tom Zimmer: Es geht los mit „Monobo Son“ aus Ast – das sind Manuel Winbeck (Posaune, Gesang), Wolfi Schlick (Saxophon, Flöte), Korbinian Waller (Tuba), Benedikt Dorn (Gitarre) und Severin Rauch (Schlagzeug). Unser Kabarettist Stefan Kröll aus Oberwertach ist mit dabei. Sein Veranstaltungskalender ist nach zwei Jahren Corona-Pandemie zum Glück wieder voll. Am Sonntag nimmt er sich trotzdem Zeit für unsere Benefizveranstaltung und ist ab 18.30 Uhr im Kultur- und Sportzentrum zu erleben.

Lena Reichl: Um 19.30 Uhr kommen die „Hot Road Cruisers“ auf die Bühne. Das ist die Band von unserem Kulturherbst-Manager Roland Fröhlich. Ihn hatten wir um organisatorische Unterstützung gebeten und prompt kam die Zusage, dass Dr. Helmut Hefele (Gitarre, Gesang), Michael Stief (Bass) und Roland Fröhlich (Schlagzeug) mit dabei sind. Genauso wie Siamak Golshani, der den Nachmittag moderiert.

Tom Zimmer: Zudem konnten wir einen guten Freund, der aus Heufeld stammt und jetzt in Wien lebt, als Tonmeister gewinnen: Sebastian Vötterl. Stefan Linnerer von der Veranstaltungstechnik-Firma M7 unterstützt ihn mit der Technik.

Und alle verzichten auf ihre Gage, obwohl sie so lange keine Auftritte hatten?

Lena Reichl: Ja, denn alle sind von dem Wunsch motiviert, den ukrainischen Flüchtlingen in unserer Gemeinde zu helfen. Alle fanden, dass ein Benefizkonzert eine tolle Idee ist. Ohne den humanitären Hintergrund hätten wir das Konzert nie auf die Beine stellen können, denn wir hätten etwa 10 000 Euro gebraucht.

Rechnen Sie damit, dass so viel durch Spenden anstatt Eintrittsgeldern reinkommt?

Lena Reichl: Darauf kommt es nicht an. Wichtig ist die Geste. Wichtig ist, dass wir uns treffen und die ukrainischen Familien in unserer Mitte aufnehmen können. Wir freuen uns auf einen schönen Familiennachmittag bei guter Musik.

Jeder – egal ob aus unserer Gemeinde oder nicht – kann kommen, wann er Lust hat und bleiben, solange er will. Die Bühne steht im KuS. Die Sporthalle wird bestuhlt. Die Besucher können die Konzerte also ganz bequem genießen. Sie können aber auch tanzen, wenn ihnen danach ist, denn es wird auch eine Tanzfläche geben.

Zu einem Sonntagnachmittag gehören auch Speis und Trank sowie Angebote für Kinder.

Lena Reichl: Auch daran haben wir gedacht. Die Nachbarschaftshilfe lädt die Kinder in den Mehrzweckraum zum Spielen ein. Kinderschminken, Straßenkreide, Seifenblasen und vieles mehr wird auf die Kinder warten.

Irmi Piel springt kurzfristig in die Organisation des Kuchenbasars ein. Wer dazu einen Kuchen oder eine Torte beisteuern will, kann sich unter der E-Mail irmi.piel@gmx.de melden und sein Backwerk am Sonntag, ab 12 Uhr, direkt vor Ort abgeben.

Die Bäckerei Steingraber spendiert Deftiges. Die Firma Transiskus sponsert die Getränke, welche unter bewährter Leitung unserer Gemeinderätin Lisa Steingraber angeboten werden.

Der Reinerlös der Veranstaltung fließt auf das Spendenkonto des Sozialen Netzwerks der Gemeinde und wird allein für die Ukrainehilfe eingesetzt. Die Gemeinde stellt das KuS kostenlos zur Verfügung, übernimmt die Kosten für Technik und Werbung. In Feldkirchen-Westerham ziehen in der Ukrainehilfe wirklich alle an einem Strang.

Mehr zum Thema

Kommentare