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ENERGETISCHES QUALITÄTSMANAGEMENT BEGINNT

Feldkirchen-Westerham auf dem Weg zum Energie-Award

Auf erneuerbare Energien umgestellt wurde die Hälfte der kommunalen Gebäude im Wärmebereich. Auf den Dächern des Schulzentrum wird Sonne geerntet.
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Auf erneuerbare Energien umgestellt wurde die Hälfte der kommunalen Gebäude im Wärmebereich. Auf den Dächern des Schulzentrum wird Sonne geerntet.
  • VonManfred Merk
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438 Megawattstunden für Strom und Wärme pro Jahr hat die Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Rahmen des Energie-Netzwerkes eingespart. Jetzt beginnt ein neues Projekt. Mit kompetenter Begleitung durch das Inev-Institut Rosenheim soll das Qualitätsmanagement verbessert werden. Ziel ist der „European Energy Award“.

Feldkirchen-Westerham – Beim weltweiten Bestreben, die Erderwärmung in Grenzen zu halten, darf auch auf kleine Schritte nicht verzichtet werden. Das Ziel, auch in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham eine Klimaneutralität anzustreben, hat der Gemeinderat erneut bekräftigt und der Teilnahme am „European Energy Award“ zugestimmt. „Mit diesem Qualitätsmanagementsystem kann ein ständiger und andauernder Verbesserungsprozess in Klimaschutzfragen eingeleitet werden“, erläutert die Verwaltung.

Energiekonzept noch besser strukturieren

Das angestrebte Ziel ist es, Klimaschutz-Maßnahmen der Gemeinde auf der Basis der CO2-Bilanzierung des bestehenden Energiekonzepts künftig besser strukturieren und messen zu können, um somit Erfolge im Klimaschutz messbarer zu machen. Zur technischen Begleitung wurde bei drei qualifizierten Unternehmen angefragt. Zurückgekommen ist nur ein Angebot des „Instituts für nachhaltige Energieversorgung Inev der Technischen Hochschule Rosenheim“.

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Dieses hat die Gemeinde von 2017 bis 2020 schon im Rahmen des Kommunalen Energie-Effizienz-Netzwerkes mit ihrer Expertise begleitet. Erreicht wurden dabei Einsparungen von 22 Prozent elektrischer und 18 Prozent thermischer Energie. Das entspricht insgesamt einer Einsparung von 438 Megawattstunden für Strom und Wärme pro Jahr.

Zudem kennt das Institut bereits einen Teil der kommunalen Liegenschaften – eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung weiterer Klimaschutzmaßnahmen an kommunale Gebäude und Anlagen. Wie berichtet, betreibt Feldkirchen-Westerham seit zehn Jahren ein kommunales Energiemanagement. Seitdem ist die Hälfte der kommunalen Gebäude im Wärmebereich auf erneuerbare Energien umgestellt worden. Damit hat die Gemeinde das Einsparziel der Bundesregierung von 40 Prozent bis 2020 bereits erreicht.

Erstes Treffen des Arbeitskreises

Im Gemeinderat wurden sowohl die grundsätzliche Teilnahme am „European Energy Award“, als auch die Zusammenarbeit mit dem Institut positiv bewertet, und auch gleich weitere Schritte auf den Weg gebracht. Die Zustimmung des Gremiums fand auch die Anregung von Martina Weber (CSU), dass dem Arbeitskreis des Büros Inev auch einige Personen aus Verwaltung und Gemeinderat angehören sollten.

Hintergrund: Alle dabei gewonnen Erkenntnisse und Ergebnisse könnten so auf kurzem Weg weitergeleitet werden. Die junge CSU-Rätin machte kein Geheimnis aus ihrer Bereitschaft, in diesem Kreis mitzuarbeiten. Die Voraussetzungen dafür würde sie mitbringen: Ihren Studiengang „Management Erneuerbare Energien“ hat Weber an der Hochschule Weihenstephan im September erfolgreich abgeschlossen. Angetan von diesem fraktionsübergreifenden Interesse waren vor allem Heinz Oesterle (SPD) und Michael Günzl (Grüne).

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Das Institut wurde zu einem Angebotspreis von 54.500 Euro vom Gemeinderat einstimmig beauftragt. Die Gesamtkosten in Höhe von circa 72.000 Euro für die Projektlaufzeit von 2021 bis 2024 wurden bereits in den Haushalt eingestellt und sind genehmigt. Die zuwendungsfähigen Kosten von 69 .130 Euro werden über das Förderprogramm „Klimaschutz in Kommunen“ mit 70 Prozent gefördert und sind mit Zuwendungsbescheid vom 12. Februar durch die Regierung von Oberbayern bereits bewilligt worden.

Schon in der kommenden Woche sollen bei einem Treffen im Rathaus die ersten konkreten Weichen gestellt werden.

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