Feldkirchen-Westerham: So arbeitet derzeit die Gemeinde

Am Verwertungshof der Gemeinde wird derzeit in Schichten gearbeitet. Merk

Mit welchen Herausforderungen muss eine Gemeinde in Krisenzeiten zurechtkommen? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Feldkirchen-Westerhamer Rathauses

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham - Wie hoch werden die Rathausverwaltung und der Bauhof der Gemeinde und die Verwertungsstelle in Feldolling zusätzlich belastet? Wie lang ist der amtierende Gemeinderat noch in Amt und Würden? Wann werden die neu gewählten Mandatsträger vereidigt? Der Bürgermeister von Feldkirchen-Westerham, Hans Schaberl, stand den OVB-Heimatzeitungen Rede und Antwort.

„Es wäre übertrieben, von Normalzustand zu sprechen“

„Von einem Normalzustand im Rathaus zu sprechen, wäre übertrieben“ sagt Schaberl. „Nur etwa die Hälfte der über 30 festangestellten Mitarbeiter ist ständig im Rathaus anzutreffen, ein Teil arbeitet von daheim aus, hat Urlaub genommen oder baut Überstunden ab. Die Arbeit aber geht nicht aus. Jetzt stand beispielsweise die Stichwahl für den neuen Landrat an. „Die musste ausgezählt werden“, so der Rathauschef.

Auch der Bauhof arbeitet in Schichten

Zeitnahe Vorausschau: „Sollte nichts ganz speziell Unaufschiebbares passieren, dann wird der amtierende Gemeinderat nicht mehr zusammenkommen, das Mitte März neugewählte Gremium erst im Mai vereidigt werden.“

Aber nicht nur das Rathaus ist von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen, sondern auch der Bauhof: Die 14 Bauhof-Mitarbeiter sind vorsichtshalber in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Auch die beiden Wassermeister der Gemeinde arbeiten getrennt.

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Der Verwertungshof in Feldolling bleibt ebenfalls von den Folgen der Coronakrise nicht verschont. Bauhofleiter Christian Lugmayr: „Wir arbeiten dort mit Rentnern und einem Teil unserer gesamten 14-Mann-Besatzung des Bauhofs“. Die etwas jüngeren Rentner, bis zu sechs an der Zahl, sind beispielsweise dienstags, donnerstags und samstags im Einsatz. Die älteren Rentner, die zur Risikogruppe zählen, bleiben derzeit daheim. Dennoch bittet Lugmayr die Bürger um Verständnis dafür, „dass derzeit nur so viel Abfall und Gerümpel angenommen werden kann, wie unbedingt sein muss“. Auch die getroffene Anordnung, dass nur fünf Autos gleichzeitig in den Verwertungs-Innenhof fahren dürfen, hat zur spürbaren Entspannung beigetragen.

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